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  • Rechtsanspruchsleistung
  • Rechtsbehelfsbelehrung
  • Regelentgelt
  • Regelleistung
  • Rehabilitation
  • Rentenversicherung
  • Rentenversicherungsnummer
  • Rettungsdienst
  • Risikostrukturausgleich
  • Rückenschule
  • Rechtsanspruchsleistung

    Im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen ist zwischen Rechtsanspruchs- und Ermessensleistungen zu unterscheiden. Im Sozialgesetzbuch sind die Leistungen festgeschrieben, auf die Patienten einen rechtlichen Anspruch haben. Die Rechtsanspruchsleistungen müssen gewährt werden, ohne das ein Ermessensspielraum besteht.

    Rechtsbehelfsbelehrung

    Eine Rechtsbehelfsbelehrung ist eine mündliche oder schriftliche Erklärung darüber, wie, wo und in welcher Frist Rechtsmittel (z.B. Widerspruch oder Klage) eingelegt werden können.

    Regelentgelt

    Auf der Grundlage des Regelentgelts wird in der gesetzlichen Krankenversicherung das Krankengeld berechnet. Zur Ermittlung des Regelentgelts ist das Arbeitsentgelt im letzten Entgeltabrechnungszeitraum vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit maßgeblich. Zu der Berechnung wird mindestens das in den letzten vier Wochen erwirtschaftete Arbeitsentgelt herangezogen, sofern es der Beitragsberechnung unterliegt.

     

    Regelleistung

    Regelleistungen sind die im Gesetz aufgeführten Mindestleistungen der Sozialversicherung. Diese müssen gewährt werden oder im Rahmen einer Ermessensentscheidung gewährt werden können, wenn die im Gesetz genannten Voraussetzungen erfüllt sind (siehe auch Mehrleistung).

     

    Rehabilitation

    Unter Rehabilitation (lat. Rehabilis = wieder geistig und physisch fähig machen), kurz Reha, versteht man alle Leistungen, die in der Sozialversicherung zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit durchgeführt werden. Es wird zwischen medizinischen, berufsfördernden und ergänzenden Leistungen zur Rehabilitation unterschieden.

    Rentenversicherung

    Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist eine Säule der Sozialversicherung und somit Teil des deutschen Sozialversicherungssystems. Während Arbeitnehmer, die gegen Entgelt beschäftigt sind, in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, können sich unter anderem Selbständige freiwillig versichern. Ziel der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Altersvorsorge der Versicherten.

    Leistungen der Rentenversicherung

    Zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gehören:

    • Altersrente
    • Erwerbsminderungsrente
    • Hinterbliebenenrente
    • Rehabilitationsleistungen

    Finanzierung

    Grundlage der Finanzierung der GRV ist ein Bundeszuschuss sowie der Generationenvertrag, wonach die Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen zur Rentenversicherung für die Ansprüche der heutigen Rentner aufkommen. Im Gegenzug erwerben die Beitragszahler einen eigenen Rentenanspruch (Umlageverfahren).

    Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung

    Der individuelle Beitrag zur Rentenversicherung richtet sich nach dem Beitragssatz und der Höhe des versicherungspflichtigen Bruttoeinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Seit 01.01.2018 liegt der Beitrag bei 18,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen hiervon paritätisch jeweils die Hälfte, also je 9,3 Prozent.

     

    Rentenversicherungsnummer

    Die Rentenversicherungsnummer ist ein individuell vergebenes Kennzeichen das aus Buchstaben und Ziffern besteht. Die Rentenversicherungsnummer dient zur Identifikation der versicherten Personen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit ihr wird die Führung eines Kontos des Versicherten mittels elektronischer Datenverarbeitungsanlagen ermöglicht.


    Die Nummer erfahren Sie entweder von dem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung. Alternativ kann Ihnen diese auch von Ihrer Krankenkasse mitgeteilt werden.

     

    Rettungsdienst

    In einer medizinischen Notsituation aller Art ist es Aufgabe des Rettungsdienstes rund um die Uhr Menschen zu helfen, Leben zu retten und/oder eine bedarfsgerechte Versorgung sicher zu stellen. Ausgebildete und qualifizierte Rettungsfachkräfte sorgen dafür, dass eine sachgerechte Hilfe schnell zur Stelle ist. Wenn es erforderlich ist, wird der Notfallpatient transportfähig gemacht und unter fachgerechter Betreuung in eine für die weitere Versorgung geeignete Einrichtung befördert.

    Risikostrukturausgleich

    Da die Krankenkasse eine sehr unterschiedliche Mitgliederstruktur aufweisen, wird seit 1994 ein Risikostrukturausgleich (RSA) zwischen den Krankenkassen durchgeführt. Dadurch sollte die Wettbewerbsfähigkeit der Krankenkassen gestärkt werden.


    Bis 2008 wurden Merkmale wie Alter, Geschlecht, Rente durch Erwerbsminderung oder chronische Krankheiten für einen Finanzausgleich zwischen den Kassen berücksichtigt. Die Ausgaben der Krankenkassen fallen in der Regel geringer aus, wenn beispielsweise mehr junge als alte Menschen versichert sind oder die Mitglieder über vergleichsweise hohe Einkommen verfügen. Trotz der Risiken sollten die Krankenkassen wettbewerbsfähig bleiben, weshalb ein zu erwartendes Risiko errechnet wurde. Der finanzielle Überschuss von Krankenkassen mit einer ‚guten‘ Risikostruktur wurde auf die Kassen mit einer ‚schlechteren‘ Risikostruktur umgelegt. Allerdings wurden nur Einnahmen- und Ausgabenunterschiede zwischen den Krankenkassen berücksichtigt, die auf die Merkmale zurückzuführen sind.


    Mit der Gesundheitsreform 2009 hat der Gesetzgeber das Finanzierungssystem und den RSA der Gesetzlichen Krankenversicherung durch die Einführung des Gesundheitsfonds grundlegend umgestaltet. Die Beiträge der Mitglieder werden über die Krankenkassen direkt in den Gesundheitsfonds eingezahlt. Dadurch profitieren die Krankenkassen nicht mehr von Versicherten, die über ein vergleichsweise hohes Einkommen verfügen. Die Krankenkassen erhalten anschließend Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, die nach der individuellen Risikostruktur der Mitglieder berechnet werden.


     

    Rückenschule

    Mit dem Begriff „Rückenschule“ wird ein Behandlungskonzept bezeichnet, dass der Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen und –beschwerden dient.

    Teilnehmer sollen: 

    • rückengerechtes Verhalten im Alltag und am Arbeitsplatz,
    • Trainingsmethoden zur Stärkung der Muskulatur im Bauch- und Rückenbereich und
    • Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken erlernen.

    Ziele der Rückenschule

    Durch die Rückenprogramme sollen nicht nur bereits aufgetretene Rückenschmerzen gelindert, sondern schon das Auftreten von Beschwerden verhindert werden. 
    Dazu soll die körperliche Fitness verbessert werden und emotionale, kognitive und soziale Ressourcen der Teilnehmer gefördert werden. Außerdem lernen Teilnehmer haltungs- und bewegungsförderliche Verhältnisse und verschiedene gesundheitsfördernde und sportliche Maßnahmen kennen, die bei regelmäßiger Durchführung ihre Rückengesundheit fördern. >

    Insgesamt soll die Rückenschule zu einer Verbesserung der Haltung und Bewegung der Teilnehmer führen und einen positiven Einfluss auf ihr Herz-Kreislauf-System sowie die gesamte Gesundheit haben.

    Inhalt der Rückenschule

    Alle Kurse zur Förderung der Rückengesundheit bauen auf verschiedenen inhaltlichen Bausteine auf, die je nach den einzelnen Gegebenheiten jedes Kurses unterschiedlich vertieft werden: 

    • Körperwahrnehmung und Körpererfahrung
    • Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination
    • Entspannungs- und Stressmanagement
    • Kleine Spiele und Parcours
    • Haltungs- und Bewegungsschulung
    • Wissensvermittlung (u.a. Ursachen, Verlauf, Auswirkungen, Umgang mit Rückenschmerzen; Selbsthilfemaßnahmen; Anatomie)
    • Schmerzbewältigung
    • Verhaltens- und Verhältnisprävention
    • Life-time-Sportarten

    Bezuschussung durch Krankenkassen

    Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen verschiedene Präventions- und Gesundheitskurse. Im Rahmen dessen können Versicherte unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zu Rückenschulkursen erhalten.

    Die genauen Bestimmungen der Kostenübernahme regelt jede Krankenkasse individuell.

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