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Risikostrukturausgleich

Da die Krankenkasse eine sehr unterschiedliche Mitgliederstruktur aufweisen, wird seit 1994 ein Risikostrukturausgleich (RSA) zwischen den Krankenkassen durchgeführt. Dadurch sollte die Wettbewerbsfähigkeit der Krankenkassen gestärkt werden.


Bis 2008 wurden Merkmale wie Alter, Geschlecht, Rente durch Erwerbsminderung oder chronische Krankheiten für einen Finanzausgleich zwischen den Kassen berücksichtigt. Die Ausgaben der Krankenkassen fallen in der Regel geringer aus, wenn beispielsweise mehr junge als alte Menschen versichert sind oder die Mitglieder über vergleichsweise hohe Einkommen verfügen. Trotz der Risiken sollten die Krankenkassen wettbewerbsfähig bleiben, weshalb ein zu erwartendes Risiko errechnet wurde. Der finanzielle Überschuss von Krankenkassen mit einer ‚guten‘ Risikostruktur wurde auf die Kassen mit einer ‚schlechteren‘ Risikostruktur umgelegt. Allerdings wurden nur Einnahmen- und Ausgabenunterschiede zwischen den Krankenkassen berücksichtigt, die auf die Merkmale zurückzuführen sind.


Mit der Gesundheitsreform 2009 hat der Gesetzgeber das Finanzierungssystem und den RSA der Gesetzlichen Krankenversicherung durch die Einführung des Gesundheitsfonds grundlegend umgestaltet. Die Beiträge der Mitglieder werden über die Krankenkassen direkt in den Gesundheitsfonds eingezahlt. Dadurch profitieren die Krankenkassen nicht mehr von Versicherten, die über ein vergleichsweise hohes Einkommen verfügen. Die Krankenkassen erhalten anschließend Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, die nach der individuellen Risikostruktur der Mitglieder berechnet werden.


 

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