Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld

Beim Mutterschaftsgeld handelt es sich um eine gesetzliche Lohnersatzleistung für Frauen, um den Einkommensausfall während der gesetzlichen Mutterschutzfristen vor und nach der Entbindung finanziell abzusichern.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld

Reguläres kalendertägliches Mutterschaftsgeld erhalten Frauen, die zu Beginn der Mutterschutzfrist Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind sowie

  • mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind oder
  • in einem Arbeitsverhältnis stehen, in diesem aber aufgrund der Mutterschutzfristen kein Arbeitsentgelt erhalten.

Höhe und Bezugsdauer

Die Zahlung von Mutterschaftsgeld beginnt in der Regel sechs Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung und endet acht Wochen nach der Geburt. 

Für bestimmte Sonderfälle hat der Gesetzgeber die Schutzfristen (und damit die Bezugsdauer des Mutterschaftsgeldes) nach der Geburt auf 12 Wochen verlängert:

  • Bei Frühgeburten (Zudem gilt: Die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten, werden an die Frist nach der Geburt angehängt).

  • Bei Mehrlingsgeburten.

  • Bei der Geburt eines Kindes mit Behinderung (hier muss die Verlängerung bei der Krankenkasse gesondert beantragt werden).

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes ist abhängig vom durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes und beträgt maximal 13 Euro am Tag. Arbeitnehmerinnen, deren kalendertäglicher Nettolohn mehr als 13 Euro beträgt, erhalten die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld von ihrem Arbeitgeber ausgezahlt (gilt auch für geringfügig Beschäftigte, solange deren monatlicher Nettolohn mindestens 390 Euro beträgt). Die entstehenden finanziellen Belastungen können Arbeitgeber über das U2-Umlageverfahren ausgleichen.

Mutterschaftsgeld für Privat- und Familienversicherte (BAS)

Frauen, die nicht eigenständig mit Anspruch auf Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, erhalten das Mutterschaftsgeld nicht von der Krankenkasse. Dazu zählen insbesondere:

  • Privat krankenversicherte Arbeitnehmerinnen

  • Familienversicherte Arbeitnehmerinnen (häufig der Fall bei Minijobs)

Diese Frauen haben stattdessen Anspruch auf ein einmaliges, pauschales Mutterschaftsgeld in Höhe von insgesamt maximal 210 Euro. Die Auszahlung und Bearbeitung erfolgt in diesen Fällen durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) (früher Bundesversicherungsamt).

Liegt der Nettoverdienst dieser Frauen jedoch über der oben genannten Grenze von 390 Euro monatlich, haben sie unabhängig von ihrem eigenen Versicherungsstatus denselben gesetzlichen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss wie pflichtversicherte Arbeitnehmerinnen.

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