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Versicherungsfreiheit

Generell besteht in Deutschland eine Sozialversicherungspflicht für abhängige Beschäftigte. Die Sozialversicherung soll vor Standardrisiken schützen und ist in fünf Zweige gegliedert:

  • Arbeitslosenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Pflegeversicherung

Unter gewissen Bedingungen sind bestimmt Personengruppen versicherungsfrei. Dazu zählen abhängige Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (im Jahr 2017 beträgt diese 57.600 €) überschreitet und dies fürs Folgejahr ebenfalls zu erwarten ist. Durch das Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze sind diese Arbeitnehmer nicht mehr versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und sie können zwischen einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung oder dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung wählen. Da in Deutschland eine Versicherungspflicht besteht, muss eine der beiden Option gewählt werden. Pflichtversichert bleiben Arbeitnehmer trotz Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Hier wird die Bemessungsgrenze aber auf einen Höchstwert der beitragspflichtigen Einnahmen begrenzt.

Auch Beamte und Geistliche sind versicherungsfrei. Diese Personengruppen werden jeweils durch eigene Versicherungssysteme abgesichert.