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Abfindungen

Abfindungen zählen in der GKV generell zum sozialversicherungspflichtigen Einkommen und müssen bei der Beitragsberechnung berücksichtigt werden.

Eine Ausnahme bilden Abfindungen, die bei betriebsbedingten Kündigungen gezahlt werden, dies allerdings nur, wenn die Zahlung ausschließlich als Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust ewährt wird. Auch alle Abfindungszahlungen, für die ein Anspruch erst nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses entsteht, belieben beitragsfrei. Sie stellen dann kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung dar, allerdings nur solange nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt wird. Denn in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung gelten auch Abfindungen aufgrund von Kündigung wiederum als sozialversicherungspflichtig.

BEISPIEL

Beitragspflichtige Abfindungen sind zum Beispiel Zahlungen die getätigt werden, wenn das Beschäftigungsverhältnis nicht endet, sondern in geänderter Form weiterbesteht. Das kann der Fall sein, wenn eine Gegenleistung für die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen oder der Vergütung nach einer einvernehmlichen Änderung des Arbeitsvertrags gewährt wird.

Beitragspflichtig sind auch Abfindungen, die erst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden, um vertraglichen Ansprüchen gerecht zu werden. Das gilt beispielsweise bei der finanziellen Abgeltung nicht genommener Urlaubstage.