Durchschnittlicher Zusatzbeitrag

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag ist eine festgelegte Rahmengröße für die gesetzliche Krankenversicherung. Er wird jährlich von einem Expertengremium (Schätzerkreis) vom Bundesgesundheitsministerium neu bestimmt und veröffentlicht.
Ermittlung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags
| Jahr | Durchschnittlicher Zusatzbeitrag |
|---|---|
| 2026 | 2,9 % |
| 2025 | 2,5 % |
| 2024 | 1,7 % |
| 2023 | 1,6 % |
| 2022 | 1,3 % |
| 2021 | 1,3 % |
| 2020 | 1,1 % |
Beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag handelt es sich nicht um einen tatsächlichen mathematischen Durchschnittswert der Zusatzbeiträge aller Krankenkassen. Vielmehr ist es eine errechnete Richtgröße, welche sich aus der Differenz aller prognostizierten Einnahmen und Ausgaben in der GKVfür das kommenden Kalenderjahr ergibt.
Der Schätzerkreis kommt jedes Jahr im Herbst zusammen, um die finanzielle Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung einzuschätzen. Ihm gehören Fachleute des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS) und des GKV-Spitzenverbandes an. Sie schätzen die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben sowie die Zahl der Versicherten und Mitglieder für das laufende Jahr und das Folgejahr.
Auf Grundlage dieser Prognose legt das BMG den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das kommende Jahr fest. Die Bekanntgabe erfolgt bis zum 1. November im Bundesanzeiger.
Für wen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitrag?
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag gilt im Wesentlichen für alle Personengruppen, bei denen der Krankenkassenbeitrag von Dritten übernommen wird:
- Geringverdiener
- Auszubildende mit Arbeitsentgelt unter 325 Euro/Monat (Geringverdienergrenze)
- Bezieher von Grundsicherungsgeld (ehemals Bürgegeld)
- Menschen mit Behinderung und Personen in Einrichtungen der Lebenshilfe
- Teilnehmer an FSJ/FÖJ/BFD
- Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
- Bezieher von Verletztengeld
- Bezieher von Übergangsgeld