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Kinderkrankengeld

Diese Form des Krankengeld erhält eine berufstätige Person, die ihr Kind aufgrund einer Erkrankung betreuen muss und daher nicht ihrer Arbeit nachgehen kann. Es wird von der  Krankenkasse gezahlt, bei welcher der Berufstätige versichert ist. Rechtlich ist das Kinderkrankengeld als "Krankengeld bei Erkrankung des Kindes" im Sozialgesetzbuch verankert.

Wer hat Anspruch auf Kinderkrankengeld?

Wer berufstätig ist und bei Krankheit des Kindes keine andere Person mit dessen Betreuung beauftragen kann, hat Anspruch auf die Zahlung von Kinderkrankengeld beziehungsweise Kinderpflegekrankengeld.
Der Anspruch ist an folgende weitere Voraussetzungen gebunden:

  • Das erkrankte Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder ist behindert (hier keine Altersbeschränkung).
  • Der Elternteil, über den das Kind mitversichert ist, ist berufstätig, gesetzlich versichert und hat Anspruch auf Krankengeld.
  • Die Pflege kann von keiner anderen im Haushalt lebenden Person übernommen werden (Berufstätigkeit, eigene Erkrankung).
  • Das betroffene Kind ist gesetzlich krankenversichert.
  • Es liegt liegt eine ärztliche Bescheinigung vor, nach der das Kind betreut werden muss.

Kinderkrankengeld: Wie wird es beantragt?

Für das Erhalten von Kinderkrankengeld ist der Gang zum Arzt nötig. Dieser stellt die sogenannte „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ aus. Entweder ist auf dem unteren Teil oder der Rückseite dieser Bescheinigung der Antrag für das Krankengeld zu finden. Dieser muss vom Elternteil ausgefüllt und der Krankenkasse zugesendet werden. Eine Kopie vom Antrag ist dem Arbeitgeber zu übergeben. Die Berechnung der Krankengeldhöhe wird auf Grundlage der Angaben des Arbeitgebers von der Krankenversicherung durchgeführt.

Wie lange und in welcher Höhe erhält man Kinderkrankengeld?

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht pro Kalenderjahr für maximal 10 Arbeitstage, bei alleinerziehenden Versicherten sind es maximal 20 Tage. Als Elternteil erhalten Sie bei mehr als zwei Kindern höchstens 25 Tage Krankengeld im Kalenderjahr, als Alleinerziehender sind es maximal 50 Tage. Wenn in dieser Zeit kein Lohn gezahlt wird, kann das Kinderpflegekrankengeld beantragt werden. Die Regelungen zur Berechnung des Kinderkrankengeldes wurden 2015 geändert. Den Berechnungen wird jetzt das ausgefallene Arbeitsentgelt während der Freistellung zu Grunde gelegt. Gezahlt werden von der Krankenkasse maximal 90 % beziehungsweise 100 % des Nettoarbeitsentgelts. 100 % sind es, wenn in den letzten 12 Monaten vor Beziehen des Krankengelds Einmalzahlungen durch den Arbeitgeber erfolgten. Wie bei dem gewöhnlichen Krankengeld werden auch hierbei Sozialversicherungsbeiträge (außer zur Krankenversicherung) fällig. Die kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung, die 2017 bei 101,50 € liegt, darf durch das Krankengeld nicht überschritten werden.