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Kinderkrankengeld

Kinderkrankengeld

Das Kinderkrankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für berufstätige Eltern. Im Unterschied zum herkömmlichen Krankengeld wird es ausschließlich nur bei Erkrankung eines Kindes gewährt. Anspruch, Dauer und Leistungshöhe sind in § 45 des V. Sozialgesetzbuches geregelt. Der Anspruch auf reguläres Krankengeld bleibt durch den Bezug von Kinderkrankengeld unberührt.

   

Voraussetzungen für den Anspruch auf Kinderkrankengeld

Eltern haben Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn ein Kind krank ist und keiner der beiden Elternteile ohne Freistellung von der Arbeit in der Lage ist, das Kind während der Krankheit zu Hause zu betreuen. Das bedeutet, dass beide Eltern berufstätig sein müssen und das Kind gesetzlich über einen der beiden Elternteile versichert ist. Für den Anspruch gilt eine Altersgrenze von 12 Jahren. Weiterhin muss ein gültiges ärztliches Attest vorliegen, das als spezielles Formular unter der Bezeichnung 'Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes' ( Kinderkrankenschein) gebräuchlich ist oder kurz genannt wird.

Voraussetzungen für erweitertes Kinderkrankengeld
1. Sie sind berufstätig und haben selbst Anspruch auf Kindergeld
2. Ihr Kind ist gesetzlich versichert
3. Es gibt im Haushalt keine andere Person, die Ihr Kind pflegen kann
4. Sie haben eine Bescheinigung vom Arzt, dass Ihr Kind aufgrund einer Krankheit betreut werden muss. Diese Bescheinigung ist bei einer pandemiebedingten betreuung nicht notwendig.

 


Höhe und Leistungsdauer beim Kinderkrankengeld

Regulär werden von der Krankenkasse maximal 90 % des Nettoarbeitsentgelts gezahlt. Bis zu 100 % sind es, wenn in den letzten 12 Monaten zuvor Einmalzahlungen vom Arbeitgeber erfolgten. Das tägliche Kinderkrankengeld beträgt im Jahr 2021 maximal 112,88 Euro.

Wie lange das Kinderkrankengeld bezogen werden kann, hängt von der Dauer der Erkrankung, der Familiensituation, der Gültigkeit des Attests und den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. So hat der Gesetzgeber wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie für das Jahr 2021 eine längere Bezugsdauer festgelegt.       

Regeln für Corona-Kinderkrankengeld 2021

  • Geltungsdauer: 5. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
  • Anspruch:20 statt 10 Tage pro Jahr je Elternteil 
  • Alleinerziehende 40 Tage pro Jahr ( max. 45 Tage bei 3 oder mehr Kindern


Kinderkrankengeld 2021

Während der Corona-Pandemie wurde der Anspruch auf Kinderkrankengeld für das Kalenderjahr 2021 ausgeweitet. Dazu wurde die Anspruchsdauer jeweils verdoppelt. Für jeden gesetzlich versicherten Elternteil gilt ein Gesamtanspruch von 20 Tagen pro Jahr – Alleinerziehende haben 40 Tage Anspruch.

Um den Bedarf für diese Leistung geltend zu machen, ist eine ausgefüllte (Musterbescheinigung) mit einem Stempel der Schule oder der Kita / Betreuungseinrichtung bei der Krankenkasse einzureichen.

Gründe für Corona-Kinderkrankengeld Auf der Musterbescheinigung können gegenüber der Krankenkasse insgesamt sechs Gründe für die Beantragung des Corona-Kinderkrankengeldes angegeben werden:
  • Schließung der Betreuungseinrichtung/Schule aus Gründen des Infektionsschutzes
  • Untersagung des Betretens der Betreuungseinrichtung/Schule (Infektionsschutz)
  • Anordnung bzw. Verlängerung von Betriebsferien/Schulferien (Infektionsschutz)
  • Zugangsbeschränkung zum Kinderbetreuungsangebot aus Gründen des Infektionsschutze
  • behördliche Empfehlung gegen Besuch der Betreuungseinrichtung (Infektionsschutz)
  • Aufhebung der Präsenzpflicht in der Schule aus Gründen des Infektionsschutzes

Wenn Eltern bei Erkrankung eines Kindes das Kinderkrankengeld beantragen, ist weiterhin eine ärztliche Bescheinigung dafür vorzulegen ( keine Bescheinigung der Kita oder Schule ).



Antrag auf Corona-Kinderkrankengeld

Antrag auf Kinderkrankengeld bei pandemiebedingter Betreuung des Kindes nach § 45 Abs. 2a SGB V

Antrag Corona-Kinderkrankengeld AOK

Antrag Corona-Kinderkrankengeld TK

Antrag Corona-Kinderkrankengeld DAK

Antrag Kinderkrankengeld BARMER

Antrag Kinderkrankengeld AOK Plus

Antrag Corona-Kinderkrankengeld IKK gesund plus

Antrag Corona-Kinderkrankengeld hkk


Musteransicht eines Kinderkrankenscheins
Vorderseite: Kinderkrankenschein  | Rückseite: Antrag auf Kinderkrankengeld (Quelle: KZBV)













Fragen zum Kinderkrankengeld

Wie lange erhält man regulär Kinderkrankengeld?

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht pro Kalenderjahr für maximal 10 Arbeitstage, bei alleinerziehenden Versicherten sind es maximal 20 Tage. Als Elternteil erhalten Sie bei mehr als zwei Kindern höchstens 25 Tage Krankengeld im Kalenderjahr, als Alleinerziehender sind es maximal 50 Tage. Wenn in dieser Zeit kein Lohn gezahlt wird, kann das Kinderpflegekrankengeld beantragt werden.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Die jetzigen Regelungen zur Berechnung des Kinderkrankengeldes gelten seit 2015. Den Berechnungen wird jetzt das ausgefallene Arbeitsentgelt während der Freistellung zu Grunde gelegt. Auf der Website der Barmer können Sie das Kinderkrankengeld berechnen:

>> Kinderkrankengeld Rechner (BARMER)

Gezahlt werden von der Krankenkasse maximal 90 % beziehungsweise 100 % des Nettoarbeitsentgelts. 100 % hingegen sind es, wenn in den letzten 12 Monaten vor Beziehen des Krankengelds Einmalzahlungen durch den Arbeitgeber erfolgten. Wie beim gewöhnlichen Krankengeld werden auch hierbei Sozialversicherungsbeiträge (außer zur Krankenversicherung) fällig. Die kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung, die 2021 bei 161,25 liegt, darf durch das Krankengeld nicht überschritten werden.

Gibt es Unterschiede von Krankenkasse zu Krankenkasse?

Nein. Der Anspruch Anspruch auf Kinderkrankengeld ist einheitlich und unabhängig von der Mitgliedschaft. Egal ob AOK, TK , DAK oder Barmer - Anspruch, Antragstellung und Höhe des gezahlten Kinderkrankengeldes sind gleich.

Was gilt für das Kinderkrankengeld in der Steuererklärung?

Das Kinderkrankengeld zählt zu den Lohnersatzleistungen der Krankenkassen und muss daher wie das klasssische Krankengeld in der jährlichen Steuererklärung bei den zu versteuernden  Einnahmen angegeben werden.

Welche sonstigen Abgaben muss ich auf das Kinderkrankengeld leisten?

Auf des Kinderkrankengeld werden von den Versicherten SV-Beiträge zur Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Und Arbeitslosenversicherung abgeführt. Ein beitrag zur Krankenversicherung wird hingegen nicht erhoben.


Kann ich im Minijob Kinderkrankengeld erhalten?

Ja. Der Anspruch gilt bei Minijob, solang eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse vorliegt, entweder durch einen zweiten versicherungspflichtigen Job oder als freiwillig versichertes Mitglied mit Krankengeldanspruch.

 

 

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