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Kinderkrankengeld

Kinderkrankengeld

Das Kinderkrankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für berufstätige Eltern. Im Unterschied zum herkömmlichen Krankengeld wird es ausschließlich nur bei Erkrankung eines Kindes gewährt. Anspruch, Dauer und Leistungshöhe sind in § 45 des V. Sozialgesetzbuches geregelt. Der Anspruch auf reguläres Krankengeld bleibt durch den Bezug von Kinderkrankengeld unberührt.

   

Voraussetzungen für den Anspruch auf Kinderkrankengeld

Eltern haben Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn ein Kind krank ist und keiner der beiden Elternteile ohne Freistellung von der Arbeit in der Lage ist, das Kind während der Krankheit zu Hause zu betreuen. Das bedeutet, dass beide Eltern berufstätig sein müssen und das Kind gesetzlich über einen der beiden Elternteile versichert ist. Für den Anspruch gilt eine Altersgrenze von 12 Jahren. Weiterhin muss ein gültiges ärztliches Attest vorliegen,  das als spezielles Formular unter der Bezeichnung 'Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes' gebräuchlich ist oder kurz Kinderkrankenschein genannt wird.    

Höhe und Leistungsdauer beim Kinderkrankengeld

Regulär werden von der Krankenkasse maximal 90 % des Nettoarbeitsentgelts gezahlt. Bis zu 100 % sind es, wenn in den letzten 12 Monaten zuvor Einmalzahlungen vom Arbeitgeber erfolgten.

Leistungsdauer bei Kinderkrankengeld

Wie lange das Kinderkrankengeld bezogen werden kann, hängt von der Dauer der Erkrankung, der Familiensituation, der Gültigkeit des Attests und den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. So hat der Gesetzgeber wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie für das Jahr 2021 eine längere Bezugsdauer festgelegt.         

Kinderkrankengeld während der Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie wurde der Anspruch auf Kinderkrankengeld ausgeweitet. Dazu wurde die Anspruchsdauer jeweils verdoppelt. Für jeden gesetzlich versicherten Elternteil gilt ein Gesamtanspruch von 20 Tagen pro Jahr – Alleinerziehende haben 40 Tage Anspruch.

Der längere Anspruch soll Lockdown-betroffenen Eltern helfen, das Homeschooling zu leisten, ohne ihren Beruf dafür einzuschränken oder aufgeben zu müssen. Im Unterschied zum regulären Kinderkrankengeld gilt ein Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Schulen oder Kitas geschlossen bleiben müssen. Beantragt wird das Corona-Kinderkrankengeld bei der gesetzlichen Krankenkasse. Dazu ist ein Nachweisformular (Musterbescheinigung) mit einem Stempel der Schule oder der Kita / Betreuungseinrichtugn einzureichen. 

Wie lange erhält man Kinderkrankengeld?

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht pro Kalenderjahr für maximal 10 Arbeitstage, bei alleinerziehenden Versicherten sind es maximal 20 Tage. Als Elternteil erhalten Sie bei mehr als zwei Kindern höchstens 25 Tage Krankengeld im Kalenderjahr, als Alleinerziehender sind es maximal 50 Tage. Wenn in dieser Zeit kein Lohn gezahlt wird, kann das Kinderpflegekrankengeld beantragt werden.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Die jetzigen Regelungen zur Berechnung des Kinderkrankengeldesgelten seit 2015. Den Berechnungen wird jetzt das ausgefallene Arbeitsentgelt während der Freistellung zu Grunde gelegt.

Gezahlt werden von der Krankenkasse maximal 90 % beziehungsweise 100 % des Nettoarbeitsentgelts. 100 % hingegen sind es, wenn in den letzten 12 Monaten vor Beziehen des Krankengelds Einmalzahlungen durch den Arbeitgeber erfolgten. Wie beim gewöhnlichen Krankengeld werden auch hierbei Sozialversicherungsbeiträge (außer zur Krankenversicherung) fällig. Die kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung, die 2017 bei 101,50 € liegt, darf durch das Krankengeld nicht überschritten werden.


Was gilt für das Kinderkrankengeld in der Steuererklärung?

Das Kinderkrankengeld zählt zu den Lohnersatzzahlungen und muss daher wie das klasssische Krankengeld in der jährlichen Steuererklärung angegeben werden.

Welche sonstigen Abgaben muss ich auf das Kinderkrankengeld leisten?

Auf des Kinderkrankengeld werden von den Versicherten SV-Beiträge zur Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Und Arbeitslosenversicherung abgeführt. Ein beitrag zur Krankenversicherung wird hingegen nicht erhoben.

 

 

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