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Ermäßigter Beitragssatz

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) finanzieren sich hauptsächlich durch Zuschüsse des Bundes und Beiträge der Versicherten. Die Versichertenbeiträge setzen sich wiederum aus zwei Komponenten zusammen: zum einen aus dem Beitragssatz und zum anderen aus dem Zusatzbeitrag.

Innerhalb des Beitragssatzes der GKV werden der allgemeine Beitragssatz und der ermäßigte Beitragssatz voneinander unterschieden werden. Der allgemeine Beitragssatz, dessen Höhe gesetzlich auf 14,6 % festgelegt ist, gilt für Pflichtversicherte, freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld und Rentner.

Demgegenüber gilt der ermäßigte Beitragssatz für Versicherte, die gemäß § 44 II SGB V keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Hierzu zählen insbesondere Selbstständige, die auf die Auszahlung von Krankengeld verzichtet haben, und Empfänger von Arbeitslosengeld II. Für Studierende, die das 14. Fachsemester abgeschlossen haben oder das 30. Lebensjahr vollendet haben, gilt die studentische Pflichtversicherung nicht mehr; sie zahlen dann ebenfalls den ermäßigten Beitragssatz. Auch Hausfrauen bzw. Hausmänner, geringfügig Beschäftigte mit Minijob und Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis auf weniger als 10 Wochen befristet ist, müssen nur den ermäßigten Beitragssatz zur Krankenversicherung entrichten, ebenso wie beschäftigte Altersrentner.

Die Höhe des ermäßigten Beitragssatzes liegt seit 2015 bei 14,0% des Bruttogehalts und ist gesetzlich in § 243 SGB V festgeschrieben. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitragssatz jeweils zur Hälfte, d.h. der Arbeitnehmeranteil beträgt 7,0%. Hinzu kommt der von den Krankenkassen individuell festgelegte Zusatzbeitrag, den der Versicherte jedoch allein tragen muss.

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