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Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), auch Versicherungspflichtgrenze genannt, legt fest, ab welcher Höhe des jährlichen Brutto-Arbeitsentgelts ein Beschäftigter nicht mehr versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung ist und somit zwischen einer privaten Krankenversicherung und einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung wählen kann. Unterschieden wird zwischen einer allgemeinen und besonderen Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die besondere JAEG gilt für Personen, die am 31.12.2002 krankenversicherungsfrei und privat krankenversichert waren.


Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird jedes Jahr neu festgelegt. 2017 beträgt die allgemeine JAEG 57.600 Euro und die besondere JAEG 52.200 Euro. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Beitragsbemessungsgrenze.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Jahresarbeitsentgeltgrenze seit 2010:
 


Zum Jahresarbeitsentgelt zählen neben dem Zwölffachen des zuletzt vertraglich vereinbarten monatlichen Bruttogehalts auch Einmalzahlungen und andere Zuschläge, wie z.B.

  • Weihnachtsgeld,
  • Urlaubsgeld,
  • Überstundenvergütungen (sofern regelmäßig ein Pauschalbetrag gezahlt wird),
  • Sachbezüge und
  • andre vermögenswirksame Leistungen.

Übt ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse aus, sind die Arbeitsentgelte aller Beschäftigungen aufzuaddieren. Nicht berücksichtigt wird eine neben der Hauptbeschäftigung bestehende selbstständige Tätigkeit oder eine geringfügige Beschäftigung.

Wer am Ende eines Kalenderjahres die Jahresarbeitsentgeltgrenze des abgelaufenen Jahres überschreitet wird versicherungsfrei, vorausgesetzt, sein voraussichtliches Bruttogehalt liegt auch im neuen Jahr über der für dieses Jahr geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze.

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