Hauptregion der Seite anspringen
Werbung

Aufzahlung

Eine Aufzahlung ist von den Versicherten immer dann zu leisten, wenn der Verkaufspreis eines Medikaments über dem Betrag liegt, den die Krankenkassen für ein Arznei- oder Hilfsmittel maximal übernehmen (Festbetrag). Liegt der Preis eines ärztlich verschriebenen Medikaments oder Hilfsmittels über dem Festbetrag, muss diese Differenz von Versicherten als sogenannte Aufzahlung getragen werden.

Eine Befreiung von der Aufzahlung ist nicht möglich. Grundsätzlich kann sich der Versicherte auch für ein Medikament entscheiden, dessen Preis unter dem Festpreis liegt. Apotheken haben die Möglichkeit, das ärztlich verordnete Arzneimittel gegen ein wirkstoffgleiches, aber günstigeres Präparat auszutauschen. Auf diese Weise können Versicherte eine Aufzahlung vermeiden. Hat der Arzt den Austausch des Medikaments allerdings ausgeschlossen, indem er auf dem Rezept das Feld „aut idem“ durchstreicht, darf die Apotheke kein anderes Arzneimittel abgeben. Fällt für dieses Medikament eine Aufzahlung an, muss der Versicherte die Kosten tragen.

Die Aufzahlung ist zusätzlich zu der vorgeschriebenen Zuzahlung zu leisten. das gilt sogar dann, wenn eine Zuzahlungsbefreiung vorliegt.

Abgrenzung zur Zuzahlung

Mit der Aufzahlung nicht zu verwechseln ist die gesetzlich festgelegte Zuzahlung für Medikamente und Hilfsmittel.

Bei der Zuzahlung handelt es sich um eine finanzielle Selbstbeteiligung der Versicherten an den Kosten der Kassenleistungen. Im Gegensatz zur Aufzahlung ist die Zuzahlung gesetzlich festgelegt.

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5

4180 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.