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Sozialversicherungsnummer

Die Sozialversicherungsnummer wird auch als Rentenversicherungsnummer (RVNR) bezeichnet und dient der Identifikation einer Person im Sozialversicherungssystem. Mit Hilfe dieser Kennzeichnung sammelt die Rentenversicherung verschiedene Informationen, die für die Durchführung der Versicherung und die Inanspruchnahme bzw. Gewährung von Leistungen relevant sind.

Vergabe der Sozialversicherungsnummer

Die SV-Nummer (Rentenversicherungsnummer) wird automatisch durch die Träger der Rentenversicherung vergeben, ein Antrag ist nicht erforderlich. Wird erstmalig ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufgenommen, wird durch eine Meldung des Arbeitgebers an die Krankenkasse die Vergabe der Nummer durch den Rentenversicherungsträger veranlasst. Anschließend erhält der versicherte Arbeitnehmer seinen Sozialversicherungsausweis, in welchem seine Rentenversicherungsnummer angegeben ist.

Seit 2005 wird die Sozialversicherungsnummer bereits mit der Geburt zugeteilt, sodass auch Neugeborene einen Sozialversicherungsausweis inklusive Rentenversicherungsnummer bekommen.

Änderung der SV-Nummer

Hat ein Versicherter seine individuelle Rentenversicherungsnummer erhalten, behält er diese grundsätzlich für sein ganzes Leben. Eine Änderung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, wenn eine Nummer beispielsweise mehrfach vergeben wurde oder das Geburtsdatum falsch eingetragen ist.


Aufbau der Sozialversicherungsnummer

Welche Informationen die 12- stellige Versicherungsnummer enthält, ist gesetzlich vorgegeben (§ 147 SGB VI in Verbindung mit § 2 der Verordnung über die Versicherungsnummer, die Kontoführung und den Versicherungsverlauf in der gesetzlichen Rentenversicherung) und ihr Aufbau stets gleich:

Schematischer Aufbau: XX TTMMJJ A YY Z

Mit den ersten beiden Stellen (XX) wird die Bereichsnummer des zuständigen Rentenversicherungsträgers angegeben.
Die Stellen 3 bis 8 (TTMMJJ) geben Auskunft über das Geburtsdatum des Versicherten, wobei Geburtstag und -monat jeweils zweistellig sowie die letzten beiden Zahlen des Geburtsjahres angegeben werden. Danach folgt der Anfangsbuchstabe des Geburtsnamens (A). Bei der zweistelligen Nummer an den Stellen 10 und 11 (YY) handelt es sich um eine Seriennummer, die Auskunft über das Geschlecht gibt: Für männliche Versicherte werden die Zahlen 00-49 verwendet, weiblichen Versicherten die Zahlen 50-99. An letzter Stelle steht ein Prüfziffer (Z).

Sozialversicherungsnummer herausfinden

Jedem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer wird von seiner Rentenversicherung sein Sozialversicherungsausweis zugeschickt. Auf diesem ist die ihm zugeordnete Versicherungsnummer angegeben. Die Ausstellung des Sozialversicherungsausweises erfolgt automatisch von Amts wegen. Wird ein neuer Sozialversicherungsausweis benötigt, kann eine Neuausstellung bei der Rentenversicherung beantragt werden.

Außerdem kann die Rentenversicherungsnummer jedem Schreiben der Rentenversicherung, einer Lohnabrechnung und der Meldung zur Sozialversicherung entnommen werden. Alternativ können Versicherte ihre Versicherungsnummer auch bei der Rentenversicherung oder ihrer Krankenkasse abfragen.

Mitführungspflicht für den Sozialversicherungsausweis

Früher waren Beschäftigte bestimmter Wirtschaftsbereiche und -zweige verpflichtet, ihren Sozialversicherungsausweis mit einem Passfoto während der Ausübung ihrer Beschäftigung bei sich zu führen und gegebenenfalls vorzulegen.

Zum 1. Januar 2009 ist diese Mitführungspflicht entfallen.

Seitdem genügt es, wenn Arbeitnehmer der folgenden Branchen und Bereiche ihren Personalausweis oder Pass bzw. einen Ausweis- oder Passersatz bei sich führen:

 

  • Baugewerbe
  • Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
  • Personenbeförderungsgewerbe
  • Speditions-, Transport- und damit verbundenes Logistikgewerbe
  • Schaustellergewerbe
  • Unternehmen der Forstwirtschaft
  • Gebäudereinigungsgewerbe
  • Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen
  • Fleischwirtschaft

 Ziel dieser Regelung ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit

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