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Krankenschein

Der Krankenschein, der auch auch als Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ( AU-Bescheinigung) oder gelber Schein bezeichnet wird, belegt dem Arbeitgeber und der Krankenkasse, dass ein Arbeitnehmer seiner Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht nachgehen kann.  

Was steht auf dem Krankenschein?

Man erhält den Krankenschein von seinem Arzt. Es handelt sich hierbei um ein selbstdurchschreibendes Formular. Die Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit umfasst vier Seiten: Die erste Seite erhält die Krankenkasse, die zweite ist der Durchschlag für den Arbeitgeber, die dritte ist der Durchschlag für den Versicherten. Die letzte Seite behält der Arzt, der die Bescheinigung ausstellt, für die Krankenakte.
Während die Seite für den Arbeitgeber keine Angaben zur Diagnose (Diagnoseschlüssel) enthält, ist diese auf dem Schein für die Krankenversicherung vermerkt.

Krankenschein: Was muss bei wem eingereicht werden?

Arbeitgeber müssen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung spätestens am auf den dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit folgenden Arbeitstag erhalten. Allerdings können Vorgesetzte bereits vorher den Schein fordern, daher sollte man sich frühzeitig darüber erkundigen, welche Frist im jeweiligen Unternehmen oder Betrieb gilt.  

Für einen Anspruch auf Krankengeld nach Ende der Lohnfortzahlung muss auch die Krankenkasse einen Krankenschein erhalten, und zwar innerhalb von sieben Tagen nach Krankmeldungsbeginn.

Wer muss einen Krankenschein einreichen?

Arbeitgeber müssen sich bei Arbeitsunfähigkeit stets einen Krankenschein ausstellen lassen. Als Arbeitnehmer gelten alle Personen, die in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehen. Auch in Teilzeit Beschäftigte, Minijobber sowie Leistungsbezieher nach dem Altersteilzeitgesetz gehören hierzu. Empfänger von Arbeitslosengeld I und II benötigen ebenfalls den Nachweis, den sie bei der Bundesagentur für Arbeit einreichen müssen.

Folgebescheinigung

Dauert die Krankheit länger an, als es vom Arzt im Krankenschein vermerkt wurde, muss der Arbeitnehmer erneut den Arzt aufsuchen und sich eine Folgebescheinigung mit dem Ende der voraussichtlichen Arbeitsunfähigkeit ausstellen lassen. Diese muss dem Arbeitgeber ebenfalls vorgelegt werden.

Krankenschein: Was ist erlaubt?

Auch Personen, die krankgeschrieben sind, dürfen Freizeitaktivitäten nachgehen, sofern diese ihre Gesundwerdung nicht negativ beeinflussen. Eine verfrühte Wiederaufnahme der Arbeit (der Betroffene ich noch krankgeschrieben) ist grundsätzlich nicht verboten, da eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht mit einem Arbeitsverbot gleichzusetzen ist.
Ist ein Angestellter krank und kann daher seiner Arbeit nicht nachgehen, darf er trotzdem seinen geplanten Urlaub machen. Auch dieser darf allerdings keinen negativen Einfluss auf den Genesungsprozess haben.

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