Werbung

Festbetrag

Der Festbetrag definiert den Höchstbetrag, den die gesetzlichen Krankenkassen maximal für ein Arznei- oder Hilfsmittel bezahlen. Wenn der Verkaufspreis des Medikamentes den Festbetrag übersteigt, muss der Patient entweder die Differenz eigenständig zahlen oder er erhält ein anderes, gleichwertiges Arzneimittel ohne Aufzahlung.


Zur Festlegung von Festbeträgen von Arzneimitteln erstellt der Gemeinsame Bundesausschuss zunächst Gruppen von Arzneimitteln, die sich in Wirkung und den enthaltenen Wirkstoffen ähneln. Unterschieden werden hierbei drei Gruppen, die sich auf die jeweilige Wirkung beziehungsweise auf die Wirkstoffe bezieht. Die erste Gruppe bilden Medikamente mit identischen Wirkstoffen. Gruppe zwei bezieht sich auf Mittel, die pharmakologisch-therapeutisch gleichwertig sind, in denen also chemisch verwandte Stoffe zu finden sind. Die dritte Gruppe beinhaltet Arzneimittel mit therapeutisch vergleichbarer Wirkung.


In einem zweiten Schritt bestimmt der GKV-Spitzenverband für jede dieser Gruppen einen angemessenen Festbetrag. Die Angemessenheit bezieht sich auf bestimmte Anforderungen: Zum einen sollen die Festbeträge eine qualitativ gesicherte Versorgung gewährleisten, dabei aber zweckmäßigen und wirtschaftlichen Anforderungen genügen. Zum anderen sollen sie der Ausschöpfung von wirtschaftlichen Reserven und einem wirksamen Preiswettbewerb dienen und weiterhin eine angemessen preisgünstige Versorgung ermöglichen.


Außerdem bestimmt der GKV-Spitzenverband die Hilfsmittel, für die Festbeträge festgesetzt sind. Wird der Festbetrag überschritten, weil der Versicherte auf diese Versorgung besteht, müssen die Mehrkosten vom Versicherten getragen werden. Festbeträge bestehen unter anderem für Hör- und Sehhilfen, Einlagen und bei Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie.