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Allgemeiner Beitragssatz

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der Anteil des Arbeitsentgelts, der an die Krankenversicherung abgeführt werden muss, um Mitglied in der GKV zu sein. Der Beitragssatz ist in Prozent angegeben, damit richten sich die real gezahlten Beiträge nach dem Einkommen der Versicherten. Allerdings werden bei den Berechnungen nur Einkünfte bis zu einer gesetzlich festgelegten Höhe berücksichtigt. Diese sogenannte Beitragsbemessungsgrenze liegt 2018 bei einem Jahreseinkommen von 53.100 Euro. Darüber liegendes Einkommen wird für die Beitragsberechnungen in der GKV nicht berücksichtigt.

Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze verwechselt werden. Diese Rechengröße wird auch Versicherungspflichtgrenze genannt und gibt an, ab welchem Einkommen die Pflichtversicherung in der GKV endet und sich Mitglieder entscheiden können, sich weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig zu versichern oder sich privat krankenversichern. 2018 liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze bei einem Jahreseinkommen von 59.400 Euro.

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird zwischen dem allgemeinen und ermäßigten Beitragssatz unterschieden. Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt für alle Arbeitnehmer und Selbstständige, die einen Anspruch auf Krankengeld haben. Das heißt, dass im Krankheitsfall die Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen fortgesetzt wird oder die Versicherten Anspruch auf Zahlung einer anderen versicherungspflichtigen Sozialleistung (§ 241 SGB V) haben. Auch Rentner zahlen den allgemeinen Beitragssatz.

Der Beitragssatz ist einheitlich bei allen gesetzlichen Krankenkassen und vom Gesetzgeber festgelegt. Er setzt sich je zur Hälfte aus einem Arbeitgeber- und einem Arbeitnehmeranteil von je 7,3 Prozent zusammen (AN-Anteil = 7,3%, AG-Anteil = 7,3%, Stand 2019) und beträgt insgesamt 14,6%. Darüber hinaus gibt es den kassenindividuellen Zusatzbeitrag, der von den gesetzlichen Krankenkassen festgelegt wird. Diese Beiträge sind ab 2019 jeweils zu 50 Prozent vom  Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen.. 2019 liegt der Durchschnitt des kassenindividuellen Zusatzbeitrags bei 0,9 Prozent. 

Für freiwillig versicherte Selbstständige, die auf einen Krankengeldanspruch verzichten sowie für Bezieher von Arbeitslosengeld II gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14,0% (Stand 2019).

Der allgemeine Beitragssatz hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:
 

Jahrallgemeiner Beitragssatz
201914,6% (AN-Anteil 7,3%, AG-Anteil 7,3%)
201814,6% (AN-Anteil 7,3%, AG-Anteil 7,3%)
201714,6% (AN-Anteil 7,3%, AG-Anteil 7,3%)
201614,6% (AN-Anteil 7,3%, AG-Anteil 7,3%)
201514,6% (AN-Anteil 7,3%, AG-Anteil 7,3%)
201415,5% (AN-Anteil 8,2%, AG-Anteil 7,3%)
201315,5% (AN-Anteil 8,2%, AG-Anteil 7,3%)
201215,5% (AN-Anteil 8,2%, AG-Anteil 7,3%)
201115,5% (AN-Anteil 8,2%, AG-Anteil 7,3%)
201014,9% (AN-Anteil 7,9%, AG-Anteil 7,0%)

 

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