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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist seit 1994 rechtlich verankert. Arbeitgeber haben ihren Arbeitnehmern Entgeltfortzahlung zu leisten, wenn diese arbeitsunfähig sind. Dies betrifft sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigte sowie Minijobber. Die Höhe der Zahlung erfolgt nach dem Lohnausfallprinzip. Das heißt, dass die Höhe der Vergütung entspricht, die dem vertraglich geregelten Lohn entspricht. Überstunden müssen nur berücksichtigt werden, wenn diese regelmäßig geleistet werden.

Folgende Voraussetzungen gelten für die Entgeltfortzahlung:

  • Das Arbeitsverhältnis muss seit mindestens 4 Wochen bestehen.
  • Der Beschäftigte muss arbeitsunfähig sein.
  • Die Ursache der vorliegenden Arbeitsunfähigkeit ist eine Krankheit, wobei diese nicht selbst verschuldet sein darf.

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht bis zu einer Dauer von 6 Wochen. Setzt sich die Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf dieser Zeit fort, erfolgt bei gesetzlich Versicherten in der Regel die Zahlung von Krankengeld durch die Krankenkasse. Kommt es später zu einer erneuten Arbeitsunfähigkeit aufgrund derselben Erkrankung, besteht ein neuer Anspruch auf die sechswöchige Entgeltfortzahlung, sofern seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit mindestens 12 Monate vergangen sind. Die Entgeltfortzahlung endet mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, es sei denn, die Kündigung erfolgte aufgrund der vorliegenden Erkrankung.

Im Falle einer Entgeltfortzahlung sind wie bei normalen Entgeltzahlungen Sozialversicherungsbeiträge zu leisten.