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Stufenweise Wiedereingliederung

Eine stufenweise Wiedereingliederung (auch „Hamburger Modell“ genannt) verfolgt das Ziel, einen Arbeitnehmer, der nach einer schweren Erkrankung arbeitsunfähig gemeldet ist, langsam und schrittweise wieder an die volle Arbeitsbelastung heranzuführen.

Ein Arzt muss dafür feststellen, dass der Versicherte seine bisherige Tätigkeit wieder teilweise verrichten kann und er durch eine stufenweise Wiederaufnahme seiner Tätigkeit voraussichtlich besser wieder in das Erwerbsleben eingegliedert werden kann. Der Arzt soll dabei auf der Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit Art und Umfang der möglichen Tätigkeit angeben. Zusätzlich sollte er in geeigneten Fällen die Stellungnahme des Betriebsarztes oder mit Zustimmung der Krankenkasse die Stellungnahme des Medizinisches Dienstes einholen. Eine stufenweise Wiedereingliederung kann nur erfolgen, wenn der Arbeitgeber dieser Maßnahme zustimmt. Wird dem Arbeitnehmer eine stufenweise Wiedereingliederung vorgeschlagen, kann er selbst entscheiden, ob er dieses Angebot annimmt oder ablehnt. Sollte er sich dagegen entscheiden, hat das keine negativen Konsequenzen für ihn. Ihm wird trotzdem bis zu seiner Genesung Kranken- bzw. Übergangsgeld gezahlt.

Während der Zeit der stufenweisen Wiedereingliederung erhält der Versicherte Kranken- oder Übergangsgeld.