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Anschlussrehabilitation

Eine Anschlussrehabilitation oder Anschlussheilbehandlung (AHB) schließt sich unmittelbar an eine stationäre Behandlung im Krankenhaus an. Die AHB kommt nur bei bestimmten Erkrankungen in Betracht und dient der raschen und sozialen Wiedereingliederung in Beruf und Gesellschaft. Ob eine AHB erforderlich ist stellt das Krankenhaus fest. Die Dauer der Anschlussrehabilitation beträgt in der Regel drei Wochen. Sie kann sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden.

Der Kostenträger einer Anschlussrehabilitation hängt vom Ziel der Behandlung ab:

  • Die Krankenkasse ist zuständig, sofern die Anschlussrehabilitation vorrangig der Wiederherstellung der Gesundheit dient.
  • Der Rentenversicherungsträger ist zuständig, sofern die Anschlussrehabilitation in erster Linie der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit dient.
  • Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten.


Neben den genannten Institutionen können in manchen Fällen auch die Agentur für Arbeit oder Sozial- und Jugendämter für die Kosten der Anschlussrehabilitation verantwortlich sein.


Bei der Antragstellung müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, unter anderen müssen innerhalb der letzten zwei Jahren in 6 Kalendermonaten Pflichtbeiträge bezahlt worden sein. Während der Anschlussrehabilitation, ebenso wie bei einem Krankenhausaufenthalt, fällt eine tägliche Zuzahlung in Höhe von 10 Euro an. Übernimmt der Rentenversicherungsträger die Kosten für die AHB sind die Zuzahlungen auf maximal 14 Tage im Kalenderjahr begrenzt. Bei der Krankenkasse sind es 28 Tage. In einigen Fällen ist eine Befreiung von der Zuzahlung durch die Rentenversicherung möglich.

 

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