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Personengruppenschlüssel

Der Personengruppenschlüssel ist ein dreistellig codiertes numerisches Element im Meldeverfahren zur Sozialversicherung. Der Personengruppenschlüssel ermöglicht die Zuordnung von Informationen, insbesondere zu Art, Umfang und Besonderheiten der ausgeübten Beschäftigung sowie zum SV-Status des Versicherten, unabhängig zum Tätigkeitsschlüssel. Bei den einzelnen Personengruppenschlüsseln sind unterschiedliche Meldezeiträume zu beachten, abhängig davon, wann der Personengruppenschlüssel eingeführt wurde.

Personengruppen

Zu folgenden Personengruppen können Angestellte durch den Personengruppenschlüssel zugeordnet werden:

Schlüssel 
101Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale
102Auszubildende
103Beschäftigte in Altersteilzeit
104Hausgewerbetreibende
105Praktikanten
106Werkstudenten
107Jugendhilfe oder in Werkstätte für behinderte Menschen
108Bezieher von Vorruhestandsgeld
109Geringfügig entlohnte Beschäftigte
110Kurzfristig Beschäftigte
111Berufsfördernde Maßnahmen zur Reha
112Mitarbeitende Familienangehörige in der Landwirtschaft
113Nebenerwerbslandwirte
114Nebenerwerbslandwirte - saisonal beschäftigt
116Ausgleichsempfänger nach dem FELEG
118Unständig Beschäftigte
119Versicherungsfreie Altersvollrentner
120Versicherungspflichtige Altersvollrentner
121Auszubildende, innerhalb der Geringverdienergrenze
122Auszubildende in einer außerbetrieblichen Einrichtung
123Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr/Bundesfreiwilligendienst
124Heimarbeiter ohne Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
190Ausschließlich in der gesetzlichen Unfallversicherung versicherte Personen
901Nicht sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, Sonderfälle


Personengruppenschlüssel nach DEÜV

DEÜV ist die Abkürzung für Datenerfassungs- und –übermittlungsverordnung und ist von elementarer Wichtigkeit für die Buchhaltung von Unternehmen. Der vollständige Titel der DEÜV lautet: Verordnung über die Erfassung und Übermittlung von Daten für die Träger der Sozialversicherung. Durch die DEÜV werden unter anderen bestimmte Daten der Angestellten an die Sozialversicherungsträger weitergeleitet. Auf der anderen Seite bekommen die Unternehmen von der DEÜV beim zuständigen Unfallversicherungsträger auch Betriebsnummern oder Mitgliedsnummern zugeordnet.

Arbeitsentgelt

Generell gibt der Personengruppenschlüssel keine Auskunft über das erwirtschaftete Arbeitsentgelt. Bei einigen Personengruppen kann der Schlüssel jedoch Auskunft über das Arbeitsentgelt geben, bzw. Informationen enthalten, wie viel sie maximal verdienen. Dazu gehören unter anderem:

109 - Geringfügig entlohnte Beschäftigte: hier darf das monatliche Entgelt 450 Euro regelmäßig nicht übersteigen

121 - Auszubildende, innerhalb der Geringverdienergrenze: Auszubildende, deren monatliches Arbeitsentgelt bei maximal 325 Euro liegt

Tätigkeitsschlüssel

Der Tätigkeitsschlüssel enthält im Vergleich zum Personengruppenschlüssel mehr Informationen zur konkreten Tätigkeit des Arbeitnehmers. Der Tätigkeitsschlüssel umfasst neun Ziffern und gehört zu den Meldungen zur Sozialversicherung, die der Arbeitgeber an die Krankenkasse übermitteln muss.

Der Tätigkeitsschlüssel setzt sich wie folgt zusammen:

ZiffernBedeutung
1 - 5ausgeübter Beruf
6höchster allgemeinbildender Schulabschluss
7höchster beruflicher Ausbildungsabschluss
8Tätigkeit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, 1 = nein, 2 = ja
9Vertragsform (bspw. Voll-/Teilzeit)

 

Beitragsgruppenschlüssel

Neben dem Personengruppen- und Tätigkeitsschlüssel, ist der Beitragsgruppenschlüssel ein weiterer wichtiger numerischer Schlüssel für die Lohnabrechnung. Dieser besteht aus vier Ziffern und enthält kodierte Informationen zu den Beitragssätzen in der Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung.

 

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