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Rezeptgebühr

Als Rezeptgebühr wird der Eigenanteil bezeichnet, den gesetzlich Versicherte für verschreibungspflichtige Medikamente und Arzneimittel zuzahlen müssen.

Höhe der Zuzahlung

Die Höhe der Zuzahlung ist in § 61 SGB V geregelt.
Danach tragen Versicherte grundsätzlich 10 Prozent des Arzneimittelabgabepreises selbst, mindestens allerdings 5 Euro und höchstens 10 Euro.
Liegt der Preis des Arzneimittels unter 5 Euro, müssen Versicherte die Kosten vollständig übernehmen.

Diese Rezeptgebühr fällt für jedes, von einem Arzt verordnete Medikament gesondert an, auch wenn auf einem Rezept mehrere Arzneimittel verschrieben werden.

Entrichten der Rezeptgebühr

Üblicherweise wird die Rezeptgebühr in der Apotheke entrichtet, in der das Rezept eingelöst und das Medikament erworben wird.
Erhoben wird die Rezeptgebühr allerdings von den Krankenkassen, denen die Gebühr von den Apotheken weitergeleitet wird.

Beispiele für Zuzahlungen

Kosten des Medikaments Anteil des Versicherten
75 Euro 7,50 Euro
(10 % des Arzneimittelabgabepreises)       
13 Euro5 Euro (Mindestzuzahlung)
200 Euro 10 Euro (höchste Zuzahlung)  
4 Euro 4 Euro (voller Preis)    


   
 

 

 

 

 

 

Zuzahlungsbefreiung und andere Ausnahmeregelungen

Verordnet ein Arzt ein Medikament, dessen Kosten über dem Festbetrag liegen, welchen die Krankenkassen übernehmen, müssen Versicherte die Differenz zwischen diesem Festbetrag und dem Abgabepreis zusätzlich zur Rezeptgebühr selbst bezahlen (sogenannte Aufzahlung).

  • Von der Zuzahlung befreit sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
     
  • Der GKV-Spitzenverband hat die Möglichkeit, Medikamente von der Zuzahlung zu befreien, wenn sie mindestens 30 Prozent günstiger sind als der vereinbarte Festbetrag.
  • Krankenkassen können daneben Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern abschließen und ihren Versicherten im Rahmen dessen die Zuzahlung ganz oder teilweise erlassen.
  • Eine Rezeptgebührenbefreiung ist darüber hinaus in besonderen Härtefällen möglich.
  • Überschreiten die Zuzahlungen im Kalenderjahr die Belastungsgrenze von zwei Prozent der Bruttoeinnahmen aller im Haushalt lebenden Personen bzw. von einem Prozent bei chronisch Kranken, können sich Versicherte auf Antrag bei ihrer Krankenkasse für das restliche Kalenderjahr von weiteren Zuzahlungen befreien lassen.

 

 

 

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