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Freie Arztwahl

Grundsätzlich können Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung den behandelnden Arzt frei wählen. Das gilt für die zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Ärzte, den medizinischen Versorgungszentren, Krankenhäusern sowie den zum ambulanten Operieren zugelassenen Krankenhäusern. Andere Ärzte dürfen nur in Notfällen in Anspruch genommen werden.


Wird ohne zwingenden Grund ein anderer als der nächsterreichbaren an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, ärztlich geleiteten Einrichtungen oder medizinische Versorgungszentren in Anspruch genommen, hat der Versicherte die eventuellen Mehrkosten selbst zu tragen. Um unnötige Kosten durch Doppeluntersuchungen zu vermeiden, sollen Versicherte den Arzt innerhalb eines Kalendervierteljahres nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes wechseln.


Eine Ausnahme bei der freien Arztwahl ist die sogenannte hausarztzentrierte Versorgung, deren Teilnahme freiwillig ist. Die freie Wahl des Arztes ist hier eingeschränkt, weil sich die Mitglieder gegenüber ihrer Krankenversicherung dazu verpflichten, ambulante Facharztbehandlungen nur mit Überweisungsschein ihres frei gewählten und als Vertragsarzt zugelassenen Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Von dieser Regelung sind Gynäkologen und Augenärzte ausgenommen.

 

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