Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK)

Die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) ist eine berufsständische und gesetzliche Krankenkasse und demzufolge nicht frei wählbar. Berufsständische Krankenkassen versichern immer nur bestimmte Berufsgruppen und bieten auf den Beruf angepasste Versicherungstarife an. Die LKK ist Teil der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Im Jahr 2025 waren rund 480.000 Menschen bei der LKK versichert.
Voraussetzungen für eine Krankenversicherung bei der LKK
Um bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) pflichtversichert zu sein, müssen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Versicherung als landwirtschaftliche Unternehmerin oder landwirtschaftlicher Unternehmer erfüllt sein. Dazu gehört unter anderem, dass das land- oder forstwirtschaftliche Unternehmen eine bestimmte Mindestgröße erreicht. Die maßgeblichen Mindestgrößen unterscheiden sich je nach Art der Bewirtschaftung (Landwirtschaft einschließlich Grünland z. B. 8 ha).
Wird die Mindestgröße nicht erreicht, kann unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem Versicherungspflicht bestehen. Dafür muss das Unternehmen mindestens die Hälfte der maßgeblichen Mindestgröße erreichen und der Lebensunterhalt muss überwiegend aus dem landwirtschaftlichen Unternehmen bestritten werden.
Die Mindestgröße für die Versicherungspflicht ist von der seit 2025 geltenden Neuregelung der Beitragsberechnung zu unterscheiden. Seit dem 1. Januar 2025 wird der Beitrag der LKK nicht mehr anhand des früheren „korrigierten Flächenwertes“ berechnet. Stattdessen ist das Standardeinkommen der maßgebliche Beitragsmaßstab. Dabei werden unter anderem die bewirtschafteten Flächen und die im SVLFG-Kataster erfassten Tierbestände berücksichtigt. Für die einzelnen Nutzungsarten werden Standardeinkommenswerte pro Hektar beziehungsweise pro Tier angesetzt.
Welche Personengruppen gehören zur Versichertengemeinschaft der LKK?
Unternehmer und Unternehmerinnen aus den Bereichen
- Land- und Forstwirtschaft
- Garten- und Weinbau
- Obst- und Gemüsebau
- Fischzucht und Teichwirtschaft
- Binnenfischerei
- Imkerei
- Wanderschäferei
Beitragsbemessung in der LKK
In den frei wählbaren gesetzlichen Krankenkassen werden die Beiträge grundsätzlich anhand der beitragspflichtigen Einnahmen und des jeweiligen Beitragssatzes berechnet. Bei den in der LKK versicherten landwirtschaftlichen Unternehmerinnen und Unternehmern richtet sich die Beitragsbemessung dagegen nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des landwirtschaftlichen Unternehmens.
Wichtige Änderung seit 2025: Bis Ende 2024 wurden die Beiträge anhand des sogenannten „korrigierten Flächenwertes“ berechnet. Aufgrund der Änderungen durch die Grundsteuerreform standen die dafür benötigten Berechnungsgrundlagen ab 2025 nicht mehr zur Verfügung. Deshalb wurde der Beitragsmaßstab zum 1. Januar 2025 geändert.
Seit 2025 ist das Standardeinkommen der maßgebliche Beitragsmaßstab für die bei der LKK versicherten landwirtschaftlichen Unternehmerinnen und Unternehmer. Es bildet das typische Einkommenspotenzial eines landwirtschaftlichen Betriebs ab und wird anhand betriebswirtschaftlicher Daten ermittelt. Berücksichtigt werden unter anderem die bewirtschafteten Flächen und Tierbestände. Für die Berechnung werden grundsätzlich Durchschnittswerte der letzten drei Wirtschaftsjahre herangezogen; für die Forstwirtschaft gilt ein zehnjähriger Durchschnitt.
Auf Grundlage des ermittelten Standardeinkommens erfolgt die Zuordnung zu einer gesetzlich beziehungsweise satzungsrechtlich festgelegten Beitragstabelle mit 20 Beitragsklassen. Grundsätzlich gilt: Je höher das ermittelte Einkommenspotenzial des Unternehmens ist, desto höher ist die Beitragsklasse und damit der zu zahlende Beitrag.
Hier finden Sie die >> Beitragstabelle der LKK . (Stand 2026)
