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Arbeitgeberzuschuss

Wenn das jährliche Einkommen des Arbeitnehmers die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet ist der Arbeitnehmer versicherungsfrei und kann sich zwischen einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung entscheiden. In beiden Fällen gibt es einen Zuschuss vom Arbeitgeber, um die Kosten für die Krankenversicherung decken zu können. Die Regelung gilt ausschließlich für Arbeitnehmer, die die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten und nicht aus anderen Gründen versicherungsfrei sind, beispielsweise Beamte, Selbstständige oder Pensionäre.


Bei einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Zuschuss der Höhe des Arbeitgeberanteils in der gesetzlichen Pflichtversicherung, also beträgt der Zuschuss 7,3 Prozent des Einkommens. Maximal werden 52.200 Euro im Jahr berücksichtigt (Beitragsbemessungsgrenze). Bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist der Arbeitgeber verpflichtet die Hälfte der Beitragskosten zu übernehmen, maximal jedoch den Höchstbetrag, den für eine freiwillige Mitgliedschaft erforderlich wäre.


Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklungen des Arbeitgeberzuschusses seit 2010:


Darüber hinaus gelten folgende Bestimmungen für den Arbeitgeberzuschuss:

  • Der Arbeitgeberzuschuss geht nicht direkt an die PKV, sondern wird mit dem Gehalt an den Arbeitnehmer ausgezahlt.
  • Der Arbeitgeberzuschuss wird auch bei geringen Einkommen zwischen 450 und 800 EUR gezahlt.
  • Falls der Arbeitgeberzuschuss nicht in voller Höhe ausgeschöpft wird, kann es unter bestimmten Voraussetzungen auch einen weiteren Zuschuss (bis zur Erreichung des Maximums) für Familienangehörige geben.
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