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Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung dient in Deutschland der Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit. Sie bildet wie die Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung einen Zweig des deutschen Sozialversicherungssystems. Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung sind die Pflegekassen. Jeder Pflichtversicherte einer gesetzlichen Krankenkasse ist automatisch in der dieser Krankenkasse zugeordneten Pflegekasse pflegeversichert. Privat Krankenversicherte sind verpflichtet, sich bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen gegen Pflegebedürftigkeit abzusichern.

Leistungen der Pflegeversicherung

Aufgabe der Pflegeversicherung ist es, Pflegebedürftigkeit durch Prävention, medizinische Behandlung und Rehabilitation zu vermeiden. Die Gewährung von Leistungen erfolgt dabei grundsätzlich nur auf Antrag. Zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zählen u.a.:

  • Pflegegeld
  • Pflegesachleistungen
  • Teilstationäre Pflege (siehe Tagespflege / Nachtpflege)
  • Vollstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflege
  • Pflegehilfsmittel

Die Höhe der Leistungen ist abhängig von dem Grad der Pflegebedürftigkeit des Versicherten, dieser wird durch die Pflegestufe festgelegt.

Beiträge zur Pflegeversicherung

Seit dem 01.01.2017 gilt in der gesetzlichen Pflegeversicherung ein Beitragssatz von 2,55%, der in allen Bundesländern außer Sachsen zu gleichen Teilen vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen wird. Kinderlose Versicherte zahlen zudem einen Zuschlag von 0,25%:

 

Grundlage für die Beitragsberechnung sind die beitragspflichtigen Einnahmen des Versicherten, allerdings nur bis zur geltenden Beitragsbemessungsgrenze (2015: 4.125 Euro pro Monat). Familienversicherte zahlen wie in der gesetzlichen Krankenversicherung keine Beiträge zur Pflegeversicherung.

Die Beiträge in der privaten Pflegeversicherung sind – anders als in der gesetzlichen Pflegeversicherung – abhängig vom Alter des Versicherten.