Hauptregion der Seite anspringen
Werbung
  • Basistarif (PKV)
  • Beamte
  • Befreiung von der Versicherungspflicht
  • Behandlungsfall
  • Behandlungsfehler
  • Behandlungspflege
  • Beitragsbemessungsgrenze
  • Beitragsbonus für Arbeitgeber
  • Beitragseinzug
  • beitragsfrei versichert
  • Beitragsgruppenschlüssel
  • Beitragsnachweis
  • Beitragspflichtige Einnahmen
  • Beitragsrückerstattung
  • Beitragsrückzahlung
  • Beitragssatz
  • Beitragssatzstabilität
  • Beitragstragung
  • Beitragsüberwachung
  • Beitragszuschuss (Rentner)
  • Belastungsgrenze
  • Belegarzt
  • Berufsgenossenschaft
  • Berufskrankheit
  • Berufsunfähigkeit
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Betriebskrankenkassen
  • Betriebsprüfung
  • Betriebsstättenfall
  • Bezugsgröße
  • Bindungsfrist
  • BKK
  • Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten
  • Bonus Malus Regelung
  • Bonusheft
  • Bonusprogramm
  • Brillen und Kontaktlinsen
  • Bruttosozialprodukt
  • BU-Rente
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Bundesärztekammer
  • Bundesfreiwilligendienst
  • Bundesknappschaft
  • Bundesmantelvertrag
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Bundesministerium für Gesundheit
  • Bundesversicherungsamt
  • Bundesversicherungsanstalt für Angestellte
  • Bürgerentlastungsgesetz
  • Burnout-Syndrom
  • Menschen mit Behinderung
  • Basistarif (PKV)

    Der Basistarif ist der Grundabsicherungstarif in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Das Leistungsangebot im Basistarif entspricht in etwa dem der gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser Tarif ist brancheneinheitlich, das heißt, bei allen Gesellschaften zu den gleichen Konditionen abzuschließen.

    Jede private Krankenkasse ist gesetzlich dazu verpflichtet, einen solchen Basistarif anzubieten. Darüber hinaus darf der Antrag eines Versicherungsberechtigten auf Versicherung im Basistarif nicht abgelehnt werden, es herrscht der sogenannte Kontrahierungszwang.

    Beitragshöhe im Basistarif

    Die Höhe der zu zahlenden Beiträge im Basistarif hängen vom Eintrittsalter und dem Geschlecht des Versicherten ab, darf allerdings den in der gesetzlichen Krankenversicherung geltenden Höchstbetrag nicht überschreiten. Für das Jahr 2019 liegt dieser bei 703,31 Euro im Monat. Der Gesundheitszustand eines Versicherten spielt für die Beitragshöhe keine Rolle, Risikozuschläge sind im Basistarif nicht zulässig.

     

     

    Beamte

    Krankenversicherung für Beamte

    Als Beamter ist man ab dem Zeitpunkt der Berufung in das Beamtenverhältnis sozialversicherungsfrei. Beamte müssen über kein bestimmtes Mindesteinkommen verfügen, um sich privat zu versichern und können damit relativ problemlos zwischen einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung wählen.

    Zu ihren Bezügen erhalten die Beamten vom Dienstherrn einen prozentualen Zuschuss zu den Krankheitskosten, der zwischen 50 und 80 Prozent der Behandlungskosten deckt. Die Beihilfesätze richten sich nach den Beihilfevorschriften des Bundes bzw. des Landes. Beamte haben die Wahl, ob Sie sich weiter gesetzlich oder privat versichern. Die private Krankenversicherung bietet Tarife speziell für Beamte an.

     

    Befreiung von der Versicherungspflicht

    In Deutschland besteht seit 2009 eine allgemeine Versicherungspflicht zur Krankenversicherung ( gesetzlich oder privat). Diese gilt unabhängig vom jeweiligen persönlichen Willen für alle hier lebenden bzw. arbeitenden Bürgerinnen und Bürger. Für diese (allgemein geltende) Versicherungspflicht gibt es keine Ausnahmen.

    Befreiung von der Krankenversicherungspflicht

     

    Befreiung von der Versicherungspflicht
    Zusatzbeitrag © fotolia.com / Coloures-pic

    Wenn im folgenden von einer 'Befreiung von der Versicherungspflicht' die Rede ist, bezieht sich das auf den Status "Versicherungspflichtig im Sinne des SGB".  Wer nicht pflichtversichert ist, gilt als versicherungsfrei, kann sich also freiwillig in der GKV oder privat versichern. 

    Wenn der Status "pflichtversichert" eintritt, obwohl bereits eine anderweitige Versicherung besteht, beispielsweise durch eine private Krankenkasse, können Probleme entstehen wie z.B. doppelte Beitragspflichtigkeit oder eine erzwungene Kündigung der PKV. Für den betroffenen Personenkreis ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht auf Antrag möglich. Wer sich von der Versicherungspflicht befreien lässt, erhält den Status eines "freiwillig Versicherten" und kann zwischen PKV und GKV wählen. Notwendige Bedingung und Voraussetzung ist eine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall.

    Befreien lassen können sich

    • Arbeitnehmer, wenn
    • Studierende
    • Arbeitslose, die ALG I oder Unterhaltsgeld beziehen
    • Rentner

    Möglichkeiten für anderweitige Absicherung im Krankheitsfall

    • Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse
    • Anspruch auf Freie Heilfürsorge 
    • Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung
    • Anspruch auf Beihilfe nach Beamtenrecht


    Befreiung von der Versicherungspflicht für Arbeitnehmer

    Für privat versicherte Arbeitnehmer kann der Fall eintreten, dass durch eine Anhebung der Versicherungspflichtgrenze ( bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG ) eine Versicherungspflicht in der GKV eintreten würde. Das ergibt sich immer dann, wenn das Bruttogehalt durch die veränderte SV-Rahmengröße unter der Verdienstgrenze liegt. Auch bei einer Arbeitszeitverkürzung, etwa durch eine neue Teilzeitvereinbarung, kann das Gehalt unter die Entgeltgrenze "rutschen", wodurch ebenfalls theoretisch eine GKV-Versicherungspflicht eintritt. 

    Arbeitnehmer können sich dann auf Antrag von der eintretenden Versicherungspflicht befreien lassen und weiter in der PKV versichert bleiben. Diese Befreiung gilt dann entsprechend nur für die aktuell ausgeübte Tätigkeit.     


    Befreiung von der Versicherungspflicht für Studenten

    Bis zum 25. Geburtstag können Studenten weiterhin in der kostenlosen Familienversicherung über die Eltern verbleiben. Eine Versicherungspflicht tritt in der Regel ab dem 25. Geburtstag ein. 
      
    Alle Studierenden können sich auf Antrag von der studentischen Pflichtversicherung in der GKV befreien lassen und sich für die Dauer des (weiteren) Studiums auch privat versichern. Das ist meist vor allem für Kinder von Beamten lukrativ, weil deren Eltern unter Umständen Zuschüsse ( Beihilfe) für die private Familienversicherung erhalten.

    Im Normalfall ist die studentische Krankenversicherung (KVdS) eine günstige Möglichkeit, der allgemeinen Versicherungspflicht zu entsprechen, für die auch das BAföG-Amt Zuschüsse gewährt. 


    Befreiung von der Versicherungspflicht für Arbeitslose

    Bei Arbeitslosigkeit bleibt die Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung weiterhin bestehen. 

    Auch wenn für den Arbeitnehmer eine Befreiung der Versicherungspflicht vorliegt, entsteht bei Arbeitslosigkeit durch den Bezug von Arbeitslosengeld wieder eine erneute Versicherungspflicht. Wird kein erneuter Antrag auf Befreiung gestellt, muss eine gesetzliche Krankenkasse gewählt werden.


    Befreiung von der Versicherungspflicht für Rentner

     

    HinweisAchtung - Die Entscheidung für eine Befreiung von der Versicherungspficht ist nach bewilligtem Antrag nicht mehr rückgängig zu machen.

    GKV-Pflichtversicherte Arbeitnehmer und deren familienverischerte Partner werden bei Renteneintritt und Erfüllung der Voraussetzungen automatisch auch pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht macht für diese versichertengruppe keinen Sinn.

    Eine daraufhin erfolgte Befreiung von der Versicherungspflicht erfolgt dann rückwirkend zum Eintritt in die Altersrente, aber nur wenn bis dato keinerlei GKV-Leistungen in Anspruch genommen wurden. Ansonsten erfolgt die Befreiung erst ab beginn des Folgemonats nach Antrag.


    Rechtsgrundlage ist § 7 Abs. 1 SGB IV

    Behandlungsfall

    Der Begriff Behandlungsfall wird verwendet, um Behandlungsvorgänge (ambulante und stationäre Krankenbehandlungen) zum Zwecke Der Begriff des Behandlungsfalles wird relevant, wenn es zur Abrechnung von bestimmten Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung kommt.

    Ein ambulanter Behandlungsfall bezeichnet die gesamte Behandlung eines Versicherten in derselben Arztpraxis innerhalb eines Quartals zulasten der Krankenkasse. Darunter können auch Krankheiten fallen, die sich aus der zuerst behandelten Krankheit ergeben. Im Unterschied dazu bezeichnet der stationäre Behandlungsfall eine Behandlung, die der Patient von der stationären Aufnahme bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung erhält. Wenn vor Abschluss eines Behandlungsfalls die Krankenkasse gewechselt wird, bedarf es der Eröffnung eines neuen Behandlungsfalls in der neuen Krankenkasse.

    Behandlungsfehler

    Es ist sehr schwer zu beurteilen ob und ab wann ein Behandlungsfehler vorliegt, da dies von dem individuellen Sachverhalt abhängt. Rechtlich wird der Behandlungsfehler als ein Umstand definiert, in dem „die Behandlung […] (nicht) nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards […]“ erfolgt.

    Das schließt unter anderem auch folgende Sachverhalte ein:

    • ein Arzt, Krankenpfleger, Hebamme, Heilpraktiker oder Psychotherapeut, der die Aufklärungspflicht verletzt
    • ein Eingriff erforderlich gewesen wäre, aber nicht erfolgte
    • ein Eingriff vorgenommen wurde, der medizinisch nicht notwendig ist
    • der Eingriff nicht nach den ärztlichen Richtlinien durchgeführt wurde

    Unterstützung bei Verdacht auf ärztliche Behandlungsfehler

    Die Patienten können bei Behandlungsfehlern kostenlos die Schlichtungsstellen der Ärztekammern anrufen. Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten auch Unterstützung beim Verdacht auf  Behandlungsfehler an.

     

    Behandlungspflege

    Behandlungspflege ist ein Begriff aus der Häuslichen Krankenpflege und beschreibt medizinische Leistungen die bei Versicherten in ihrem Haushalt, bei ihrer Familie oder in einer stationären Einrichtung durchgeführt werden, wenn diese im Sinne der ärztlichen Behandlung erforderlich sind.

    Leistungen der Behandlungspflege

    Die Behandlungspflege umfasst unter anderem folgende Leistungen:

        •    Wundversorgung
        •    Blutdruck- und Blutzuckermessungen
        •    Verabreichung von Medikamenten
        •    Infusionen
        •    Inhalationen

    Sie unterscheidet sich damit von der sogenannten Grundpflege, die grundlegende und regelmäßig wiederkehrende Leistungen des alltäglichen Lebens umfasst (z.B. Körperpflege, Ernährung).

    Der Kostenträger der Behandlungspflege ist die Krankenkasse. Sie erfolgt ausschließlich auf ärztliche Anordnung und kann somit nicht beantragt werden.

     

    Beitragsbemessungsgrenze

    Im deutschen Sozialversicherungssystem gibt es zwei Beitragsbemessungsgrenzen (BBG): zum einen eine für die Kranken- und Pflegeversicherung und zum anderen eine für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Bei Letzterer wird außerdem zwischen knappschaftlicher (vor allem für Beschäftigte im Bergbau) und allgemeiner Versicherung unterschieden. Bei der Berechnung der Beiträge in der Sozialversicherung wird das zugrundeliegende Arbeitsentgelt (beziehungsweise die Rente) des Versicherten nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Der Teil des Arbeitsentgelts, der diese Grenze übersteigt, wird nicht für die Beitragsberechnung herangezogen. Auf diese Weise sind die maximal möglichen Beiträge, die ein Versicherter zu zahlen hat, auf einen bestimmten Maximalwert begrenzt.

    Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze

    Die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich von der Bundesregierung angepasst. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung seit 2009:

    Kalenderjahr monatl. Arbeitsentgelt jährl. Arbeitsentgelt
    20093.675,00 EUR44.100 EUR
    20103.750,00 EUR45.000 EUR
    20113.712,50 EUR44.550 EUR
    20123.825,00 EUR45.900 EUR
    20133.937,50 EUR47.250 EUR
    20144.050,00 EUR48.600 EUR
    20154.125,00 EUR49.500 EUR
    20164.237,50 EUR50.850 EUR
    20174.350,00 EUR52.200 EUR
    20184.425,00 EUR53.100 EUR
    20194.537,50 EUR 54.450 EUR 

     

    In der Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung gelten andere Beitragsbemessungsgrenzen. Die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze für diese Versicherungszweige ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

    Kalenderjahr  monatl. Arbeitsentgelt  jährl. Arbeitsentgelt  monatl. Arbeitsentgelt  jährl. Arbeitsentgelt
     OstOstWestWest
    20094.550 EUR54.600 EUR5.400 EUR64.800 EUR
    20104.650 EUR55.800 EUR5.500 EUR66.000 EUR
    20114.800 EUR57.600 EUR5.500 EUR66.000 EUR
    20124.800 EUR57.600 EUR5.600 EUR67.200 EUR
    20134.900 EUR58.800 EUR5.800 EUR69.600 EUR
    20145.000 EUR60.000 EUR5.950 EUR71.400 EUR
    20155.200 EUR62.400 EUR6.050 EUR72.600 EUR
    20165.400 EUR64.800 EUR6.200 EUR74.400 EUR
    20175.700 EUR68.400 EUR6.350 EUR76.200 EUR
    20185.800 EUR69.600 EUR6.500 EUR78.000 EUR

     

    Wieso gibt es unterschiedliche Beiträge für verschiedene Einkommenshöhen?

    In der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland herrscht das Solidaritätsprinzip. Dieses soll gewährleisten, dass sozialversicherungspflichtige Personen Beiträge zahlen, die sich nach ihrem individuellen Einkommen richten (einkommensabhängiger Versicherungsbeitrag). Damit soll eine finanzielle Überbelastung einkommensschwacher Personen vermieden werden. Ein Geringverdiener zahlt demnach einen geringeren Beitrag als eine Person mit hohem Einkommen. Eine Ausnahme bilden Personen, die weniger als 450 Euro im Monat verdienen und sich als freiwilliges Mitglied in der GKV versichern müssen. Hier wird den Beitragsberechnungen ein fiktives Monatseinkommen von aktuell 991,67 Euro im Monat (2017) zu Grunde gelegt, auch wenn dieses real gar nicht erwirtschaftet wird. Der Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte, bei denen die Beitragskosten nicht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt werden können, liegt damit bei ca. 180 Euro im Monat. Alle Beitragszahler haben unabhängig von ihrem Gesundheitszustand und der Krankheitshäufigkeit Anspruch auf die gleichen Sozialversicherungsleistungen.

    Wie errechnen sich 2018 die Beitragssätze im Detail?

    • Der Beitragssatz für die Krankenversicherung wird folgendermaßen berechnet:
    • Allgemeiner Beitragssatz der Krankenversicherungen (jeweils für Arbeitgeber und Arbeitnehmer): Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ 7,3 %
    • Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz (unabhängig von der jeweiligen GKV und jeweils für Arbeitgeber und Arbeitnehmer): Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ 1,0 %
    • Individueller Zusatzbeitragssatz (nur für Arbeitnehmer): Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ kassenabhängiger Prozentsatz
    • Beitragssatz für die Pflegeversicherung (jeweils für Arbeitgeber und Arbeitnehmer): Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ 1,275 %

    Hinweis: Für kinderlose Arbeitnehmer ab 23 Jahren fallen zusätzlich 0,25 % an.

    Beispiel 1: monatliches Bruttogehalt von 6.500,00 EUR: Berücksichtigt wird bei der Ermittlung des monatlichen Beitrags für die Kranken- und Pfegeversicherung im Jahr 2017 nur ein Arbeitsentgelt bis 4.350,00 EUR. Die Differenz aus Bruttogehalt und BBG beträgt 2.150,00 EUR. Dieser Betrag ist somit versicherungsfrei, der Versicherte zahlt den Höchstsatz. 7,3 % von 4.350,00 EUR: 317,55 EUR zahlt der Arbeitnehmer in die Gesetzliche Krankenversicherung ein (ggf. fällt außerdem ein Zusatzbeitrag an). 1,275 % von 4.350,00 EUR: 55,46 EUR zahlt er in die gesetzliche Pflegeversicherung ein.

    Beispiel 2: monatliches Bruttogehalt von 4.270,00 EUR: Nun liegt das Gehalt knapp unter der BBG, weshalb das volle Bruttogehalt in die Rechnung einbezogen wird. 7,3 % von 4.270,00 EUR: 311,71 EUR zahlt der Arbeitnehmer in die gesetzliche Krankenversicherung ein. 1,275 % von 4.270,00: 54,44 EUR zahlt er in die gesetzliche Pflegeversicherung ein.

    • Beitragssätze für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung: Für diese beiden Säulen des Sozialversicherungssystems gelten ebenfalls jährlich angepasste Beitragssätze.
    • 2017 gilt für die Arbeitslosenversicherung (jeweils für Arbeitgeber und Arebitnehmer) Folgendes: Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ 1,5 %.
    • Für die Rentenversicherungsbeiträge (jeweils für Arbeitgeber und Arbeitnehmer) gilt 2017 dies: Arbeitsentgelt bis zur BBG ∙ 9,35 %.

    Unterschiede zwischen Ost und West

    Noch immer unterscheiden sich in Deutschland die West-Gehälter in einigen Berufen stark von den Ost-Gehältern. Aus diesem Grund gelten in Ostdeutschland für die Einzahlung in die Arbeitslosen- und Rentenversicherung andere Beitragsbemessungsgrenzen als in Westdeutschland.

    Verwechslungsgefahr mit anderen SV-Größen

    Gerne wird die Versicherungspflicht- beziehungsweise Jahresarbeitsentgeltgrenze mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt. Diese Grenzen beziehen sich allerdings auf unterschiedliche Sachverhalte: Während die Beitragsbemessungsgrenze dafür sorgt, dass die Sozialversicherungsbeiträge der Versicherten einen staatlich festgelegten Maximalwert nicht überschreiten dürfen, steht die Jahresarbeitsentgeltgrenze für ein jährliches Mindesteinkommen, mit dessen Überschreitung Arbeitnehmer in eine private Krankenkasse wechseln können. 2019 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 60.750 Euro.

    Beitragsbonus für Arbeitgeber

    Einen Beitragsbonus bekommen Arbeitgeber, wenn sie ein Beschäftigungsverhältnis mit einem zuvor Arbeitslosen begründen, der das 55. Lebensjahr vollendet hat. Der Arbeitgeber wird von seinem Anteil zur Arbeitslosenversicherung befreit. Für den Arbeitnehmer ergeben sich daraus keine Änderungen und er trägt die andere Hälfte des Beitrages, den er auch ohne diese Regelung zu tragen hätte.

    Beitragseinzug

    Die gesetzlichen Krankenkassen ziehen die Beiträge für alle Sozialversicherungszweige ein. Des Weiteren teilen sie die Beiträge auf, leiten die entsprechenden Summen an andere Sozialversicherungsträger weiter und haften für eine ordnungsgemäße Durchführung. Da diese Leistung von privaten Versicherungsunternehmern nicht übernommen werden, führen die gesetzlichen Krankenkasse diese Tätigkeit auch für privat Versicherte aus. Die Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden von privat versicherten Beschäftigten and die Krankenkasse gezahlt, bei der der Arbeitnehmer zuletzt versichert war. Bestand vorher noch keine Versicherung, kann der Arbeitgeber eine Krankenkasse wählen, an die er die Beiträge abführt.


    Von diesen Schritten bekommt ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer wenig mit, da die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung automatisch vom monatlichen Arbeitsentgelt abgezogen und vom Arbeitgeber gesammelt an die Krankenkasse überwiesen werden.

     

    beitragsfrei versichert

    Versicherungspflichtige Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse haben während ihrer Mitgliedschaft Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen. Von diesem Grundsatz gibt es einige Ausnahmen, die in § 224 SGB V geregelt sind. Nicht beitragspflichtig ( beitragsfrei versichert) sind dann beispielsweise:

    • Familienversicherte Angehörige
    • Versicherte, die Krankengeld beziehen
    • Versicherte, die Mutterschaftsgeld beziehen
    • Versicherte, die Elterngeld beziehen

    Für Bezieher von Elterngeld entfällt die Beitragsfreiheit, wenn sie gleichzeitig einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Außerdem können studentisch versicherte Mitglieder bei Elterngeldbezug nicht beitragsfrei versichert werden. Studierende müssen in diesem Fall für die Dauer ihres Studiums weiterhin Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

    Beitragsgruppenschlüssel

    Befreiung von der Versicherungspflicht
    Schema für Beitragsgruppenschlüssel

    Im Zusammenhang mit SV- und Lohnabrechnungen tauchen immer wieder bestimmte Fachbegriffe wie 'Personengruppenschlüssel' oder 'Beitragsgruppenschlüssel' auf. Diese sind vor allem für Arbeitgeber, Steuerbüros und Krankenkassen wichtig. Was genau verbirgt sich dahinter und welche Bedeutung haben die für Laien auf den ersten Blick unverständlichen Codierungen?              

    Was ist der Beitragsgruppenschlüssel?

    Der Beitragsgruppenschlüssel ist wie der Personengruppenschlüssel ein numerisch codiertes  Element für die Abrechnung der Beiträge zur Sozialversicherung. Jeder der Ziffern sind bestimmte Informationen über den betreffenden Arbeitnehmer zugeordnet.
    EDV-Systeme der Lohnbuchhaltung sowie die SV-Träger und Steuerbehörden können aus dem Schlüssel bestimmte Informationen über den Versicherungsstatus der Arbeitnehmer ableiten. Die korrekte Zuweisung des jeweiligen Beitragsgruppenschlüssels ergibt sich aus den Entgeltunterlagen zum Beschäftigten, genauer aus den Angaben im Personalfragebogen

     

    Ziffernreihenfolge und Bedeutung

    Als Arbeitgeber tragen Sie bei der Meldung den entsprechenden Schlüssel für die geltende Personengruppe anhand der Angaben des Arbeitnehmers ein. Dabei gilt für die Säulen der Sozialversicherung ( außer Unfallversicherung ) eine ganz bestimmte Reihenfolge.

    1. Stelle 1 - Schlüsselziffer für die Krankenversicherung
    2. Stelle 2 - Schlüsselziffer für die Rentenversicherung
    3. Stelle 3 - Schlüsselziffer für die Arbeitslosenversicherung
    4. Stelle 4 - Schlüsselziffer für die Pflegeversicherung

     


    Schlüsselziffern Krankenversicherung

    Für die Krankenversicherung (1. Stelle) gilt folgender Beitragsgruppenschlüssel:

    VersichertenstatusZiffer
    kein Beitrag0
    allgemeiner Beitrag1
    ermäßigter Beitrag2
    Beitrag zur landwirtschaftl. KV3
    AG-Beitrag zur landw. KV4
    Pauschalbeitrag für geringfügig Beschäftigte6
    freiwillige Krankenversicherung (Firmenzahler)9

    Schlüsselziffern Rentenversicherung

    Für die Rentenversicherung (2. Stelle) gilt folgender Beitragsgruppenschlüssel:

    VersichertenstatusZiffer
    kein Beitrag0
    voller Beitrag1
    halber Beitrag3
    Pauschalbeitrag für geringfügig Beschäftigte5

     


    Schlüsselziffern Arbeitslosenversicherung

    Für diesen SV-Zweig (3. Stelle) gilt folgender Beitragsgruppenschlüssel:

    VersichertenstatusZiffer
    kein Beitrag0
    voller Beitrag1
    halber Beitrag2

    Schlüsselziffern Pflegeversicherung

    Für die Pflegeversicherung (4. Stelle) gilt folgender Beitragsgruppenschlüssel:

    VersichertenstatusZiffer
    kein Beitrag0
    voller Beitrag1
    halber Beitrag2

     

     


    Welche Bedeutung haben die einzelnen Schlüsselziffern ?

    • Ziffer 0: In dieser Beitragsgruppe befinden sich Arbeitnehmer, die privat oder freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und die Beitragsüberweisungen selbst erledigen. Übernimmt allerdings der Arbeitgeber die Überweisungen des freiwillig gesetzlich krankenversicherten Angestellten, ist statt einer 0 eine 9 anzugeben.
       
    • Ziffer 1: Für diese Mitglieder gilt der allgemeine Beitragssatz.
    • Ziffer 3: Für diese Beitragsgruppe ist der ermäßigte Beitragssatz maßgebend. Angestellte in der Freistellungsphase bei Altersteilzeit sowie weiterbeschäftigte Rentner sind dieser Beitragsgruppe zuzuordnen.
       
    • Ziffer 4: In dieser Gruppe befinden sich familienangehörige Angestellte oder der angestellte Ehegatte von Betrieben im landwirtschaftlichen Bereich. Wird neben der Tätigkeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb eine weitere sozialversicherungspflichtige Arbeit ausgeübt, greifen die Beitragsgruppenschlüssel der allgemeinen Krankenversicherung.
       
    • Ziffer 5: Dieser Schlüssel gilt für Unternehmer in der Landwirtschaft, die neben der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung einer saisonalen Tätigkeit (nicht mehr als 26 Wochen jährlich) nachgehen.
       
    • Ziffer 6: In diese Kategorie fallen geringfügig entlohnte Beschäftigte (Minijob), die aufgrund dieser Tätigkeit als versicherungsfrei gelten, deren Arbeitgeber aber den Pauschalbeitrag einzahlen muss.
       
    • Ziffer 9: Überweist der Arbeitgeber die Beiträge eines freiwillig gesetzlich krankenvericherten Angestellten als Firmenzahler, ist der Beitragsschlüssel 9 anzugeben.

     

    Was sind typische Kombinationen beim Beitragsgruppenschlüssel?

     

    Beitragsgruppenschlüssel 0111

    Dieser Schlüssel ist für freiwillig versicherte Arbeitnehmer anzuwenden, wenn das beschäftigende Unternehmen kein Firmenzahler ist, also den Arbeitgeberanteil immer an den Arbeitnehmer auszahlt. Dieser führt den gesamten Beitrag an die Kasse ab.  

    Beitragsgruppenschlüssel 3111

    Dieser Beitragsschlüssel ist anzuwenden bei Beschäftigung von Vollrentnern vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze. Wer bereits davor Vollrente bezieht, ist versicherungspflichtig in der GKV zum ermäßigten Beitragssatz ( ohne Krankengeldanspruch). Weiterhin besteht Versicherungspflicht in der Arbeitslosen- und in der Pflegeversicherung. Durch das Flexirentengesetz von 2017 gilt auch die Rentenversicherungspflicht. 

    Beitragsgruppenschlüssel 1101

    Dieser Beitragsschlüssel ist von Arbeitgebern anzuwenden, wenn sie einen Beschäftigten geringfügig anstellen, der bereits einen versicherungspflichtigen Hauptjob und auch schon einen Minijob darüber hinaus ausübt. In diesem Fall bleibt der erste ausgeübte geringfügige Job versicherungsfrei, während jede weitere geringfügige Beschäftigung mit dem Haupterwerb zusammengerechnet wird.

    Beitragsgruppenschlüssel 3101

    Diese Kombination greift, wenn eine Rente wegen voller Erwerbsminderung vorliegt. In der Krankenversicherung wird ein ermäßigter Beitragssatz ( Ziffer 3 ) und in der Rentenversicherung der volle Beitrag ( Ziffer 1) fällig. Während in der Arbeitslosenversicherung in der Beitragsgruppe 3101 kein Beitrag zu zahlen ist, muss in der Pflegeversicherung der volle Beitrag (Ziffer 1) gezahlt werden.

    Beitragsgruppenschlüssel 0110

    Bei dieser Kombination handelt es sich entweder um einen privat versicherten Arbeitnehmer. In der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung ist kein Beitrag fällig (Ziffer 0 ), während an den Rentenversicherungsträger und den Träger der Arbeitslosenversicherung jeweils ein voller Beitrag abgeführt werden muss ( Ziffer 1).  

    Beitragsgruppenschlüssel 0100

    Dieser Beitragsgruppenschlüssel gilt für Werkstudenten, die mehr als 450 Euro verdienen, also nicht geringfügig neben ihrem Studium in einem Unternehmen beschäftigt sind. In diesem Fall können Arbeitgeber die so genannte Werkstudentenregel anwenden. Diese sieht vor, dass lediglich Versicherungspflicht in der Rentenversicherung besteht. In der Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung besteht Versicherungsfreiheit. Voraussetzung für die Anwendung der Regel ist, dass die Studierenden nicht mehr als 20 Stunden pro Woche im Unternehmen arbeiten.

    Beitragsgruppenschlüssel 0000

    Dieser Schlüssel gilt für kurzfristig beschäftigter Schüler im Rahmen eines Ferienjobs.

     

    Beitragsgruppenschlüssel für geringfügig Beschäftigte?

    Beitragsgruppenschlüssel 6100

    Geringfügig Beschäftigte ( Minijob bis 450 Euro ) haben die Wahlfreiheit ob sie Rentenbeiträge abführen möchten oder nicht. Haben sich die Arbeitnehmer für eine Rentenversicherungspflicht entschieden, ist der Schlüssel 6100 anzugeben.


    Beitragsgruppenschlüssel 6500

    Haben sich die geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer für eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht entschieden, ist der Schlüssel 6500 anzugeben.

    Beitragsnachweis

    Mit einem Beitragsnachweis weisen die Arbeitgeber die übermittelten Beiträge zur Sozialversicherung an die jeweiligen Krankenkassen ihrer Beschäftigten nach. Dabei werden die abzuführenden Beiträge getrennt nach Beitragsgruppen aufgeführt.

    Der Beitragsnachweis muss am Tag der Fälligkeit bei der Krankenkasse vorliegen. Seit dem 1. Januar 2006 wird der Beitragsnachweis ausschließlich durch eine gesicherte verschlüsselte Datenübertragung übermittelt.

    Für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer wird ein besonderer Beitragsnachweis an die Minijobzentrale eingereicht. Die Beiträge hierfür sind bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats abzuführen.

     

    Beitragspflichtige Einnahmen

    Die beitragspflichtigen Einnahmen bilden in der Sozialversicherung die Grundlage für die Beitragsberechnung zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Unfall- und Rentenversicherung. Der Beitragsbemessung werden sämtliches Arbeitseinkommen und andere geldwerten Einnahmen der Mitglieder zu Grunde gelegt. Die Regelungen das beitragspflichtige Einnahmen zur gesetzlichen Krankenversicherung betreffend, stehen in §§ 226–229 SGB V und §§ 232–240 SGB V.

    Was sind beitragspflichtige Einnahmen in der Sozialversicherung?

    Um die individuellen Beiträge zur Sozialversicherung ermitteln zu können, wird jedes Einkommen berücksichtigt, das für den Lebensunterhalt genutzt wird oder dazu genutzt werden könnte. Davon wird je nach Sozialversicherungszweig ein bestimmter Prozentsatz an die Sozialversicherungsträger, wie beispielsweise die Krankenkassen, abgeführt.

    Zu dem beitragspflichtigen Einkommen gehören unter anderem:

    • Laufendes Arbeitsentgelt aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung (inkl. Einmalzahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld)
    • Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit
    • Beamtenbezüge
    • Versorgungsbezüge, wie Renten (unter anderem gesetzliche Rente, Betriebsrente und ausländische Renten)
    • Miet- oder Pachteinnahmen
    • Unterhaltszahlungen
    • Erträge aus Kapitalvermögen (z.B. Zinszahlungen, Dividenden)
    • Sozialhilfe

    Selbstständige Tätigkeit

    Bei Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit wird den Berechnungen der Gewinn aus dem Einkommenssteuerbescheid zu Grunde gelegt. Die Beiträge können hier unter anderem durch Personalkosten oder Aufwendungen für Betriebsräume gesenkt werden.

    Positives und negatives Einkommen

    Wichtig zu berücksichtigen ist, dass negatives Einkommen prinzipiell nicht mit positiven Einkommen verrechnet werden kann. Den Beitragsberechnungen werden stets alle beitragspflichtigen Einnahmen in voller Höhe unabhängig von Verlust (beispielweise aus selbstständiger Tätigkeit) zu Grunde gelegt.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Die maximale Höhe des zu berücksichtigenden Einkommens entspricht der aktuell geltenden Beitragsbemessungsgrenze. Einkommen, das über diesem Grenzwert liegt, wird bei der Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge nicht berücksichtigt.

    Beitragsrückerstattung

    Wahltarif mit Beitragsrückerstattung (GKV)

    In der gesetzlichen Krankenversicherung werden seit 2004 verschiedene Wahltarife angeboten, durch die die Versicherten einen Teil der gezahlten Beiträge zurückerstattet bekommen, wenn sie keine Leistungen in Anspruch nehmen (siehe Beitragsrückzahlung).

    Die Krankenkasse kann für freiwillig Versicherte, die im Kalenderjahr länger als drei Monate versichert waren, einen Wahltarif Beitragsrückzahlung anbieten. Bedingung für die Beitragsrückzahlung ist meist, dass der Versicherte und seine familienversicherten Angehörigen in diesem Kalenderjahr keine Leistungen zu Lasten der Krankenkasse in Anspruch genommen haben. Präventions- und Vorsorgeleistungen sowie Leistungen für unter 18-jährige mitversicherte An­ge­hörige sind oftmals von dieser Regelung ausgeschlossen und habe somit keinen Einfluss auf den Anspruch des Versicherten auf Beitragsrückzahlung.

    Die Höhe des Rückzahlungsbetrages, bei Arbeitnehmern einschließlich der nicht vom Mitglied zu tragenden Beitragsanteile, ist in der jeweiligen Satzung geregelt. Der Rückzahlungsbetrag darf dabei ein Zwölftel der jeweils im Kalenderjahr gezahlten Beiträge nicht überschreiten und wird innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Kalenderjahres an das Mitglied gezahlt.

    Beitragsrückerstattzung in der PKV

    Beitragsrückerstattungen gibt es bei einigen Anbietern einer privaten Krankenversicherung, wenn der Versicherte in einem Jahr keine Rechnungen eingereicht hat. In dem Fall bekommt er einen Teil der gezahlten Beiträge zurück erstattet.

     

     

     

     

    Beitragsrückzahlung

    Die Krankenkasse kann für freiwillig Versicherte, die im Kalenderjahr länger als drei Monate versichert waren, einen Wahltarif Beitragsrückzahlung anbieten. Bedingung für die Beitragsrückzahlung ist meist, dass der Versicherte und seine familienversicherten Angehörigen in diesem Kalenderjahr keine Leistungen zu Lasten der Krankenkasse in Anspruch genommen haben. Präventions- und Vorsorgeleistungen sowie Leistungen für unter 18-jährige mitversicherte An­ge­hörige sind oftmals von dieser Regelung ausgeschlossen und habe somit keinen Einfluss auf den Anspruch des Versicherten auf Beitragsrückzahlung.

    Die Höhe des Rückzahlungsbetrages, bei Arbeitnehmern einschließlich der nicht vom Mitglied zu tragenden Beitragsanteile, ist in der jeweiligen Satzung geregelt. Der Rückzahlungsbetrag darf dabei ein Zwölftel der jeweils im Kalenderjahr gezahlten Beiträge nicht überschreiten und wird innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Kalenderjahres an das Mitglied gezahlt.

     

    Beitragssatz

    Der Beitragssatz ist der Anteil am Arbeitsentgelt, der an die Sozialversicherung abgeführt werden muss. Es existieren unterschiedliche Beitragssätze für Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Unfallversicherung.

    In der gesetzlichen Krankenversicherung gelten zurzeit in allen Krankenkassen folgende Beitragssätze (Stand 2019):

    • Allgemeiner Beitragssatz: 14,6% des Bruttoentgelts
    • Ermäßigter Beitragssatz: 14,0% des Bruttoentgelts (gilt für Mitglieder die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, wie Selbstständige, Hausfrauen oder -männer, etc.)

    Vom allgemeinen Beitragssatz entfallen 7,3 % auf den Arbeitnehmer (Arbeitnehmeranteil) und 7,3 % auf den Arbeitgeber (Arbeitgeberanteil). Der maximal mögliche Arbeitnehmeranteil ist durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt und beträgt derzeit 317,55 Euro im Monat (Stand 2019) zzgl. des Zusatzbeitrags.

    Seit dem 01.01.2015 steht es den Kassen frei, einen prozentualen und einkommensabhängigen Zusatzbeitrag zu erheben. Dieser wird bei pflichtversicherten Arbeitnehmern und Rentnern je zur Hälfte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.

    Beitragssatzstabilität

    Die Beitragssatzstabilität ist ein wesentlicher Grundsatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung, der im § 71 SGB V (SGB 5) festgeschrieben ist. Die Beitragssatzstabilität soll dafür sorgen, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen nicht schneller steigen als ihre beitragsbedingten Einnahmen. Zu diesem Zweck sollen die Vergütungen von Leistungserbringern so gestaltet werden, dass Beitragserhöhungen durch die Kassen ausgeschlossen werden. Beitragssatzsteigerungen sind somit zwar möglich, allerdings nur, wenn die notwendige medizinische Versorgung auch unter Ausschöpfung von Wirtschaftlichkeitsreserven nicht zu gewährleisten ist.

     

    Beitragstragung

    Resultierend aus dem Grundsatz der solidarischen Finanzierung tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Gesamtsozialversicherungsbeitrag jeweils zur Hälfte.


    Von diesem Grundsatz gibt es allerdings Ausnahmen: Seit Juli 2005 wird von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozent verlangt, der von den Arbeitnehmern allein zu tragen ist. Am 01. Januar 2015 wurde der Sonderbeitrag in den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag umgewandelt. Die Höhe des Prozentsatzes wird von der jeweiligen Krankenkasse selbst festgelegt um finanzielle Engpässe auszugleichen. Außerdem hat der Arbeitgeber die Beiträge für sogenannte Geringverdiener und geringfügig Beschäftigte allein zu tragen. Abweichungen vom Grundsatz der hälftigen Beitragstragung bestehen ebenfalls bei Arbeitsverhältnissen mit einem Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro (Gleitzone).

     

    Beitragsüberwachung

    Die Träger der Rentenversicherung, bzw. die gesetzlichen Krankenkassen, die als Einzugsstellen fungieren, überwachen die Einzahlung der Rentenversicherungsbeiträge. Außerdem prüfen sie bei den Arbeitgebern, ob diese ihre Meldepflichten und ihre sonstigen Pflichten, die im Zusammenhang mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag stehen, ordnungsgemäß erfüllen. Sie prüfen insbesondere die Richtigkeit der Beitragszahlungen und der Meldungen mindestens alle vier Jahre.

     

    Beitragszuschuss (Rentner)

    Beitragszuschuss zur Krankenversicherung

    Rentner, die freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert sind, erhalten zu Ihrer Rente auf Antrag einen Zuschuss zu den Aufwendungen für die Krankenversicherung von der Bundesagentur für Arbeit. Vorausgesetzt, dass das private Krankenversicherungsunternehmen der deutschen Aufsicht unterliegt und gleichzeitig keine gesetzliche Pflichtversicherung besteht.

    Die Höhe des Beitragszuschusses ist gesetzlich festgelegt. Sie berechnet sich aus dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung und dem Rentenzahlbetrag des Versicherten, genau wie bei pflichtversicherten Rentnern. Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 % wird halbiert und auf die monatliche Rentenzahlung angewendet. Das Ergebnis entspricht dem ausgezahlten Zuschuss, der zusammen mit dem Rentenzahlbetrag ausgezahlt wird.

    Beitragszuschuss zur Pflegeversicherung

    Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind, müssen ihren Beitrag zur Pflegeversicherung selbst zahlen. Zu diesem Beitrag erhalten sie vom Träger der Rentenversicherung einen Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses entspricht genau dem Beitragsanteil, der für einen pflichtversicherten Rentner gezahlt wird.   

    Der Beitragszuschuss aus der gesetzlichen Rentenversicherung für privat versicherte Rentner wurde vom Gesetzgeber mit Wirkung zum 1.4.2004 abgeschafft.

    Belastungsgrenze

    Die Kosten für die Zuzahlung zu den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung können schnell in große Höhen steigen. Um versicherte Personen finanziell nicht zu überfordern, müssen Zuzahlungen nur bis zu einer bestimmten Belastungsgrenze geleistet werden.

    Die Belastungsgrenze beträgt 2 % der Bruttoeinkommen aller im Haushalt lebender Personen. Dazu gehören Gehalt, Renten, Versorgungsbezüge, aber auch Zins- und Mieteinnahmen.

    • wegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung sind (mindestens ein Jahr lang mindestens ein Arztbesuch pro Quartal) und zusätzlich entweder
    • schwerbehindert oder stark pflegebedürftig sind oder
    • ein Arzt bescheinigt, dass sich die Erkrankung ohne weitere Behandlung lebensbedrohlich verschlimmert, die Lebenserwartung verkürzt oder die Lebensqualität dauerhaft einschränkt.

    Die individuelle Belastungsgrenze wird jedes Jahr neu ermittelt.

    Gesonderte Regelungen für die Zuzahlung gelten für chronisch Kranke und Sozialhilfeempfänger. Die Belastungsgrenze von chronisch Erkrankten wurde auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen reduziert. Bei Sozialhilfeempfängern wird nur der Regelsatz der Regelbedarfsstufe 1 als Bruttoeinkommen für die gesamte Bedarfsgemeinschaft gezählt.

    Belegarzt

    Ein Belegarzt ist ein Vertragsarzt, der nicht am Krankenhaus angestellt aber dazu berechtig ist, eigene Patienten im Krankenhaus zu behandeln. Dafür stehen ihm sogenannte Belegbetten zur Verfügung, die eine stationäre oder teilstationäre Behandlung möglich machen, da die krankenhäusliche Infrastruktur genutzt werden kann. Für seine Dienste erhält er keine Vergütung durch das Krankenhaus. Er rechnet seine Leistungen nach dem einheitlichen Bewertungsmaßstab zu Lasten der Gesamtvergütung ab.

    Berufsgenossenschaft

    Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften. Alle Arbeitgeber müssen Mitglied in der Berufsgenossenschaft sein.

    Aufgaben der Berufsgenossenschaften

    • Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durch geeignete Präventionsmaßnahmen
    • Einleitung von geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen nach Arbeitsunfällen bzw. nach Eintritt einer Berufskrankheit, um so Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen
    • Finanzielle Entschädigung von Versicherten und Hinterbliebenen

    Die Berufsgenossenschaften finanzieren sich aus den Beiträgen der Unternehmen. Die Arbeitgeber zahlen diese Beiträge zu 100 Prozent. Arbeitnehmer müssen keine Beiträge zahlen. Die Höhe der zu zahlenden Beiträge richtet sich in erster Linie nach

    • dem durchschnittlichen Unfallrisiko der Branche, in der ein Unternehmer tätig ist
    • der Summe der Arbeitsentgelte, die ein Unternehmer an seine Beschäftigten zahlt (Lohnsumme)
    • Beitragsaufschlägen oder Beitragsabschlägen, die je nach Schadensentwicklung festgelegt werden.

    Berufskrankheit

    Leidet eine versicherte Person unter einer Erkrankung, die in Folge einer versicherten beruflichen Tätigkeit verursacht worden ist, spricht man von einer Berufskrankheit. Vorausgesetzt, dass diese in der Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt ist.

    Anerkannte Berufskrankheiten

    In der Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung ( BKV) sind die anerkannten Berufskrankheiten aufgelistet. Krankheiten, die in dieser Liste nicht enthalten sind, können in Einzelfällen dennoch unter bestimmten Voraussetzungen „wie eine Berufskrankheit“ anerkannt werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass für eine bestimmte Berufsgruppe arbeitsbedingt ein signifikant erhöhtes Risiko besteht, an einer bestimmten Gesundheitsstörung zu erkranken. Der bloße Zusammenhang zwischen einer Krankheit und der ausgeführten Tätigkeit ist somit nicht ausreichend, wodurch verhindert werden soll, dass verbreitete Volkskrankheiten als Berufskrankheiten eingestuft werden.

    Der Verdacht auf eine Berufskrankheit muss der Berufsgenossenschaft gemeldet werden.

     

    Berufsunfähigkeit

    Als berufsunfähig gilt ein Versicherter, wenn er infolge von Krankheit, Unfall oder anderen Gebrechen weder in seinem erlernten noch in einem anderen ihm zumutbaren Beruf so viel leisten und verdienen kann, wie andere Berufstätige mit ähnlicher Ausbildung, gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten. Hierbei geht es um eine langfristige oder lebenslange Beeinträchtigung.

    Berufsunfähigkeitsversicherungen zahlen in der Regel bereits ab einer teilweisen Berufsunfähigkeit von 50 % eine BU-Rente.

    Typische Berufe, die eine körperliche Schädigung verursachen können, sind unter anderem Pflegeberufe, beispielsweise die Altenpflege. Auch geistige Überbelastungen, die dauerhaft zur Berufsunfähigkeit führen, kommen häufiger vor. Hiervon sind z. B. Lehrer oder Ärzte oft betroffen. Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2014 die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit (32 % der Fälle).

     

    Betriebliche Altersvorsorge

    Die betriebliche Altersvorsorge ist eine Leistung des Arbeitgebers und zählt nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Arbeitgeber gibt dabei seinen Arbeitnehmern eine Versorgungszusage im Alter oder im Falle von Invalidität oder Tod. Eine betriebliche Altersvorsorge bietet sowohl dem Arbeitgeber als auch dem begünstigten Arbeitnehmer steuerrechtliche Vorteile.

    Zu den Personen, die eine betriebliche Altersvorsorge erhalten können, zählen:

    • Arbeitnehmer
    • Auszubildende
    • Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH
    • Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft
    • Betriebsfremde (aus Anlass einer ausschließlichen Tätigkeit für das Unternehmen)

    Dem Arbeitgeber stehen darüber hinaus fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge zur Verfügung. Sie kann

    1. als Direktversicherung,
    2. über eine Pensionskasse,
    3. über einen Pensionsfonds,
    4. als Direktzusage oder
    5. über eine Unterstützungskasse

    zugesagt werden.

     

    Betriebliche Altersvorsorge und Krankenversicherungsbeiträge

    Für gesetzlich Krankenversicherte fallen auf die betriebliche Altersvorsorge Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge an. Da Rentner in diesem Fall den vollen Sozialversicherungsbeitrag, also sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteil übernehmen müssen, kann dies das Altersvorsorge-Vermögen erheblich verringern. Mitglieder einer privaten Krankenkasse sind von dieser Regelung nicht betroffen.

    Gesetzliche Unverfallbarkeit

    Sollte ein Arbeitnehmer aus dem Unternehmen ausscheiden, bevor der Versorgungsfall eintritt, so bleibt ihm die Anwartschaft dennoch erhalten, wenn zum Zeitpunkt des Ausscheidens die Frist zur gesetzlichen Unverfallbarkeit erreicht ist. Seit dem 01.01.2009 ist das der Fall, wenn der Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat und die Zusage zur betrieblichen Altersvorsorge bereits fünf Jahre oder länger besteht.

    Betriebskrankenkassen

    Betriebskrankenkassen (BKKs) wurden ursprünglich von Unternehmen und Konzernen für die Mitarbeiter dieser Unternehmen gegründet und betrieben.

    Seit der Einführung des allgemeinen Kassenwahlrechts im Jahr 1996 besteht die Möglichkeit, dass eine BKK sich auch für andere Versicherte außer den Betriebsangehörigen öffnet. Inzwischen hat die Mehrzahl der BKKs sich bundesweit oder auch nur für einzelne Bundesländern geöffnet.

    Die Zahl der BKKs ist seit der Liberalisierung des Kassenwahlrechts stark zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf Fusionen kleinerer Kassen zurückzuführen. 2015 gab es noch 87 BKKs in Deutschland mit insgesamt ca. 10 Millionen Versicherten.

    Übersicht aller in Deutschland geöffneten Betriebskrankenkassen

    Betriebsprüfung

    Mindestens aller vier Jahre führen die Rentenversicherungsträger in den Unternehmen eine Betriebsprüfung durch. Diese soll sicherstellen, dass Meldepflichten zur Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt und die fälligen Beiträge korrekt abgeführt wurden.

    Die Betriebsprüfung umfasst das gesamte Rechnungswesen eines Betriebs, insbesondere aber den Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Dazu zählen beispielsweise

    • Gehaltskonten der Arbeitnehmer
    • Beitragsabrechnungen
    • Anstellungsverträge
    • Gesellschafterverträge
    • Dienst- und Werkverträge von selbstständig Beschäftigten
    • Beschäftigungsverhältnisse von freien Mitarbeitern
    • Tarifverträge
    • Kassenbücher

    Die Betriebsprüfung muss spätesten zwei Wochen vorher angemeldet worden sein. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, dabei aktiv mitzuwirken. Das Ergebnis wird mittels Prüfbericht dokumentiert.

    Betriebsstättenfall

    Der Betriebsstättenfall bezeichnet die Behandlung eines Versicherten innerhalb eines Quartals durch einen oder mehrere Ärzte derselben Betriebsstätte zu Lasten derselben Krankenkasse. Die Behandlung ist dabei unabhängig vom behandelnden Arzt. Er ist definiert in § 21 Abs. 1a BMV-Ä bzw. in § 25 Abs. 1a EKV.

     

    Bezugsgröße

    Die Bezugsgröße bezeichnet eine Rechengröße, die als Grundlage für die Berechnung von Grenzwerten und Leistungen in der Sozialversicherung dient. Sie wird in jedem Kalenderjahr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekanntgegeben.

    Die Bezugsgröße entspricht dem Durchschnittsentgelt aller Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung im vorvergangenen Kalenderjahr (aufgerundet auf den nächsthöheren, durch 420 teilbaren Betrag). Es existieren zwei verschiedene Bezugsgrößen für die neuen und die alten Bundesländer. Die Entwicklung der Höhe dieser Werte seit 2012 zeigt die folgende Tabelle:

     

     

    Durch die Festlegung einer einheitlichen Bezugsgröße, auf die sich viele Regelungen beziehen, wird die allgemeine Einkommensentwicklung in Deutschland berücksichtigt, ohne dass regelmäßig jedes betroffene Gesetz geändert werden muss. Auf Grundlage der Bezugsgröße werden u.a. die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung oder der Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte festgelegt.

    Bindungsfrist

    Hat ein Versicherter eine Krankenkasse gewählt, gilt eine 18-monatige Bindungsfrist ab dem Zeitpunkt, zu dem die Mitgliedschaft in der neuen Kasse beginnt. Frühestens zum Ablauf dieser Bindungsfrist kann der Versicherte die Krankenkasse erneut wechseln.

    Eine Beendigung der Mitgliedschaft vor Ablauf der Bindungsfrist ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

    • Unterbrechung der Mitgliedschaft
    • Begründung einer Familienversicherung im Anschluss an die Mitgliedschaft
    • Kündigung einer freiwilligen Mitgliedschaft zugunsten einer anderen Absicherung (z.B. private Krankenversicherung)
    • Aufhebung der Versicherungspflicht wegen einer Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze
    • Erhebung eines Zusatzbeitrags / Kürzung der Prämien durch die Krankenkasse

     

    Unter Umständen verlängert sich die Bindungsfrist beim Abschluss eines Wahltarifs. Darüber hinaus gilt beim Wechsel der Krankenkasse eine zweimonatige Kündigungsfrist.

    BKK

    Die Abkürzung BKK steht für Betriebskrankenkasse. BKK’s wurden ursprünglich von Unternehmen und Konzernen für die Mitarbeiter dieser Unternehmen gegründet und betrieben.

    Seit der Einführung des allgemeinen Kassenwahlrechts im Jahr 1996 besteht die Möglichkeit, dass eine BKK sich auch für andere Versicherte außer den Betriebsangehörigen öffnet. Inzwischen hat die Mehrzahl der BKKs sich bundesweit oder auch nur für einzelne Bundesländern geöffnet.

    Die Zahl der BKKs ist seit der Liberalisierung des Kassenwahlrechts stark zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf Fusionen kleinerer Kassen zurückzuführen. 2014 gab es noch knapp 100 BKKs in Deutschland mit insgesamt ca. 10 Millionen Versicherten.

    Übersicht aller in Deutschland geöffneten Betriebskrankenkassen

    Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten

    In der Satzung der Krankenkasse sind Bestimmungen einen Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten enthalten. Dort sind Informationen zu finden, unter welchen Voraussetzungen Versicherte einen Anspruch auf Bonus haben, beispielsweise wenn sie regelmäßig Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten oder qualitätsgesicherte Leistungen der Krankenkasse zur primären Prävention nutzen.


    Für Versicherte, die an einer hausarztzentrierten Versorgung, an einem strukturierten Behandlungsprogramm bei chronischen Krankheiten oder an einer integrierten Versorgung teilnehmen, kann die Krankenkasse für die Dauer der Teilnahme gesetzliche Zuzahlungen ermäßigen. Außerdem können bei Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber sowohl der Arbeitgeber als auch die teilnehmenden Versicherten einen Bonus erhalten.


    Die Krankenkassen haben regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, über diese Einsparungen gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde Rechenschaft abzulegen. Werden keine Einsparungen erzielt, dürfen keine Boni für die entsprechenden Versorgungsformen gewährt werden. Beitragserhöhungen sind allein deshalb nicht zulässig, wenn die Krankenkasse das in ihrer Satzung Bonusregelungen vorsieht.

    Bonus Malus Regelung

    Bei der Bonus-Malus-Regelung handelte es sich um ein System im Bereich der Arzneimittelverordnung im deutschen Gesundheitswesen. Es basierte auf dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) und trat im Jahre 2006 in Kraft. Es sollte durch positive und negative Anreize das Verhalten der Ärzte beeinflussen und kann demnach als eine Art Steuerungsfunktion verstanden werden. Demnach gab es für Ärzte Strafzahlungen oder Malusse, wenn sie teure Therapien mit hohen Kosten für Medikamente verschrieben und dadurch die für bestimmte Krankheiten festgeschriebenen Tagestherapiekosten überschritten. Boni hingegen gingen an die Kassenärztlichen Vereinigungen, wenn Ärzte günstige Arzneimittel oder geringere Dosierungen verschrieben.

    Das Gesetz wurde von Ärzteverbänden stark kritisiert, da sie hierin die Gefahr einer Belohnung bei der Rationierung medizinischer Leistungen sahen. Die Krankenkassen und die Kassenärztliche  Bundesvereinigung einigten sich daraufhin, die Bonus-Malus-Regelung ab 2008 nicht mehr anzuwenden. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz von 2010 wurde die Regelung endgültig aufgehoben.

     

    Bonusheft

    Das Bonusheft wurde 1989 im Rahmen des Gesundheitsreform-Gesetzes eingeführt, um regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen sowie eine ausreichende Mundhygiene nachzuweisen. Es soll den Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung belegen können. Mittlerweile gibt es Bonushefte auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens, um Versicherten, die bestimmte Vorsorgemaßnahmen treffen, gewisse Boni zu gewähren.

    Es besteht keine Pflicht zur Führung eines Bonushefts, allerdings hat jeder Versicherte einen Anspruch darauf und sollte diesen auch nutzen.

    Wurden zahnärztliche Behandlungen über einen Zeitraum von 5 Jahren regelmäßig durchgeführt, erhöht sich der Festzuschuss zum Zahnersatz um 20%. Kann ein Nachweis von 10 Jahren nachgewiesen werden, wird ein krankenkasslicher Zuschuss von 30% gewährt.

    Bonusprogramm

    Seit 01.01.2004 können gesetzliche Krankenkassen in ihrer Satzung Bonusmodelle bzw. Bonusprogramme vorsehen für

    • Versicherte, die regelmäßig Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten oder qualitätsgesicherte Leistungen der Krankenkasse zur primären Prävention erbringen
    • Versicherte, die an innovativen Versorgungsmodellen teilnehmen (Hausarzt-Modell, Disease-Management-Programm, Integrierte Versorgung)
    • Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

    In welcher Form ein Bonusprogramm angeboten wird, ist den Krankenkassen freigestellt. Sie können den Versicherten einen Teil der Beiträge erstatten, Befreiungen von gesetzlichen Zuzahlungen vorsehen oder Sachpreise gewähren (z.B. Einkaufsgutscheine oder Wellness- Wochenenden).

    Brillen und Kontaktlinsen

    Durch die Gesundheitsreform erhalten seit 01.01.2004 nur noch Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie stark sehbehinderte Erwachsene einen Zuschuss zu Brillen und Kontaktlinsen. Seit einigen Jahren bieten aber einzelne Krankenkassen wieder Zuschüsse für Sehhilfen als Mehrleistungen an.

     

    Bruttosozialprodukt

    Das Bruttosozialprodukt ist die Gesamtheit aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft erzeugt bzw. erarbeitet werden. Grundlage für die Berechnung ist das Bruttoinlandsprodukt, von dem sämtliches Vermögens- und Erwerbseinkommen abgezogen werden, die ins Ausland geflossen sind. Das Bruttosozialprodukt wird in einigen Ländern neuerdings auch Bruttonationaleinkommen (BNE) bezeichnet.

    BU-Rente

    Berufsunfähigkeitsrente

    Wer berufsunfähig ist, also seinen erlernten oder einen vergleichbaren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, kann zur finanziellen Absicherung Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente haben.

    Gesetzliche BU-Rente

    Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde zum 31. Dezember 2000 zugunsten der Erwerbsminderungsrente abgeschafft. Seither können nur noch Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, einen gesetzlichen Rentenanspruch aufgrund von Berufsunfähigkeit geltend machen. Gemäß § 240 SGB VI handelt es sich dabei um die „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit.“

    Ein Anspruch hierauf besteht für Versicherte unter folgenden Voraussetzungen:

    • Regelaltersgrenze noch nicht erreicht
    • Geburt vor dem 2. Januar 1961
    • Berufsunfähigkeit
    • Entrichtung von Pflichtbeiträgen für drei Jahre in den letzten fünf Jahren vor Eintritt in die Berufsunfähigkeit
    • Erfüllung der allgemeinen Wartezeit

    Private Berufsunfähigkeitsrente

    Alle Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, haben nur dann einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente, wenn sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Die privaten Versicherungen leisten meist, wenn der erlernte oder zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann.

    Die Höhe der gezahlten Erwerbsunfähigkeitsrente richtet sich dann maßgeblich nach den privaten Versicherungsverträgen. Bei Festlegung der Höhe der versicherten Berufsunfähigkeitsrente kann sich beispielsweise am monatlichen Nettoeinkommen orientiert werden, oder pauschale Beiträge entsprechend dem persönlichen Bedarf gezahlt werden.

    Einen Anspruch auf gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente steht Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, nicht zu. Als staatliche Leistung kommt für sie nur eine Erwerbsminderungsrente in Betracht, die jedoch strengeren Voraussetzungen unterliegt, als die Berufsunfähigkeitsrente.

    Bundesagentur für Arbeit

    Die Bundesagentur für Arbeit hat ihren Sitz in Nürnberg und ist der Träger der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Sie ist mit rund 110.000 Mitarbeitern die größte Behörde in Deutschland.

    Zu den Hauptaufgaben der Bundesagentur für Arbeit zählen:

    • Vermittlung in Ausbildungs- und Arbeitsstellen
    • Berufsberatung
    • Arbeitsmarktberatung
    • Zahlung von Entgeltersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Insolvenzgeld)
    • Forschung im Bereich des Arbeitsmarkts
    • Arbeitsmarktbeobachtung
    • Leistungen zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen

    Bundesärztekammer

    Die Bundesärztekammer ist ein nicht eingetragener Verein, der weder eine Kammer noch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts darstellt und demnach keine eigene Rechtsfähigkeit besitzt. Sie ist ein privatrechtlicher, freiwilliger Zusammenschluss der Landesärztekammern. Gemäß ihrer Satzung koordiniert sie die Tätigkeiten der Landesärztekammern und vertritt die berufspolitischen Interessen der Ärzte in Deutschland.

     

    Bundesfreiwilligendienst

    Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist 2011 geschaffen worden, als Reaktion auf die Abschaffung der Wehrpflicht, wovon auch der Zivildienst betroffen war. Sogenannte Bufdis, also Frauen und Männer, die ich als Bundesfreiwillige engagieren, arbeiten für einen begrenzten Zeitraum im kulturellen, sozialen oder ökologischen Bereich und sollen etwas zum Allgemeinwohl beitragen.


    Freiwillige, die den Bundesfreiwilligendienst verrichten, müssen keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das bedeutet, dass der Träger bzw. die Einsatzstelle des Dienstes die Beiträge zur Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung und Arbeitslosenversicherung allein tragen muss. Mit Antritt des BFD ist der Freiwillige verpflichtet, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern. Dabei ist es unerheblich, ob er vorher familienversichert oder Mitglied einer privaten Krankenversicherung war. Eine Familienversicherung oder PKV können für die Zeit des BDF ruhen und nach Beendigung des Dienstes wieder aufgenommen werden. Seit 2011 besteht außerdem die Möglichkeit die Mitgliedschaft in der beitragsfreien Familienversicherung um die Dauer des Dienstes zu verlängern, auch nach der Vollendung des 25. Lebensjahres.
     

    Bundesknappschaft

    Die Bundesknappschaft oder Knappschaft war ursprünglich nur Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung der im Bergbau beschäftigten Arbeitnehmer. Durch die Reform der Organisationsstruktur der gesetzlichen Rentenversicherung fusionierte die Bundesknappschaft zur neuen Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS). Sie unterhält bundesweit über 100 Servicestellen. In der Krankenversicherung ist die Knappschaft eine für gesetzlich Versicherte frei wählbare Krankenkasse.


    2003 trat die neue Minijob-Regelung in Kraft. Seitdem fungiert die KBS als Trägerin der Minijob-Zentrale und ist für den Einzug der Steuerpauschale für Solidartätszuschlag, Lohnsteuer sowie Kirchesteuer zuständig. Außerdem ist sie verantwortlich für die zentrale Verwaltung der Minijobs (450-Euro-Jobs).

     

    Bundesmantelvertrag

    Als allgemeiner Bestandteil der Gesamtverträge regelt der Bundesmantelvertrag zusammen mit dem Ersatzkassenvertrag die vertragsärztliche Versorgung. Vertragspartner sind hierbei die kassenärztliche Bundesvereinigung und die Verbände der Primärkassen (AOK, BKK, IKK, LKK und KBS). Im Rahmen des Bundesmantelvertrages wird unter anderem der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) bestimmt, der zur Bewertung der vertragsärztlichen Leistungen und Regelungen zur Organisation der vertragsärztlichen Versorgung dient.

     

    Bundesministerium für Arbeit und Soziales

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist das etatmäßig größte Bundesministerium der Bundesrepublik Deutschland.

     

    Seine Hauptaufgabengebiete sind

    • Arbeitsmarktpolitik (einschließlich Arbeitslosenversicherung)
    • Arbeitsrecht
    • Arbeitsschutz
    • Rente und soziale Sicherung

    Außerdem ist das Ministerium zuständig für die Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit und hat die Aufsicht über die bundesunmittelbaren Körperschaften des öffentlichen Rechts und die verschiedenen Verbände seines Aufgabengebiets.

    Bundesministerium für Gesundheit

    Das Bundesministerium für Gesundheit hat seinen Hauptsitz in Bonn.

     

    Zu den Hauptaufgaben des Ministeriums gehören u.a.:

    • Erhaltung und Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung
    • Reform des Gesundheitssystems (z.B. Stärkung der Patienteninteressen, Stabilisierung der Beitragssätze)
    • Gestaltung der Rahmenvorschriften für Herstellung, Prüfung, Zulassung, Vertrieb und Überwachung von Arzneimitteln und Medizinprodukten
    • Gesundheitsschutz und Krankheitsbekämpfung

    Bundesversicherungsamt

    Das Bundesversicherungsamt (BVA) ist eine Bundesoberbehörde und sitzt in Bonn. Das BVA übt die Rechtsaufsicht über alle bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträger aus. Als Bundesunmittelbar gelten alle Sozialversicherungsträger, deren Zuständigkeit sich über mehr als drei Bundesländer erstreckt. Damit führt das BVA die Aufsicht über alle bundesunmittelbare Krankenkassen aus. darunter fallen die Ersatzkassen und ein Großteil der Betriebskrankenkassen. 

    Bundesversicherungsanstalt für Angestellte

    Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte war bis 2005 der größte Rentenversicherungsträger in Deutschland mit Sitz in Berlin. Im Zuge der Rentenversicherungsreform wurde sie am 01.10.2005 in die Deutsche Rentenversicherung Bund überführt.

     

    Bürgerentlastungsgesetz

    Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung

    Das Bürgerentlastungsgesetz ( Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen ) wurde als so genanntes Änderungsgesetz 2009 beschlossen. Nach den Absichten des Gesetzgebers sollen  ungefähr 16 Millionen krankenversicherte Bürgerinnen und Bürger um circa 10 Milliarden Euro steuerlich entlastet werden. 

    So veränderte das Bürgerentlastungsgesetz die Möglichkeiten zum Steuerabzug von Krankenkassenbeiträgen – so genannten Vorsorgewaufwendungen, nach dem Einkommenssteuergesetz. Seit 2009 gelten die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung als unbeschränkt abzugsfähig.

     

    Burnout-Syndrom

    Das Burnout-Syndrom bezeichnet eine psychische Erkrankung sowie eine berufsbezogene chronische Erschöpfung, in der sich der Betroffene ausgebrannt und schwach fühlt. Der Erschöpfungszustand betrifft den Körper ebenso wie den Geist. Das Syndrom ist sehr komplex und vielschichtig. Da es individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann, fällt es schwer, allgemeine Ursachen für das Auftreten von Burnout zu finden. Einige häufig zu beobachtende Auslöser eines Burnout-Syndroms sind bspw.

    • ständige Frustration
    • Nichterreichen eines Ziels
    • zu hohe persönliche Erwartungen
    • Überlastung / Stress

    Der Betroffene beginnt sich innerlich zurückzuziehen und erlebt seine Umwelt als nicht mehr kontrollierbar. Das Burnout-Syndrom lässt sich nicht auf einen bestimmten Berufszweig eingrenzen, sondern kann nahezu alle Berufsgruppen betreffen. Auch Rentner und Arbeitslose sind manchmal betroffen.

    Erkennungsmerkmale eines Burnout-Syndroms sind u.a.:

    • reduziertes Engagement / fehlende Motivation
    • Desillusionierung
    • Aggressionen
    • gemindertes Selbstwertgefühl
    • Desorganisation
    • Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens.

    Burnout ist nicht nur ein persönliches Problem des Betroffenen, sondern gefährdet auch das berufliche Umfeld. Zur vollständigen Heilung der Erkrankung ist oftmals eine Kombination aus Erholung und professioneller Therapie nötig.

    Menschen mit Behinderung

    Laut Sozialgesetzbuch liegt eine Behinderung bei Menschen vor, „wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.“


    Die gesetzliche Krankenversicherung unterscheiden bei versicherungspflichtigen Menschen, die bei einem Arbeitgeber angestellt sind, nicht zwischen Menschen mit oder ohne Behinderung. Die Rechte und Pflichten sind dieselben.

    Bewerten Sie uns 4,8 / 5

    3774 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.