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Krankenkassen-Test · Kriterium
Brustkrebsvorsorge
Für den Test wurde wie folgt bewertet:
3 Sterne - Zwei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen ODER eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen sowie ein Discovering hands werden übernommen.
2 Sterne - Die Krankenkasse übernimmt eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung ODER Discovering hands sowie einen MammaCare Kurs oder allg. Maßnahme zur Gendiagnostik
1 Stern - Discovering hands oder MammaCare Kurs ODER allg. Maßnahme zur Gendiagnostik, nur regional, nur für bestimmte Risikogruppen oder über Gesundheitskonto
Zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen für Brustkrebs und andere Krebsarten werden angeboten.
Ergebnis nach Bundesland
Nur Kassen, die in Ihrem Land wählbar sindBrustkrebsvorsorge
71 KassenIn diesem Bundesland ist keine der bewerteten Kassen wählbar.
Brustkrebs – die häufigste Krebsart bei Frauen
Von Brustkrebs beziehungsweise einem Mammakarzinom sprechen Ärzte, wenn die Brustdrüse von einem bösartigen Tumor befallen ist. Es handelt sich um die am häufigsten auftretende Krebsform bei Frauen in den Industriestaaten. Auch Männer können betroffen sein, allerdings treten derartige Fälle sehr selten auf. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Hoch sind die Zahlen bei Frauen ab dem 40., besonders hoch ab dem 50. Lebensjahr. Ab etwa dem 70. Lebensjahr sinkt das Risiko wieder.
Früherkennung von Brustkrebs
Aufgrund der Häufigkeit dieser Krebsform kommt regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen eine besonders große Rolle zu. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.
Zwischen dem 30. und 49. Lebensjahr zahlen die Kassen eine Untersuchung pro Jahr, bei der die Lymphknoten am Schlüssel- und Brustbein sowie in den Achselhöhlen von einem Frauenarzt abgetastet werden. Darüber hinaus werden die Form und Größe der Brust und der Brustwarze überprüft.
Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr können zusätzlich zur Tastuntersuchung alle zwei Jahre ein Mammografie-Screening in Anspruch nehmen, bei dem das Brustgewebe mittels Röntgenstrahlung untersucht wird. Die Einladung zur Mammografie erhalten Frauen dieses Alters per Brief.
Liegt eine erbliche Vorbelastung und eine Veränderung des BRCA1- oder BRCA2-Gens vor, übernehmen die Kassen die Kosten für häufigere Untersuchungen: Entweder werden ab dem 25. Lebensjahr alle sechs Monate eine Tast- und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt oder aber fünf Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter, das in der Familie auftrat. Es wird außerdem empfohlen, einmal pro Jahr eine Kernspintomografie in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich wird dazu geraten, ein- oder zweimal pro Jahr ab dem 40. Lebensjahr eine Mammografie durchführen zu lassen.
Zusatzleistungen in der Brustkrebsvorsorge
Neben den genannten Methoden zur Früherkennung gibt es weitere, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten sind. Ein Beispiel dafür sind Screenings mittels Ultraschall (Sono-Check). Diese sind besonders für Frauen, deren Brustgewebe sehr dicht ist, sinnvoll. Denn hier stößt das Mammografie-Screening an seine Grenzen. Eine weitere Zusatzleistung für alle Altersgruppen ist die Tastuntersuchung durch Sehbehinderte. Hierbei nehmen ausgebildete Medizinisch-taktile Untersucherinnen (MTU), deren Tastsinn aufgrund ihrer Sehbehinderung besonders stark ausgeprägt ist, das Abtasten der Brust vor. Auch die Kostenübernahme für eine Mammografie im Alter unter 50 Jahren ist bei einigen Kassen möglich.
