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Krankenkassen-Test · Kriterium

Magen- und Darmkrebsvorsorge (Koloskopie)

Krankenkassentest: Darmkrebs-Vorsorge
Magen- und Darmkrebs-Vorsorge
Darmkrebs ist in Europa die häufigste Krebsart, an der jedes Jahr in Deutschland circa 65.000 Menschen erkranken, von denen nahezu die Hälfte an den Folgen sterben. Da Darmkrebs die einzige Krebsart ist, die durch eine rechtzeitige Diagnose zu fast 100 Prozent vermeidbar bzw. heilbar ist, gehört eine aktive Krebsvorsorge zu den wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung. Als gesetzliche Leistung können Männer und Frauen ab 50 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch nehmen. Krankenkassen können die Darmspiegelung (Koloskopie) jedoch auch als Mehrleistung vor dem Alter von 50 Jahren anbieten.


Für den Test wurde wie folgt bewertet:

3 Sterne = Ab 200 € Erstattung für eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Darmkrebsfrüherkennung unter 50. Jahren oder Erstattungen im Rahmen des Gesundheitskontos ab 500 Euro
2 Sterne = Ab 100 € Erstattung für eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Darmkrebsfrüherkennung unter 50. Jahren oder Erstattungen im Rahmen des Gesundheitskontos ab 300 Euro
1 Stern = Eine Erstattung für eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Darmkrebsfrüherkennung unter 50. Jahren erfolgt unter mit 100 Euro oder im Rahmen des Gesundheitskontos unter 300 Euro.


Ergebnis nach Bundesland

Nur Kassen, die in Ihrem Land wählbar sind
Zusätzlich übernimmt die AOK PLUS für Versicherte im Alter von 40 bis 49 Jahren mit bestehenden Risikofaktoren eine Früherkennungskoloskopie alle fünf Jahre mit bis zu 200 Euro.
AOK Sachsen-Anhalt Darmkrebsvorsorge auch unter 50 Jahre möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Erweiterte Darmkrebsvorsorge unter 50 Jahren mit einem familiären Risiko für Darmkrebs: vorgezogene Koloskopie und wenn medizinisch erforderlich, kann eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Die BERGISCHE KRANKENKASSE übernimmt für männliche und weibliche Versicherte, die das 45. aber noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet haben, einmalig die Kosten für eine ärztlich veranlasste Darmspiegelung, sofern diese notwendig ist und Risikofaktoren wie beispielsweise familiäre oder persönliche Vorbelastung bestehen. Sie ist durch an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte zu erbringen. Die Erstattung ist auf 250 EUR begrenzt.
energie-BKK 100 % Kostenerstattung auch unter 50 Jahre ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die energie-BKK übernimmt jährlich 100 % der Kosten bei allen Versicherten mit Risikofaktoren unter 50 Jahren.
Erweiterte Darmkrebsvorsorge, Koloskopie ab 40 Jahre (geschlechtsunabhängig).
IKK gesund plus 250€ (40-49 Jahre) aller 5 Jahre ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Bereits ab 40 Jahren erstattet die IKK gesund plus die Kosten einer Darmspiegelung (Koloskopie) bis maximal 250 Euro. Die Untersuchung kann alle 5 Jahre in Anspruch genommen werden.
SKD BKK Darmspiegelung in voller Höhe ab 45 Jahre ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Über die gesetzlichen Regelleistungen hinaus übernimmt die SKD BKK auch schon ab dem Alter von 45 Jahren die Kosten für eine vorsorgliche Darmspiegelung in voller Höhe. Voraussetzung ist, dass ein familiär oder erblich erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt.
AOK Hessen 200€ ab 45 Jahre (über Gesundheitskonto) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die AOK Hessen erstattet Versicherten ab dem 45. Lebensjahr einmalig die Kosten für eine Früherkennungsuntersuchung (Koloskopie) hinsichtlich eines kolorektalen Karzinoms (Darmspiegelung) bis zu 200 Euro.
An einer Darmspiegelung beteiligt sich die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland bereits ab 45 Jahren einmalig mit 100 Euro.
Über die gesetzlichen Regelungen hinaus erstattet die BKK Faber-Castell & Partner bei familiär oder erblich erhöhtem Erkrankungsrisiko einmalig die Kosten für eine Darmspiegelung nach Vollendung des 45. Lebensjahres und vor Vollendung des 50. Lebensjahres bei Frauen und Männern in Höhe von maximal 100 Euro. Zusätzlich werden im Rahmen des Bonusprogramms weitere ergänzende Krebsvorsorgeleistungen (z. B. zusätzliche Abstriche oder Laborparameter) übernommen.
BKK firmus 80% bis 100€ (Männer 46-50 Jahre), (Frauen 46-55 Jahre) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die BKK firmus erstattet einmalig die Kosten für eine Darmspiegelung nach Vollendung des 45. Lebensjahres und vor Vollendung des 50. Lebensjahres bei Männern bzw. des 55. Lebensjahres bei Frauen. Hier werden einmal die Kosten in Höhe von 80 % des Rechnungsbetrages, maximal 100 Euro je Versicherten erstattet. Für eine Kostenerstattung muss ein Antrag inklusive ärztlicher Bescheinigung und der zugehörigen Rechnung der Darmspiegelung eingereicht werden.
Die BKK Linde beteiligt sich an den anfallenden Kosten zu 70 % (bis max. 100 Euro), sofern die Voraussetzung der Risikofaktoren (familiär oder erblich erhöhtes Erkrankungsrisiko) erfüllt ist.
BKK mkk 100€ (45-50 Jahre) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Übernahme der Kosten einer Darmspiegelung (Koloskopie) für Versicherte zwischen 45 und 50 Jahren (100 Prozent bis zu 100 Euro).
BKK PFAFF 150€ (Männer 45-50 Jahre), (Frauen 45 - 55 Jahre) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Zusätzlich erstattet die BKK PFAFF für Männer zwischen 45 und 50 Jahren & für Frauen zwischen 45 und 55 Jahren eine in Anspruch genommene Darmspiegelung (Koloskopie) bis zu 150 Euro (bei vorliegenden Risikofaktoren oder einer familiären Vorbelastung).
BKK24 100€ (30-49 Jahre) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die BKK24 übernimmt für Versicherte vom 30 bis 49 Lebensjahr bis zu 100 Euro für eine Darmspiegelung - Koloskopie. Voraussetzungen für die Kostenübernahme sind eine ärztliche Empfehlung der Untersuchung und das Vorliegen von Risikofaktoren.
HEK-Hanseatische Krankenkasse 100€ (70%) ohne Altersbeschränkung ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Darmkrebsfrüherkennung gibt es für alle Altersklassen. Erstattung: 70 %, max. 100 EUR (ohne Altersbegrenzung) für eine Darmspiegelung oder immunologischen Stuhltest.
hkk 100€ (46-50 Jahre) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Über die gesetzliche Leistung hinaus erstattet die hkk einmalig die Kosten für eine Darmspiegelung nach Vollendung des 45. Lebensjahres und vor Vollendung des 50. Lebensjahres in Höhe von jeweils 80 von Hundert, maximal 100 Euro je Versicherten beim Vorliegen von Risikofaktoren (familiär oder erblich erhöhtes Erkrankungsrisiko).
Im Rahmen der Mehrleistungen beteiligt sich die KKH auch bei jüngeren Versicherten an den Kosten für eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Darmkrebsvorsorge. Die Untersuchungen richten sich an gesunde Versicherte ab 30 Jahren, bei denen ärztlich bestätigte Risikofaktoren vorliegen. Zu den Risikofaktoren zählen zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Verwandte ersten oder zweiten Grades (Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern, Enkel), die an Darmkrebs erkrankt sind. Die KKH erstattet für die Darmspiegelung bis zu 100 EUR.
Pronova BKK ab 40. Lebensjahr eine Koloskopie ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Zusätzlich kann man bei der Pronova BKK ab dem 40. Lebensjahr bis zur Vollendung des 49. Lebensjahres eine Früherkennungskoloskopie in Anspruch nehmen. Es werden einmalig max. 100 Euro erstattet.
Ab dem 45. Lebensjahr bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres gewährt die SECURVITA Krankenkasse bei Vorliegen von Risikofaktoren einen Zuschuss in Höhe von bis zu 100 Euro zur Koloskopie.
Im Rahmen des 250 Euro Vorteil-Pakets kann die Magen- und Darmkrebsvorsorge zusätzlich und unabhängig vom Alter alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.
BKK Herkules 30€ außerhalb der Regelversorgung ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die BKK Herkules bezuschusst Vorsorgeuntersuchungen außerhalb der Regelversorgung mit max. 30 Euro pro Jahr.
Ein Zuschuss für privat finanzierte Koloskopie ist bis zur Höhe von 50 Euro im Jahr möglich.
IKK Südwest 30€ für alle Versicherten ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Die IKK Südwest erstattet je Versicherten und je Leistung einmal je Kalenderjahr die tatsächlich entstandenen Kosten in voller Höhe, maximal bis zu einem Betrag in Höhe von 30 Euro.
Zuschuss zur Früherkennung von Darmkrebs (Darmkrebsspiegelung) ist nach Vorlage der Rechnung über das Vital Paket 100 (Gesundheitsbudget) bis max. 100 Euro pro Kalenderjahr möglich.
ZF BKK 100€ (über Gesundheitskonto) ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Kostenübernahme bis 100 EUR jährlich für ausgewählte selbstbezahlte Gesundheitsleistungen, z. B. Vorsorge-Untersuchungen(GesundPlus)
AOK Rheinland/Hamburg Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Über das Bonusprogramm AOK-Vital+ kann die Darmkrebsfrüherkennung ab 18 Jahren mit bis zu 80 % bezuschusst werden.
BARMER Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Alle Versicherten, die erfolgreich am Bonusprogramm BARMER Bonus teilgenommen haben, können die Zuschuss-Prämie im Wert von bis zu 200 EUR zur Magen- und Darmkrebsvorsorge, begrenzt auf die tatsächlich entstehenden Kosten, verwenden.
Bertelsmann BKK ★★★
BKK Public ★★★
BKK Technoform Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Bis zu 150 Euro gibt es bei erfolgreicher Teilnahme am Bonusprogramm "Topfit".
BOSCH BKK ★★★
DAK-Gesundheit Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Im Rahmen des DAK AktivBonus erhalten Versicherte pro Kalenderjahr bis zu 500 Euro Zuschuss für Vertragsärztliche Leistungen, die nicht vom Gemeinsamen Bundesausschuss ausgeschlossen sind.
Debeka BKK ★★★
KNAPPSCHAFT Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Mit dem Gesundheitskonto erhalten die Kundinnen und Kunden der KNAPPSCHAFT die Möglichkeit, durch die Inanspruchnahme definierter Vorsorgeleistungen in einem vorgegebenen Zeitraum ein Guthaben in Höhe von 150 Euro zu erwirtschaften. Nach Bestätigung des Guthabens können die Kundinnen und Kunden der KNAPPSCHAFT dieses Guthaben für die Magen- und Darmkrebsvorsorge verwenden.
mhplus BKK Zuschuss über Bonusprogramm möglich ★★★ Onlineantrag Infos anfordern Antrag (PDF)
Eine Inanspruchnahme der Darmkrebsuntersuchungen unter den vorgegebenen Altersgrenzen in den Leitlinien ist in jungen Jahren als kurative Leistung möglich. Im Rahmen des mhplus Fitcash-Rechnungsbonus können bis zu 435EUR für eine Rechnung für eine Vorsorge-Früherkennung außerhalb des gesetzlichen Anspruch erstattet werden
TUI BKK ★★★

Magenkrebs und Darmkrebs

Darmkrebs ist hierzulande sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine sehr häufig auftretende Krebserkrankung. Aus diesem Grund sind Vorsorgeuntersuchungen hier besonders wichtig. Darmkrebs wird auch als kolorektales Karzinom bezeichnet. Es kann sich hierbei um ein Kolonkarzinom, also eine Krebserkrankung des Dickdarms, und/oder ein Rektumkarzinom, also eine Krebserkrankung des Mastdarms, handeln. Fast immer ist dieser Krebs auf entartete Polypen im Dickdarm zurückzuführen.

Das Durchschnittsalter für eine Darmkrebserkrankung liegt bei Frauen bei 75 und bei Männern bei 69 Jahren. Meist tritt diese Krebsform ab dem 50. Lebensjahr auf. In der Frühphase des Tumorwachstums sind meistens kaum Beschwerden zu bemerken, weshalb der Krebs häufig erst spät entdeckt wird.

Von Magenkrebs spricht man üblicherweise, wenn die Magenkarzinome von den Drüsenzellen der Magenschleimhaut ausgehen. Diese gehören zu den Adenokarzinomen. Daneben gibt es aber auch Tumore, die beispielsweise dem Muskelgewebe der Magenwand entstammen – die  Leiomyosarkome. Weitere Arten, die im Magen vorkommen können, sind gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sowie MALT-Lymphome.

Während Magenkrebs bei Frauen im Durchschnitt im Alter von etwa 75 auftritt, zeigt er sich bei Männern im Alter von circa 71 Jahren. Darüber hinaus kommt diese Form des Krebses bei letzteren etwas häufiger vor. Die Zahl der Magenkrebserkrankungen ist in den westlichen Ländern seit Jahren rückläufig. Noch immer kommt dieser Krebs allerdings auch in Deutschland nicht selten vor. Problematisch ist, dass er ebenfalls vergleichsweise wenige Symptome hervorruft, sodass er häufig erst sehr spät entdeckt wird und dann gegebenenfalls nicht mehr operabel ist. Daher kommt auch hier Vorsorgeuntersuchungen ein großer Stellenwert zu.

Vorsorgeuntersuchungen auf Darmkrebs

Da Darmkrebs sich fast immer aus eigentlich harmlosen Wucherungen der Darmschleimhaut, den Polypen, entwickelt, ist eine frühzeitige Entfernung dieser der wichtigste Schritt, um eine Tumorbildung zu vermeiden. Geschieht dies, bevor die Polypen entarten und somit bösartig werden können, sind die Heilungschancen gut. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhöhen die Möglichkeit, derartige Wucherungen rechtzeitig zu erkennen.
Frauen und Männer können ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich eine Untersuchung auf Darmkrebs wahrnehmen. Die Kosten dieser Leistung tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Zusätzlich besteht für Versicherungsmitglieder aller gesetzlichen Kassen ab dem 55. Lebensjahr die Möglichkeit, eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen zu lassen. Sofern die Untersuchung keine Auffälligkeiten ergibt, kann sie nach 10 Jahren erneut auf Kosten der jeweiligen Kasse in Anspruch genommen werden.

Ablauf einer Vorsorgeuntersuchung

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ab 50 befragt der Arzt seinen Patienten nach Ernährungsgewohnheiten und Veränderungen beim Stuhlgang. Er tastet außerdem mit dem Finger den Enddarm ab (rektale Untersuchung), um Veränderungen festzustellen. Des Weiteren wird jährlich ein Test auf okkultes, also nicht sichtbares Blut, vorgenommen. Dafür enthält man vom Arzt  sogenannte Testbriefe. Diese enthalten einzelne Felder, von denen der Patient jedes mit einer Stuhlprobe eines bestimmten Tages versieht. Diese Proben werden später im Labor untersucht. Verfärbt sich die dabei eingesetzte Testlösung, ist des Ergebnis positiv. Weil okkultes Blut aber nicht nur auf Darmkrebs, sondern auch eine Entzündung hinweisen kann, wird zur Absicherung eine Koloskopie durchgeführt. Sofern Patienten ab 55 Jahren nicht das Angebot der Darmspiegelung wahrnehmen, sollte der Stuhltest mindestens alle zwei Jahre erfolgen. Andernfalls ist der Test innerhalb der 10 Jahre zwischen den Koloskopien nicht notwendig.

Die Koloskopie nehmen gastroenterologisch tätige Fachärzte vor. Die anderen genannten Untersuchungen können vom Hausarzt, Gynäkologen sowie Urologen durchgeführt werden.

Wichtige Vorsorgeuntersuchungen auf Magenkrebs

Die einzig zuverlässige Möglichkeit, ein Magenkarzinom zu erkennen, ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Diese wird allerdings für gewöhnlich nur bei bestimmten Symptomen und Beschwerden durchgeführt, weil sowohl der Aufwand als auch die Risiken relativ hoch sind. Bei der Gastroskopie wird ein Schlauch über den Mund in die Speiseröhre geleitet. Damit der Würgereiz dabei nicht ausgelöst wird, wird der Rachen mit einem Spray örtlich betäubt. Der Schlauch beinhaltet eine Kamera, einen Arbeitskanal für das Einführen weiterer Instrumente sowie einen Lichtleiter. Mit seiner Hilfe kann der Arzt den Magen und den Zwölffingerdarm über einen Monitor begutachten. Aus der Schleimhaut entnimmt er einige kleine Gewebeproben, die später im Labor auf Veränderungen untersucht werden.
Eine risikolose Untersuchungsmethode ist die virtuelle Magenspiegelung. Mittels Computertomografie und Magnetresonanztomografie des Magens, die am Computer zu dreidimensionalen Bildern zusammengefügt werden, kann der Magen oder die Speiseröhre auf Veränderungen untersucht werden.
Anders als bei der Darmkrebsvorsorge sind die gesetzlichen Krankenkassen nicht dazu verpflichtet, die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen auf Magenkrebs zu übernehmen.

Zusatzleistungen in der Magen- und Darmkrebsvorsorge

Einige gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen auf Darmkrebs auch schon bei Menschen unter 50 beziehungsweise 55. Darüber hinaus tragen manche Kassen die Kosten für immunologische Stuhltests.

 

 

 

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