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Continentale Betriebskrankenkasse

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Die Krankenkasse "Continentale Betriebskrankenkasse" über sich

Die Continentale BKK bietet Ihnen umfassenden Krankenversicherungsschutz in allen Lebenslagen. Während der Schwangerschaft, als Familie, in Ausbildung und Studium, bei Berufstätigkeit und als Rentner, wir haben für jeden die passenden Leistungen und Services.

Sie profitieren nicht nur von allen gesetzlichen Leistungen, sondern insbesondere von unseren vielfältigen Extras. Besondere Highlights der Continentale BKK sind bis 380 Euro Bonus, 400 Euro Gesundheitskonto, erweiterter Impfschutz und Vorsorgeuntersuchungen und umfangreiche Extras für Familien. 

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Informationen
Adresse
(Zentrale)
Continentale Betriebskrankenkasse
Sengelmannstraße 120
22335 Hamburg
Geöffnet in:
bundesweit geöffnet
Mitglieder:
71496 (01.01.2026)
Versicherte:
90038 (01.01.2026)
Geschäftsstellen:
4
Vorstand:
Vorstand: Stefan Lorenz
Betriebsnummer:
OST 338 653 67
WEST 33865367
Kassentyp:
BKK
Satzungen:
satzungen-continentale-betriebskrankenkasse-2025.pdf
Geschäftsbericht:
Tansparenzbericht:
Stellenanzeigen:
Continentale Betriebskrankenkasse Stellenangebote
Testnoten
2,0 Großer Krankenkassentest
2,1 Azubi Krankenkassentest
2,2 Für Familien
2,2 Leistungen im Test
2,5 Großer Krankenkassentest
2,0 Für Schwangere & junge Eltern
2,3 Selbständige Krankenkassentest
2,1 Studenten Krankenkassentest

Besondere Leistungen (Highlights)

250 Euro Präventionszuschuss

Für Präventionskurse zur gesundheitlichen Vorbeugung (Bewegung, Stressbewältigung, Entspannung, gesunde Ernährung, Suchtvermeidung) erstattet die Continentale Betriebskrankenkasse 100 Prozent der Kosten, bis zu 250 EUR pro Kalenderjahr. Pro Jahr können zwei Kurse bezuschusst werden.

Wenn Sie Ihre gesundheitlichen Aktivitäten lieber mit einem Kurzurlaub verbinden möchten, dann sind die Gesundheitsreisen genau das Richtige für Sie. Der Zuschuss für diese Präventionsmaßnahmen beträgt 200 EUR.

 

160 Euro Osteopathie

Osteopathie ist ein Naturheilverfahren. Mit sanften Methoden wird die Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen gesucht und die Selbstheilungskräfte des Köpers unterstützt. Die Behandlung wird von Ärzten mit Zusatzausbildung oder Osteopathen durchgeführt. Sie benötigen hierfür eine Bescheinigung von Ihrem Arzt. Die Continentale BKK übernimmt die Kosten für maximal vier Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 100 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 40 Euro pro Sitzung. Es werden jährlich bis 160 Euro erstattet.

(Diese Leistung ist Teil des Gesundheitskontos, bei dem pro Versicherten und Jahr insgesamt 400 Euro zur Verfügung stehen.)

Extras in der Schwangerschaft

Die Continentale BKK unterstützt Frauen in der Schwangerschaft mit umfangreichen Extras:

  • 120 Euro für zusätzliche Untersuchungen wie z. B. Ultraschall, Toxoplasmosetest, Streptokokkentest und weitere Untersuchungen
  • Kostenübernahme für Geburtsvorbereitungskurs für Mütter (100 Prozent) und Väter (80 Euro)
  • 250 Euro für Hebammenrufbereitschaft
  • Digitale Hebammenberatung 'Kinderheldin'
  • Prävention von Frühgeburten durch das Programm „Hallo Baby“
  • Infos und Tipps für gesunde Schwangerschaft im Programm BabyCare
  • 115 Euro Baby-Bonus für vollständige Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen
  • 100 Prozent Kostenübernahme für ärztlich verordnete Arzneimittel mit Eisen, Magnesium, Folsäure und Jod, zur Vermeidung eines Mangels während der Schwangerschaft
  • Bis zu 5.200 Euro Zuschuss bei künstlicher Befruchtung
Extras für Familien

Als Familie profitieren Sie von vielen Extraleistungen:

  • Erweiterte Vorsorge für Kinder und Jugendliche
  • Erstattung von zusätzlichen Impfungen, auch für Reisen
  • Naturheilverfahren Homöopathie und Osteopathie
  • 400 Euro im Gesundheitskonto für Extraleistungen
  • bis 380 Euro im Bonusprogramm für gesunden Lebensstil
  • Mehrere Tausend Euro Zuschuss bei künstlicher Befruchtung
Extras für Young Professionals

Ob in Studium, Ausbildung oder Berufsstarter, die Continentale BKK bietet zahlreiche Extras:

  • ServiceApp, Stresscoach, Tinnitus App - alles flexibel für unterwegs
  • Wahltarif Prämienzahlung - bis zu 600 Euro Beitragserstattung
  • 100 Euro Zuschuss für sportmedizinische Untersuchung
  • Reiseimpfungen - volle Kostenübernahme für zusätzliche Impfungen (bis 400 Euro)
  • bis 380 Euro Bonus für den gesunden Lebensstil
  • Hautkrebsvorsorge schon ab 15 Jahren
Homöopathie - Sanfte Heilmethode

Bei der Klassischen Homöopathie werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Der Arzt nimmt sich viel Zeit für die ausführliche Beratung und Untersuchung. Die Continentale BKK übernimmt die Kosten für die Behandlung bei bundesweit über 1.400 zugelassenen Ärzten mit Zusatzausbildung. 

Für homöopathische Arzneimittel werden zudem pro Jahr bis 100 Euro erstattet.

Erweiterter Impfschutz

Die Continentale BKK übernimmt die Kosten für die von der Impfkommission empfohlenen Impfungen und zusätzlich jedes Jahr weitere Impfungen, darin eingeschlossen sind die HPV-Schutzimpfung sowie die Impfungen für Auslandsreisen.

(Diese Leistung ist Teil des Gesundheitskontos, bei dem pro Versicherten und Jahr insgesamt 400 Euro zur Verfügung stehen.)

 

Erweiterte Hautkrebsvorsorge ab 15 Jahren

Wir übernehmen schon ab 15 Jahren (statt ab 35 Jahren) alle zwei Jahre die Kosten für die Untersuchung Ihrer Haut bei einem Dermatologen. 

Die zwei-jährliche Untersuchung ist Ihnen nicht genug? Dann profitieren Sie zusätzlich von unserer Satzungsregelung und erhalten in den Jahren davor und dazwischen einen Zuschuss von 28 Euro zur Hautkrebsvorsorge. 

(Diese Leistung ist Teil des Gesundheitskontos, bei dem pro Versicherten und Jahr insgesamt 400 Euro zur Verfügung stehen.)

Zum Thema Hautvorsorge hat die Continentale BKK weitere hervorragende Extraleistungen.

Erweiterte Kindervorsorge

Mit dem Gesundheitsprogramm Starke Kids übernimmt die Continentale BKK exklusiv zusätzliche Checks:

Die U0: Elternberatung noch vor der Geburt

Baby-Check: bis 5 Monate

Augenscreening I: 5 bis 13 Monate

Augenscreening II: 20 bis 25 Monate

Sprach-Check: im Rahmen der U7a

Die U10: der Grundschulcheck

Die U11: für Kinder zwischen 9 und 10 Jahren

Die J2: für Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren

Gesundheitscoaching bis 17. Lebensjahr - Arztberatung bei Verhaltensauffälligkeiten

Continentale BKK ServiceApp

In der ServiceApp können Kunden ihre Anliegen rund um die Uhr online erledigen:

  • Eigene Mitgliedsbescheinigung erstellen
  • Anschrift oder Bankdaten ändern
  • Krankmeldung portofrei schicken
  • Nachrichten senden und empfangen
  • Rechnungen zur Erstattung einreichen
  • Auslandskrankenschein für Türkei, Tunesien, Bosnien oder Srpska erstellen
  • Ein Foto für die Versichertenkarte hochladen
  • Kinderkrankengeld beantragen
  • Anträge einreichen wie z. B. Unfallfragebogen und weitere 
Gesundheitstelefon und ärztliche Videosprechstunden

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr erhalten Sie von Ärzten und Pflegepersonal kompetente Antworten auf Ihre gesundheitlichen Fragen. Die telefonische Beratung ist für Versicherte der Continentale BKK kostenfrei.

 

Die ärztliche Videosprechstunde können Sie montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr nutzen. Buchen Sie Ihren Wunschtermin und lassen Sie sich von Medizinern kostenlos beraten.

Psychologische Unterstützung

Unser Versorgungsangebot KOMPASS bietet Ihnen kostenlose psychotherapeutische Hilfe per Telefon. So finden Sie Ihr seelisches Gleichgewicht wieder und verbessern Ihre Lebensqualität.

Für Kinder und Jugendliche gibt es darüber hinaus auch Online-Psychotherapie. So ist ein schneller Zugang zur notwendigen Hilfe gesichert.

Vergünstigte Ergänzungsversicherungen

Der Kooperationspartner Continentale Krankenversicherung a.G. bietet viele attraktive Ergänzungsversicherungen zu exklusiven Preisen, teils ohne Gesundheitsprüfung.

Zusätzlich profitieren Sie vom Continentale Partnerservice, dem exklusiven Service für Versicherte mit Ergänzungsversicherungen der Continentale Krankenversicherung a.G.

 

 

 

 

200 Euro für Gesundheitsreisen

Mit unseren Angeboten für Gesundheitsreisen können Sie Ihre gesundheitlichen Aktivitäten mit einem Kurzurlaub verbinden.

Sie wollen selbst etwas für Ihre Gesundheit tun? Erleben Sie ein vielfältiges Gesundheitsprogramm, vom Entspannungstraining über Bewegungsübungen bis zur Ernährungsberatung in ausgewählten Kurorten in Deutschland.
Sie erhalten Tipps und Anregungen für den Alltag zu Hause und im Beruf. Neben verschiedenen Basisprogrammen gibt es Spezialprogramm (z. B. Rücken, Stress) und besondere Angebote für Familien, junge Erwachsene und Senioren.

Von uns bekommen Sie einen Präventionszuschuss von 200 Euro für Erwachsene bzw. 150 Euro für Kinder im Familienprogramm.

 

Gesundheitskonto

Mit dem Gesundheitskonto der Continentale BKK haben Sie die Wahl! Wir stellen jedem Versicherten zum Jahresbeginn einen Betrag von 400 € für Gesundheitsleistungen zur Verfügung. Sie entscheiden, was Ihnen wichtig ist. Beim Gesundheitskonto können Sie aus diesen Angeboten wählen:

  • Osteopathie, Chirotherapie, Kinesiologisches Taping – alternative Behandlung für Sie

  • Impfungen – für mehr Sicherheit

  • Naturarzneimittel – sanfte Heilung

  • Sportmedizinische Untersuchung – Training ohne Risiko

  • Hautkrebsscreening – Mehr Vorsorge

  • Brustkrebsvorsorge - durch Tastuntersuchung

Krankenkassen in Deutschland

Die gesetzlichen Krankenkassen sind die Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland und somit Teil des deutschen Sozialsystems. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts arbeiten sie nach dem Prinzip der Selbstverwaltung unter Aufsicht beauftragter Behörden. 

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Die Krankenkasse "Continentale Betriebskrankenkasse" über sich
  • 2 Besondere Leistungen (Highlights)
  • 3 Krankenversicherung in Deutschland
  • 4 Aufgaben der Krankenversicherung
  • 5 Gesetzliche und private Krankenkassen
  • 6 Kassenarten
  • 7 Aufsichtsbehörde der Krankenkassen
  • 8 Anzahl der Krankenkassen und Entwicklung
  • 9 Allgemeine Fragen (FAQ) zu Krankenversicherung und Krankenkassen

Krankenversicherung in Deutschland

In Deutschland gilt ein duales System der Krankenversicherung, bestehend aus der Gesetzlichen Krankenversicherung auf der einen und der Privaten Krankenversicherung auf der anderen Seite. Seit 2009 sind alle Einwohner der Bundesrepublik Deutschland zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse verpflichtet.

Aufgaben der Krankenversicherung

Laut Sozialgesetzbuch gehören der Erhalt der Gesundheit der Versicherten bzw. deren Verbesserung oder Wiederherstellung und damit auch die Linderung von Beschwerden bei Krankheit zu den Aufgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Aus diesen Zielen und Aufgaben ergibt sich der allgemeine Leistungsanspruch der Versicherten. Die von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten Behandlungen und sonstigen Leistungen müssen laut SGB V "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich" gestaltet sein. Laut diesem Wirtschaftlichkeitsgebot dürfen sie das "Maß des Notwendigen" und medizinisch sinnvollen nicht überschreiten. 

Gesetzliche und private Krankenkassen

GKV uind PKV GKV uind PKV
Neun von zehn Menschen in Deutschland sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, deren Hauptmerkmal das Solidarprinzip ist. Dieses besagt, dass gesunde Versicherte für Kranke, Jüngere für Ältere, Alleinstehende für Familien und einkommensstarke für einkommensschwache Versicherte anteilig höhere Beiträge bezahlen. Durch das Solidarprinzip unterscheidet sich die GKV grundlegend von der PKV, in der das Äquivalenzprinzip gilt. Während sich die Höhe der Beiträge in der GKV nach dem jeweiligen Einkommen richten, richten sich die Beiträge in der PKV nach dem zu versichernden individuellen Risiko. 

Gesetzliche Krankenkassen sind nicht als Unternehmen zu betrachten und zahlen keine Steuern. Die wichtigste Rechtsgrundlage einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Satzung, in der alle Beiträge, Boni, Tarife, Prämien und Leistungen festgelegt werden. Weiterhin unterliegen Gesetzliche Kassen einer Auskunftspflicht, müssen also regelmäßig ihren Finanzhaushalt offenlegen. Private Krankenkassen arbeiten dagegen gewinnorientiert, werden von Versicherungsunternehmen der Finanzwirtschaft betrieben und unterliegen somit allen Pflichten und Regeln von Kapitalgesellschaften. Um ihrer Pflicht nach Altersrückstellungen nachzukommen, legen private Krankenkassen einen Teil der von den Versicherten gezahlten Prämien an den Kapitalmärkten an.     

Kassenarten

Die gesetzlichen Krankenkassen sind in folgende Kassenarten untergliedert: Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK), Knappschaft und die Ersatzkassen (EK).

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Die Abkürzung AOK steht für Allgemeine Ortskrankenkasse. In Deutschland gibt es 11 AOKs, welche 27 Millionen Versicherte betreuen (Stand 06/26). Dies entspricht einem Marktanteil von circa 37%. Damit sind die AOKs die zweitgrößte Kassenart.
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Die Abkürzung BKK steht für Betriebskrankenkassen. Die Betriebskrankenkassen unterscheiden sich in geöffnete und geschlossene Krankenkassen. Ca. 30 % der BKKen sind geschlossen und somit für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Mit einem Marktanteil von 12,5% sind die BKKs die drittgrößte Kassenart.
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Die IKKen lassen sich auf Gesellenbruderschaften und Zünfte zurückführen. Sie haben mit über 5,2 Millionen Versicherten einen Marktanteil von 7 %. Sie sind die viertgrößte Kassenart. Momentan gibt es 6 IKKs, welche aber nicht alle bundesweit geöffnet sind.
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Zu den Ersatzkrankenkassen gehören die Techniker Krankenkasse, die BARMER, die HEK, die hkk, die KKH sowie die DAK. Diese sechs Krankenkassen haben zusammen circa 29 Millionen Versicherte und somit einen Marktanteil von etwa 37 % (Stand 06/26). Damit bilden die Ersatzkrankenkassen die größte Krankenkassenart.
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Bei der Knappschaft handelt es sich um eine bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse. Mittlerweile kann sie auf eine über 750 jährige Geschichte zurückblicken. Ihren Ursprung fand die Knappschaft bei den Bergleuten, welche sich aufgrund der besonderen Gefahren im Bergbau gegenseitig sozial absichern wollten. Damit ist die Knappschaft ist die älteste Sozialversicherung der Welt. Momentan zählt die Knappschaft 1,1 Millionen Versicherte (Stand 06/26).
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Die Abkürzung LKK steht für Landwirtschaftliche Krankenkasse. In ihr sind Landwirtschaftliche Unternehmer und ihre Familienangehörigen grundsätzlich pflichtversichert, ein Wahlrecht wie bei den anderen Kassenarten besteht nicht. Ende 2025 zählte der LKK ca 505.000 Versicherte.

Aufsichtsbehörde der Krankenkassen

Hinsichtlich der Aufsichtspflicht durch Behörden unterscheidet man bundesunmittelbare Kassen, die für mindestens drei Bundesländer zuständig sind und gesetzlichen Kassen unter Landesaufsicht. Für alle bundesunmittelbaren Kassen führt das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), während für die behördliche Aufsicht aller anderen gesetzlichen Krankenkassen das jeweilige Landesministerium für Soziales zuständig ist. Alle Aufsichtsbehörden sind auch für Beschwerden von Versicherten zuständig. 

Aufsichtsbehörde

Anschrift

Bundesamt Soziale Sicherung (BAS) 

Bundesamt für Soziale Sicherung
Referat II
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
Tel: 0228 / 619-0
Fax: 0228 / 619-1870
Mail: poststelle@bas.bund.de
https://www.bundesamtsozialesicherung.de/                                               

Gesundheits- und Sozialministerien
der Länder

Liste der Ministerien

Anzahl der Krankenkassen und Entwicklung

Durch eine Vielzahl von Fusionen ist die Zahl der Krankenkassen in Deutschland stark gesunken. Gab es zu Beginn der siebziger Jahre noch weit über 1500 gesetzliche Krankenkassen, sank die Anzahl bis 1995 auf unter 1000 und lag zehn Jahre später nur noch bei 250. Derzeit gibt es noch 73 geöffnete gesetzliche Krankenkassen (Stand 2025) und 23 gesetzliche Krankenkassen, die als so genannte 'geschlossene Betriebskrankenkassen' ausschließlich für die Beschäftigten der jeweiligen Firmen vorgesehen sind.

Bild Quelle: GKV-Spitzenverband

Allgemeine Fragen (FAQ) zu Krankenversicherung und Krankenkassen

Im Zusammenhang mit der Krankenversicherung und der Mitgliedschaft in einer Krankenkasse gibt es häufig auftauchende Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten. Sollte Ihre Frage nicht aufgeführt sein, können Sie diese auch im Forum stellen.  >> zum Krankenkassen-Forum.

Was ist eine gesetzliche Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein Teil des deutschen Sozialversicherungssystems und stellt die Grundversorgung im Krankheitsfall sicher. Sie ist für viele Menschen in Deutschland verpflichtend und basiert auf dem Solidaritätsprinzip.

Für wen ist die gesetzliche Krankenversicherung zuständig?

Antwort: In der Gesetzlichen Krankenversicherung kann sich grundsätzlich jeder Erwachsene versichern, wobei zwischen versicherungspflichtigen und nicht versicherungspflichtigen Personengruppen unterschieden wird. Letztere haben die Möglichkeit, als freiwillig Versicherte Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse zu sein.

GKV-versicherungspflichtig sind unter anderem folgende Personengruppen:

  • Arbeitnehmer, Angestellte und Azubis mit Jahresverdienst unterhalb JAEG
  • Arbeitslose während des Bezuges von ALG I, ALG II oder ALG bei Weiterbildung
  • Landwirte
  • Freischaffende Künstler und Publizisten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz
  • Studenten bis zum 14. Fachsemester unter 30 Jahren an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen
  • Rentner, die bestimmte Vorversicherungszeiten in der GKV erfüllen 

Welche Krankenkassen gibt es?

Antwort: Analog zu den beiden existierenden Versicherungsarten gibt es in Deutschland gesetzliche und private Krankenkassen. Während die gesetzlichen Kassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts deklariert sind, handelt es sich bei den Trägern privater Krankenkassen um marktwirtschaftlich agierende Versicherungsunternehmen. 

Bei den gesetzlichen Krankenkassen unterscheidet man grundsätzlich in geöffnete oder geschlossene Krankenkassen. Geschlossene Krankenkassen sind nur für Angehörige und Mitarbeiter bestimmter Firmen zugelassen. Beispiele dafür sind die Daimler Betriebskrankenkasse, die E.ON Betriebskrankenkasse oder die BKK Merck. 

In den geöffneten Krankenkassen können sich Einwohner bzw. gemeldete Arbeitnehmer eines, mehrerer oder aller Bundesländer versichern. Im letzten Fall spricht man von bundesweit geöffneten Krankenkassen.

Historisch und sozialpolitisch haben sich die heutigen Krankenkassen aus verschiedenen Wurzeln heraus entwickelt, sie sich in den heute existierenden unterschiedlichen Kassenarten widerspiegeln.
Bei den Kassenarten unterscheidet man in AOK, BKK, Ersatzkassen, IKK,  LKK und die Knappschaft.


Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Kassen?

Antwort: Die Unterschiede liegen für die Versicherten bei den monatlichen Beitragskosten, dem Service und den zusätzlich angebotenen freiwilligen Satzungsleistungen. Jeder dieser drei Bereiche kann unter Umständen bereits allein den Ausschlag für einen Kassenwechsel geben, etwa wenn ein empfindlich hoher Zusatzbeitrag eingeführt, eine Geschäftsstelle vor Ort fehlt oder der Kostenzuschuss für einen Yogakurs nicht bewilligt wird.


Wie und wo kann man als Versicherter bei der Krankenkasse sparen?

Antwort: Bei den Gesundheitskosten zu sparen, muss nicht gleich heißen, dass an der Gesundheit selbst gespart wird. Folgende Möglichkeiten haben Versicherte:

Sparen durch Vermeidung eines hohen Zusatzbeitrages 

Wechselt man von einer Krankenkasse mit hohem Zusatzbeitrag in eine Kasse, die ohne diesen auskommt bzw. diese Zusatzbelastung niedrig hält, können bei mittleren Einkommen mehrere hundert Euro pro Jahr eingespart werden. 

Sparen durch Wahltarife 

Entscheidet man sich als Versicherter für einen Wahltarif mit Beitragsrückerstattung, kann man bei Nichtinanspruchnahme ärztlicher Leistungen einen Teil der geleisteten Beiträge zurückerstattet bekommen. Maximal sind hier 600 Euro pro Jahr möglich.

Sparen durch Bonusprogramme

Bonusprogramme belohnen aktives gesundheitsbewusstes Verhalten der Versicherten zum Teil mit beachtlichen Prämienbeträgen.  Wer für sich und seine Familie Stempel im Bonusheft zusammenträgt, kann Barprämien oder Gesundheitsleistungen in Höhe von mehreren hundert Euro dafür erhalten.


Wieviele Krankenkassen gibt es?

Antwort: Durch Fusionen und eine Insolvenz hat sich die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen  in den vergangenen 40 Jahren sehr stark verringert. Waren es 1970 noch 1.815 gesetzliche Kassen, schrumpfte die Zahl kontinuierlich und lag zur Jahrtausendwende bei 420. Aktuell gibt es in Deutschland insgesamt noch 71 geöffnete gesetzliche Krankenkassen. Dazu kommen noch wenige geschlossene gesetzliche Krankenkassen. Auch die Anzahl privater Krankenkassen ist zurückgegangen und beläuft sich auf circa 40 Anbieter, etwas mehr als 30 bieten eine private Vollkrankenversicherung an..


Wie hoch ist der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung?

Antwort: Der Beitrag setzt sich aus dem Allgemeinen Beitrag (14,6%) und dem Zusatzbeitrag zusammen. Für Pflichtversicherte übernehmen Arbeitgeber bzw. die Rentenversicherung jeweils die Hälfte davon (gilt ab 2021). Selbstständige und freiwillig versicherte Rentner, aber auch Studenten, Hausfrauen und Hausmänner zahlen den vollen allgemeinen Beitrag und den vollen Zusatzbeitrag. 
 

Beispiele

Rechenbeispiel Pflichtversicherte

Brutto-Monatseinkommen: 3800 €  | Zusatzbeitrag: 2,9 % 
anteiliger KV-Beitrag für Pflichtversicherte: 3800 €  x 7,3 % /100 + 3800 x 1,45 %/100 = 332,50 Euro

Rechenbeispiel Selbstständige

Brutto - Monatsüberschuss: 5000 €  | Zusatzbeitrag: 3,3 %   
KV-Beitrag für Pflichtversicherte: 5000 €  x 14,6 % /100 + 4000,- € x 2,7 %/100 = 895,00 Euro

Leistungen
  • Gesetzliche Leistungen der Krankenkassen
  • Satzungsleistungen der Krankenkassen
  • Ausgeschlossene Leistungen
  • Familienversicherung
  • Bonusprogramme
  • Wahltarife
  • Vorsorgeuntersuchungen
Personengruppen
  • Arbeitnehmer
  • Selbstständige
  • Studenten
  • Azubis
  • Rentner
  • Künstler & Publizisten
  • Weitere Personengruppen
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