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Wechsel der Krankenkasse

Probleme beim Krankenkassenwechsel - was tun

veröffentlicht am 17.06.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Michael Schwarzenberger / pixabay
Sollte es Probleme mit dem Wechsel der Krankenkasse geben, hat man die Möglichkeit, sich bei den zuständigen Aufsichtsbehörden zu beschweren. Für die Ersatzkassen, die Knappschaft, Innungskrankenkassen und Betriebskrankenkassen ist das Bundesversicherungsamt zuständig. Für die Bearbeitung und Beantwortung von Beschwerden und anderen Eingaben zeichnet sich dort die Abteilung II zuständig.

2018-06-17T09:39:00+00:00
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Für die AOK-Versicherte sind die Sozialministerien der jeweiligen Bundesländer als zuständige Aufsichtsbehörde der Ansprechpartner.

BUNDESVERSICHERUNGSAMT 

Referat II Friedrich-Ebert-Allee 38 53113 Bonn
Tel: 0228 / 619-0
Fax: 0228 / 619-1870

Email: poststelle@bva.de
http://www.bundesversicherungsamt.de

Fragen zum Wechsel der Krankenkasse

Ist ein Krankenkassenwechsel bei laufender Behandlung möglich?

Antwort: Ein Krankenkassenwechsel hat keinerlei Auswirkungen auf laufende medizinische oder zahnmedizinische Behandlungen. Der behandelnde Arzt / Zahnarzt rechnet bis zum letzten Tag der Mitgliedschaft bei der alten Krankenkasse ab. Mit Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Krankenkasse wechseln die Erstattungsansprüche des Arztes an die neue Kasse. Selbstverständlich sollten Sie bei laufenden Behandlungen und geplanten OP-Terminen zur Vermeidung von Komplikationen alle Ärzte und andere Leistungserbringer über ihren Kassenwechsel rechtzeitig informieren und ihre neue Chipkarte ab dem ersten Tag Ihrer Mitgliedschaft in der neuen Kasse einsetzen.

 

Kann man beim Arbeitgeberwechsel auch die Krankenkasse wechseln?

Antwort: Theoretisch steht einem Krankenkassenwechsel bei gegebenen Voraussetzungen (18 Monate Mitgliedschaft) zu keinem Zeitpunkt etwas im Wege. Wenn der Wechsel zeitgleich mit dem Jobbeginn erfolgen soll, ist auf die Einhaltung beider Fristen zu achten.

 

Was passiert, wenn man beim Wechsel den Arbeitgeber nicht informiert?

Antwort: Wenn sie es versäumt haben, ihren Arbeitgeber über einen Krankenkassenwechsel zu informieren, werden ihre Beitragsgelder zunächst an die alte Krankenkasse irrtümlich weitergezahlt. Der Fehler würde relativ schnell auffallen und eine Korrektur erfolgen. Auch wenn der unnötige Verwaltungsaufwand ärgerlich für alle Beteiligten ist - an Ihrer Mitgliedschaft und Ihrem Versichertenstatus ändert sich dadurch nichts.

 

Ist ein Wechsel der Krankenkasse rückwirkend möglich?

Antwort: Nein. Ein Krankenkassenwechsel ist nur bei korrektem Einhalten der Kündigungsfrist möglich. Diese Vorgabe schließt eine rückwirkende Geltendmachung aus. Ausnahmen gibt es bei einem Wechsel des Versicherungssystems, etwa wenn das Einkommen eines PKV-Versicherten unter die Entgeltgrenze fällt und damit die Voraussetzung für eine weitere PKV-Mitgliedschaft nicht mehr gegeben ist.

 

Kann man einen Kassenwechsel rückgängig machen bzw. wiederrufen?

Antwort: Ja. In der Regel ist ein Widerruf der Kündigung bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist möglich. Die Krankenkassen versenden hierzu oft zusammen mit der Kündigungsbestätigung eigens erstellte Rücknahmevordrucke an die Versicherten. Nach dem Ablauf der Kündigungsfrist verlischt auch das Recht auf Widerruf der Kündigung und die Mitgliedschaft in der neuen Krankenkasse wird geltend.

 

Habe ich ein Sonderkündigungsrecht bei einer Kassenfusion?

Antwort: Ein generelles Sonderkündigungsrecht durch Kassenfusion haben Sie nicht, es sei denn durch die Fusion hat sich der Zusatzbeitrag erhöht. Wenn Sie bereits 18 Monate Mitglied in ihrer bisherigen Krankenkasse waren, können sie ihre Mitgliedschaft regulär kündigen.

 

Wie lange dauert ein Krankenkassenwechsel?

Antwort: Aufgrund der geltenden Fristen dauert ein Krankenkassenwechsel mindestens zwei und höchstens knapp drei Monate. Zu Verzögerungen kann es außer dem kommen, wenn im Aufnahmeantrag wichtige Informationen, z.B. über den Arbeitgeber oder Vorversicherungen nicht angegeben werden oder fehlerhaft sind.

 

Wie kündige ich meine private Krankenversicherung?

Antwort: Wenn Privatversicherte wieder versicherungspflichtig in der GKV werden (z.B. durch Aufnahme einer Beschäftigung nach Selbstständigkeit), dann muss die private Krankenversicherung eine Kündigung zum Tag der Beschäftigungsaufnahme akzeptieren. Für private Krankenversicherungen gelten ansonsten keine einheitlichen Kündigungsfristen. Diese unterscheiden sich je nach Gesellschaft und Vertrag voneinander. So gibt es geschlossene Verträge, die gar nicht oder nur erschwert kündbar sind. Ein Wechsel in einen anderen Tarif innerhalb der Gesellschaft ist in der Regel einfacher als ein Wechsel des Versicherers.

 

Welche ist die beste Krankenkasse?

Antwort: Eine Beantwortung dieser Frage ist nur als individuell getroffene Entscheidung möglich. Um die für sich persönlich bzw. die eigene Familie geeignetste Krankenkasse zu finden, sollte man aktuelle Rankings und Testergebnisse zu Rate ziehen. Zuvor ist es wichtig, sich klar zu machen, worauf es einem bei der Wahl der Krankenkasse am meisten ankommt bzw. welche Leistungen und Serviceelemente bevorzugt werden oder unbedingt notwendig sind. Eine Entscheidungshilfe kann hier unser Krankenkassentest geben.[/accordion][/accordions]

 

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