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Pressemitteilung AOK Niedersachsen

AOK Niedersachsen: Kinderkrankengeld-Nachfrage steigt um 41 Prozent

Besonders soziale Berufe betroffen
veröffentlicht am 25.02.2022 von Redaktion krankenkasseninfo.de

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Schnelle Hilfe in der Corona-Pandemie: Berufstätige Eltern in Niedersachsen haben im vergangenen Jahr deutlich häufiger Kinderkrankengeld bezogen. AOK-Vorstandschef Dr. Jürgen Peter: „Der Anteil der AOK-Mitglieder, die diese Leistung in Anspruch nahmen, stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent. Für viele Eltern ist es eine Entlastung, sich abgesichert um die Betreuung ihres Kindes kümmern zu können.“

2022-02-25T13:43:00+01:00
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Nach wie vor sind es vor allem die Mütter, die ihr krankes Kind pflegen. Ihr Anteil an allen AOK-versicherten erwerbstätigen Frauen lag in 2021 bei 5,8 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch wie der der Männer. Doch auch ihr Anteil steigt kontinuierlich: Während 2012 nur 0,6 Prozent aller männlichen AOK-Mitglieder Kinderkrankengeld nutzten, waren es 2021 bereits 2,2 Prozent (Abbildung 1). Das zeigt die neue Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Vorläufiger Höchststand der Krankmeldungen wegen Covid-19 im November 2021

Der wellenartige Verlauf von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich auch in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider (Abbildung 2). Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Pandemie in Niedersachsen im November 2021 (773 Erkrankte in Zusammenhang mit Covid-19 je 100.000 Beschäftigte).

Besonders soziale Berufe betroffen

Zwischen März 2020 und Dezember 2021 erhielten knapp 76.000 der bei der AOK Niedersachsen versicherten Beschäftigten mindestens eine Krankschreibung in Zusammenhang mit Covid-19. Die höchsten Fehlzeiten hatten die Branchen Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (8.305 Krankschreibungen je 100.000 AOK-Mitglieder) sowie Arzt- & Praxishilfe (7.077, s. Abbildung 3). Die niedrigsten Covid-19-bedingten Fehlzeiten wiesen Berufe in der Landwirtschaft (1.590 je 100.000 AOK-Mitglieder), Gastronomie (2.309) und Hotellerie (2.661) auf.

Krankenstand in 2021 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr

Insgesamt ist der Krankenstand der AOK-Versicherten in Niedersachsen 2021 im Vergleich zu den beiden Vorjahren mit 5,7 Prozent auf gleichem Niveau geblieben. Damit hat jeder Beschäftigte im Durchschnitt 20,7 Tage im Job gefehlt (Abbildung 4). Die meisten Arbeitsunfähigkeitsfälle betreffen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (38,4 Fälle je 100 AOK-Mitglieder). Die längste Falldauer haben mit 29,3 Fehltagen psychische Erkrankungen (Abbildung 5).

Hintergrund

Der Analyse des WIdO liegen bundesweit die Daten von knapp 14,6 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2020 in mehr als 1,6 Millionen Betrieben beschäftigt waren. Auch die im ersten Corona-Pandemiejahr 2020 eingeführten Regelungen zur Inanspruchnahme von Kinderkrankengeld, die aufgrund der hohen Belastung von Beschäftigten mit Kindern angepasst wurden, finden Eingang in die Arbeitsunfähigkeitsdaten. So wurde der gesetzliche Anspruch je Kind und Elternteil von 10 auf 15 Tage erhöht, der Maximalanspruch je Elternteil stieg von 25 auf 35 Tage. Im Jahr 2021 wurde erneut nachjustiert:  Kinderkrankengeld pro Elternteil und Kind verlängerte sich auf 30 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage. Auch für Alleinerziehende verdoppelte sich der Anspruch pro Kind von 30 auf nun 60 Tage. Bei mehreren Kindern wurden maximal 65 Tagen (Alleinerziehende: maximal 130 Tage) festgelegt. Eltern konnten im Jahr 2021 zudem Kinderkrankengeld auch dann nutzen, wenn Ihr Kind ohne Erkrankung pandemiebedingt zu Hause betreut werden musste. 

 

Ergebnis der AOK Niedersachsen im aktuellen Krankenkassentest

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