Krankenkassenwechsel bringt laut Stiftung Warentest bis zu 660 Euro
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Laut der Verbraucherschützer von der Stiftung Warentest liegen die Gesamtbeitragssätze derzeit zwischen 16,78 und 18,99 Prozent. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 Euro ergibt sich zwischen der günstigsten und der teuersten bundesweit geöffneten Krankenkasse ein Unterschied von rund 340 Euro pro Jahr. Für Versicherte mit höherem Einkommen kann die Ersparnis laut Stiftung Warentest sogar bis zu 660 Euro jährlich betragen.
Keine Abstriche bei Leistungen zu befürchten
Ein Wechsel der Krankenkasse müsse dabei nicht mit Einbußen bei den Zusatzleistungen verbunden sein. Nach Angaben der Tester bieten einige günstige Krankenkassen ein ebenso umfangreiches oder sogar umfangreicheres Leistungsangebot als teurere Wettbewerber.
Trotz der laufenden Gesundheitsreform haben die Krankenkassen ihre freiwilligen Zusatzleistungen (so genannte Satzungsleistungen) bislang nicht eingeschränkt. Vielmehr seien diese entweder unverändert geblieben oder in einigen Fällen sogar ausgebaut worden, teilte Stiftung Warentest mit. Zu den bewerteten Extras zählen Zuschüsse für professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Gesundheitskurse, sportmedizinische Untersuchungen, alternative Arzneimittel sowie Reiseimpfungen.
Kaum Hürden beim Krankenkassenwechsel
Auch der eigentliche Krankenkassenwechsel selbst sei unkompliziert. Versicherte können ihre Krankenkasse nach einer Mitgliedschaft von mindestens zwölf Monaten kündigen. Bei Beitragserhöhungen besteht ein sofortiges Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende. Die Anmeldung bei der neuen Krankenkasse übernimmt diese in der Regel selbst.
Vorsicht rät Stiftung Warentest jedoch Versicherten, die aktuell Leistungen wie Psychotherapie oder bestimmte Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. Sie sollten sich vor einem Wechsel schriftlich bestätigen lassen, dass die neue Krankenkasse die laufenden Leistungen übernimmt. In Einzelfällen könne es sinnvoll sein, zunächst bei der bisherigen Kasse zu bleiben.
