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Arbeitnehmeranteil

Die gesetzliche Krankenversicherung wird zum allergrößten Teil durch Beiträge finanziert, die von den Mitgliedern zu entrichten sind. Wie hoch der Beitrag eines Versicherten ist, richtet sich nach dem Einkommen - Grundlage für die Berechnung ist das Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Der Krankenkassenbeitrag setzt sich zusammen aus dem allgemeinen / ermäßigten Beitragssatz und dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

Gemäß § 241 SGB V beträgt der allgemeine Beitragssatz 14,6 % vom Arbeitsentgelt. Diesen Beitragssatz teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch - sowohl der Arbeitnehmeranteil als auch der Arbeitgeberanteil betragen jeweils 7,3 %.

Hinzu kommt der Zusatzbeitrag, dessen Höhe jede Krankenkasse in Abhängigkeit von ihrer finanziellen Situation selbst festlegt. Bis 31.12. 2018 tragen die Versicherten den Zusatzbeitrag vollständig allein - der Arbeitnehmeranteil ist beim Gesamtbeitrag höher als der Arbeitgeberanteil.

Beispiel: Arbeitnehmer A ist bei der gesetzlichen Krankenkasse K versichert, welche einen Zusatzbeitrag von 1,1 % erhebt. Der gesamte Beitrag zu Krankenkasse beträgt in diesem Fall 15,7 % ( Allgemeiner Beitrag 14,6 % + Zusatzbeitrag 1,1 % ). Der von A aufzubringende Arbeitnehmeranteil berechnet sich aus seinem Anteil zum allgemeinen Beitragssatz (7,3 %) und dem Zusatzbeitrag( 1,1% ) und liegt damit bei 8,4 %.

Für Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt der ermäßigte Beitragssatz, welcher gesetzlich auf 14,0 % festgeschrieben ist (§ 243 SGB V).
Diesen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichmäßig. Damit beträgt der Anteil des Arbeitgebers 7,0 % und der Arbeitnehmeranteil 7,0% zuzüglich des von der Krankenkasse erhobenen individuellen Zusatzbeitrages.

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