Kassenwahlrecht

BKK firmus darf nicht länger bundesweit versichern

Wahlbereich für neue Mitgliedschaften umfasst nur noch 10 statt 16 Bundesländer
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

BKK Firmus ist nicht mehr bundesweit geöfnet BKK Firmus ist nicht mehr bundesweit geöfnet
Die Krankenkasse BKK firmus darf seit 1. April nicht länger Versicherte aus allen 16 Bundesländern aufnehmen. Seit Quartalsbeginn ist die Kasse nur noch in 10 statt 16 Ländern aktiv. Von der Einschränkung sind ab sofort Menschen betroffen, die in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein oder Thüringen zu Hause sind bzw. dort arbeiten und sich in der BKK firmus versichern möchten.

2026-04-14T13:58:00+02:00

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Kein Mitglied verliert Versicherungsschutz

Alle Versicherten aus diesen Bundesländern, die bereits Mitglied der BKK firmus sind, können es weiter bleiben, teilte die Krankenkasse mit. Der Verlust der bundesweiten Öffnung hängt mit einer Besonderheit des Kassenwahlrechtes zusammen, welche speziell die Betriebskrankenkassen betrifft. Diese dürfen laut Informationen des Bundesamtes Soziale Sicherung (BAS) nur in denjenigen Bundesländern geöffnet sein, in denen es auch eine Betriebsstätte der jeweiligen Trägerunternehmen gibt. Weil die beteiligten Stammunternehmen hinter der BKK firmus strukturelle Veränderungen vollzogen haben, liegen nicht länger die Vorraussetzungen für eine bundesweite Öffnung vor.

In welchen Bundesländerm ist die BKK firmus noch offen? In welchen Bundesländerm ist die BKK firmus noch offen?(c) Krankenkassennetz.de GmbH

BKK firmus - In welchen Bundesländern noch geöffnet? 

Wer ab 1. April 2026 Mitglied werden möchte, muss seinen Wohnsitz oder Arbeitsplatz in einem der folgenden Bundesländer haben:

Der neue rechtliche Umstand wurde vom BAS als zuständiger Aufsichtsbehörde festgestellt, die nun die nötigen Konsequenzen gegenüber der BKK firmus durchsetzt. Dazu gehört beispielsweise eine nötige Änderung des zuständigen Krankenkassenbereichs in der Satzung der Krankenkasse. Das Bundesamt befinde sich mit der BKK firmus derzeit „in einem konstruktiven aufsichtsrechtlichen Dialog bezüglich der Bewertung möglicher Folgen des § 144 SGB V“, heißt es in einer Erklärung der Behörde, die krankenkasseninfo.de vorliegt.

"Ungleiche Spielregeln" zum Nachteil der Versicherten

Die BKK firmus bedauert Verlust ihrer bundesweiten Öffnung und kritisiert die „ungleichen Spielregeln für die verschiedenen Kassenarten“. Das Kassenwahlrecht sei ein „hohes und bewährtes Gut im Sinne der Versicherten“, werde aber „durch eine solche Regelung ad absurdum geführt.“, kommentierte Dirk Harrer als Vorstand. Als Betriebskrankenkasse habe die BKK firmus keinen Einfluss auf die organisatorischen Entwicklungen der Trägerunternehmen. Im Sinne der Versicherten sollte dieser Teil des „Krankenkassenorganisationsrechts“ reformiert werden, so die betroffene BKK in einer Mitteilung. 

Große Beliebtheit bei Versicherten  

Die BKK firmus ist in den letzten Jahren ganz ohne Fusionen stark gewachsen und erfreut sich einer großen Nachfrage in allen Bundesländern. Die Mitgliederzahl wuchs im Jahr 2025 erstmals bis auf über eine Million an. Neben dem sehr günstigen Zusatzbeitrag bietet die BKK eine Fülle an Zusatzleistungen und Extras. Im neuen Krankenkassentest bekam die BKK die Note "sehr gut"

 

 
 

 

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