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Impfen

WHO setzt Impfkritiker auf die Liste globaler Gesundheitsgefahren

Steigende Fallzahlen von Masern und anderen Kinderkrankheiten besorgniserregend
veröffentlicht am 21.01.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Impfung für KinderImpfung für Kinder(c) fotolia.de / Picture-Factory
Die WHO hat das Verhalten von impfkritischen Menschen auf die Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen aufgenommen. Impfkritiker werden damit nun aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation in eine Reihe mit Gefahren wie Umweltverschmutzung oder Seuchen gestellt.       

2019-01-21T10:11:00+00:00
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Ausgangspunkt für diesen Schritt ist die Entwicklung der Masern in den vergangenen Jahren. Diese Infektionskrankheit sollte bis 2020 ausgerottet werden, befindet sich aber seit längerem wieder auf dem Vormarsch. Die Neuinfektionen haben laut WHO weltweit um 30 Prozent zugenommen. Allein in der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle von 2016 zu 2017 fast verdreifacht.

Masern keine Bagatellerkrankung

Die Masern gehören zu den stark ansteckenden Kinderkrankheiten. Besonders kritisch sind die möglichen Folgekrankheiten, zu denen Entzündungen von Nervenzellen oder der Hirnhaut (Masern-Enzephalitis) gehören, die im Extremfall tödlich enden können.

Aus Sicht der Impfexperten verhinderten impfkritische Eltern den wirksamen „Herdenschutz“ und gefährden durch ihr Verhalten diejenigen Kinder, die das impffähige Alter noch nicht erreicht haben. Immer wieder fordern Ärzte und Politiker daher eine Impfpflicht, wie sie beispielsweise in der DDR bestanden hat.

Seit 2007 gehören Schutzimpfungen zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Seit 2016 müssen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten für den Impfausweis übernehmen.

Zahlen zeigen Impferfolge

Vor Einführung der Masernimpfung in den USA gab es lag die Zahl der jährlichen Erkrankungen  dort bei drei bis vier Millionen – mit 500 Todesfällen pro Jahr. Rechnet man diese Zahlen auf Deutschland herunter, würden sich ohne Impfung heute 600.000 Fälle hierzulande ergeben mit durchschnittlichen 60 Todesfällen. In der Realität lag die Zahl der jährlichen Erkrankungen in Deutschland in den vergangenen Jahren maximal bei einigen Tausend und war zwischenzeitlich auf unter 100 gesunken..    

 

Quelle: Spiegel Online

 

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