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2019-08-22T12:10:31+00:00

Impfungen

Seit 2007 gehören Schutzimpfungen zu den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenkassen. Laut Gesetz müssen alle Impfungen übernommen werden, die  vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) auf der Grundlage der Empfehlung durch die  STIKO ( Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) vorgesehen sind.  Die Krankenkassen bezahlen dabei die Kosten für die ärztliche Leistung und übernehmen diese auch für den Impfstoff.  

Einschränkungen und Ausnahmen

Für bestimmte Impfungen gilt die Kassenpflicht zur Kostenübernahme nur mit Einschränkungen. Hierzu zählen Altersgrenzen oder die Zugehörigkeit zu Risikogruppen als Vorbedingung. Weitere Einschränkungen betreffen beispielsweise geografische Grenzen von Risikogebieten. Generell ausgeschlossen von den übernahmepflichtigen Impfungen der Kassen sind die Auslandsreiseschutzimpfungen bei Privatreisen.  Diese werden aber oftmals im Rahmen einer freiwilligen Satzungsleistung übernommen. 

Welche Impfungen bezahlt die Krankenkasse?

Eine Liste aller aktuell als Pflichtleistung der Krankenkassen übernommenen Impfungen enthält der Impfkalender der STIKO. Dazu gehören derzeit ( wird vervollständigt )

  • FSME   -   Die Impfung gegen FSME wird für Menschen übernommen, die in ausgewiesenen Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen wollen.
  • Grippe ( Influenza) - Kostenübernahme als Pflichtleistung ab einem Alter von 60 Jahren, darüberhinaus für Risikogruppen. 
  • HPV - Eine Impfung gegen das HPV-Virus senkt das Risiko von Gebärmutterhalskreb und ist eine Pflchtleistung der Kassen bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren.
  • Cholera und Gelbfieber - Impfungen gegen diese Infektionskrankheiten werden nur im Ausnahmefall übernommen. Einige Krankenkassen bieten die Impfung als freiwillige Satzungsleistung.
  • Diptherie  -  Die Impfung gegen Diphterie wird während bestimmter Altersstufen als Pflichtleistung bezahlt. Als Zeiträume gelten die Spanne zwischen dem 11. und dem 14. Lebensmonat und  das Kleinkindalter zwischen zwei und vier Jahren. Danach ist alle zehn jahre eine Auffrischungsimpfung angezeigt, die ebenfalls übernommen wird.
  • Kinderlähmung (Polio) - Kostenübernahme als Pflichtleistung im Säuglingsalter  zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, im Kleinkindalter zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr, Auffrischungsimpfung zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr.
    Alle Versicherten ohne Grundimpfung sowie Risikogruppen haben ebenfalls einen Anspruch.
  • Masern / Mumps / Röteln - Für diese drei Kinderkrankheiten sind ebenfalls jeweils der 11. bis 14. Lebensmonat vorgesehen, in jedem Fall vor der Beendigung des 2. Lebensjahres. Weiterhin erhalten alle Risikogruppen eine kostenlose Impfung.
  • Tetanus - wie bei Diphterie, Masern, Mumps, Röteln  - Auffrischungsimpfung zwischen  dem 5. und  6. Lebensjahr sowie eine weitere zwischen dem 9. und dem 17. Lebensjahr. Im Erwachsenenalter danach kann alle 10 jahre aufgefrischt werden.
  • Hepatitis A  - Kostenübernahme als Pflichtleistung bei Risikogruppen
  • Hepatitis B - Kostenübernahme als Pflichtleistung im Säuglingsalter  zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, im Kleinkindalter zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr sowie für Risikogruppen
  • Meningokokken -  Kostenübernahme als Pflichtleistung im 2. Lebensjahr, sowie für Risikogruppen
  • Pertussis - Kostenübernahme als Pflichtleistung  im Säuglingsalter  zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, im Kleinkindalter zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. Auffrischungsimpfung zwischen  dem 5. und  6. Lebensjahr sowie eine weitere zwischen dem 9. und dem 17. Lebensjahr. Weiterhin für bestimmte Risikogruppen.
  • Pneumokokken -  Kostenübernahme als Pflichtleistung  im Säuglingsalter  zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, im Kleinkindalter zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr.  Auffrischung bzw. nachgeordnete Impfung ab 60 Jahren und für Risikogruppen
  • Tollwut - Kostenübernahme als Pflichtleistung nur bei nicht privaten Reisen in Risikogebiete
  • Typhus - Kostenübernahme als Pflichtleistung nur bei nicht privaten Reisen in Risikogebiete
  • Varizellen (Windpocken) - Kostenübernahme als Pflichtleistung  im Säuglingsalter zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, im Kleinkindalter zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr sowie für Versicherte ohne Grundimpfung im Alter zwischen 9 und 17 Jahren sowie für Risikogruppen

 

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