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Digitalisierung

Nie wieder Stempel vom Zahnarzt: Bonusheft ab 2022 digital

Digitales Bonusheft soll Nachweise vereinfachen - zum Vorteil der Versicherten
veröffentlicht am 21.10.2021 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Das Bonusheft für Zahnvorsorge hat ausgedientDas Bonusheft für Zahnvorsorge hat ausgedient
Das Bonusheft aus Papier beim Zahnarzt hat bald ausgedient und wird als "digitales Bonusheft" in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert. Darauf weist der Verband proDente e.V. hin und empfiehlt, im laufenden Jahr alle Stempel bei einem Vorsorgetermin noch eintragen und nachtragen zu lassen.   

2021-10-21T14:01:00+02:00
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Bonusheft ermöglicht höheren Zuschuss für Zahnersatz

Für eine Regelversorgung mit Zahnersatz zahlen die Krankenkassen einen so genannten Festzuschuss. Dieser erhöht sich, wenn die Versicherten per bonusheft nachweisen können, dass sie regelmäßig Ihre Termine zur Zahnvorsorge wahrgenommen haben. Ein lückenlos geführtes Bonusheft ist also bares Geld wert und verringert den Eigenanteil zur Zahnarztrechnung erheblich.

„Wem für dieses Jahr noch ein Stempel für seinen Zahnarztbesuch für die Kontrolle der Zähne fehlt, sollte schnell einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung vereinbaren“, rät Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. „Wichtig zu wissen ist, dass die Versicherten selbst für ein lückenlos geführtes Bonusheft verantwortlich sind.“

Alte Bonus-Regeln bleiben bestehen 

Auch wenn sich die technische Form ändert, bleiben die Regeln für Festzuschuss und Bonusheft in Kraft. Wenn im Bonusheft über einen Zeitraum von fünf Jahren regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt eingetragen sind, steigt der Festzuschuss der Krankenkasse von 60 auf 70 Prozent. Beträgt der lückenlose Nachweiszeitraum zehn Jahre, klettert der Zuschuss auf 75 Prozent.

Mehrleistungen der Krankenkassen für Zahnersatz ( über Regelversorgung ) --> zum Krankenkassentest 

Ist beim Nachweis eine Lücke von einem Jahr entstanden, gilt nur der Zeitraum danach als nachweisrelevant für regelmäßige Vorsorge. Wenn ein Vorsorgetermin versäumt wurde, kann mit dem vorlegen einer wichtigen Begründung die Krankenkasse Kulanz zeigen und den maximalen Festzuschuss aus eigenem Ermessen trotzdem gewähren.

Digitales Bonusheft bringt Vorteile 

Ab 2022 soll das bisherige Bonusheft nun ein Teil der elektronischen Patientenakte (ePA) werden. Das zukünftige digitale Bonusheft hilft in Kombination mit einer Termin-App den Versicherten beim Nachweis der Vorsorgeuntersuchungen. Weiterhin entfällt in Zukunft auch das mühevolle händische Nachtragen von Stempeln für absolvierte Untersuchungen in das Bonusheft, wenn dieses verloren oder vergessen worden ist.

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