Neue Fusion: Diese beiden IKK wollen sich vereinigen
Entlastung für IKK- Versicherte und Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg in SichtFinden Sie die richtige Krankenkasse
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Die neue gemeinsame Kasse soll ab dem 1. Oktober 2026 den Namen IKK gesund plus tragen. Mit circa 600.000 Versicherten wäre sie dann unter den 25 größten gesetzlichen Krankenkassen zu finden. Derzeit betreut die IKK Brandenburg und Berlin (IKK BB) rund 211.000 Versicherte, die IKK gesund plus etwa 425.000. Die Verwaltungsräte beider Krankenkassen stimmten dem Zusammenschluss nach eigenen Angaben einstimmig zu. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) muss dem noch zustimmen.
Geschäftsstellen bleiben - keine Kündigungen
Die Verantwortlichen bezeichneten die Fusion als strategische Entscheidung, um auf steigende Investitionen in Digitalisierung, Versorgung und Fachkräftesicherung zu reagieren. Gleichzeitig solle die wirtschaftliche Stabilität der Kasse gestärkt werden. Für die Beschäftigten seien betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, die regionalen Geschäftsstellen blieben bestehen.
Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Zusatzbeitrag der fusionierten Krankenkasse auf 3,39 Prozent festzulegen. Während dies für die Versicherten der IKK gesund plus keine Veränderung bedeutet, würde der Zusatzbeitrag für Mitglieder der IKK Berlin Brandenburg von derzeit 4,35 Prozent deutlich sinken. Vorstandschef Uwe Deh sprach von einer erheblichen Entlastung insbesondere für Versicherte und Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg.
Zusammenschluss auf Augenhöhe
Auch nach der Fusion soll Deh die neue Krankenkasse führen. Zusätzlich sollen Ann Hillig und Kathrin Brockmann in den Vorstand gewählt werden. Der bisherige Alleinvorstand der IKK Berlin Brandenburg, Frank Meier, wird dem neuen Vorstand nicht angehören. Hans-Jürgen Müller, Vorsitzender des Verwaltungsrates der IKK gesund plus, erklärte, der Zusammenschluss erfolge „auf Augenhöhe“. Zugleich kündigte er an, dass dies voraussichtlich nicht die letzte Fusion innerhalb des IKK-Systems sein werde.
Im Vergleich mit anderen gesetzlichen Krankenkassen bleibt der geplante Zusatzbeitrag der neuen IKK gesund plus über dem für 2026 festgelegten durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Regional liegen etwa die AOK Sachsen-Anhalt mit 2,89 Prozent und die AOK Bremen/Bremerhaven mit 3,29 Prozent unter dem künftigen Beitragssatz der fusionierten Kasse.
