Neue Hochzeit unter Krankenkassen: Siemens BKK und BKK Voralb fusionieren
Die SBK mit ihrem Hauptsitz in München gehört zu den ältesten deutschen Krankenkassen und hat circa 865.000 beitragzahlende Mitglieder. Insgesamt mit deren Familienangehörigen sind ungefähr 1,1 Millionen Menschen dort versichert. Im vergangenen Kalenderjahr 2024 hatte die SBK eine Minusbilanz von mehr als 210 Millionen Euro ausgewiesen. Der Zusatzbeitrag der SBK stieg daraufhin auf den Wert von 3,8 Prozent.
Hohe Defizite in der Bilanz
Der kleinere Fusionspartner BKK Voralb war Ende der 1990er Jahre durch einen Zusammenschluss dreier Betriebskrankenkassen entstanden. Dazu gehörten die BKK Heller aus Nürtingen, die BKK Leuze mit Sitz in Owen/Teck sowie die BKK Traub in Reichenbach. Die Unternehmen, deren Beschäftigte sich bislang in der BKK Voralb versichern können, sind die Maschinenfabrik Gebr. Heller, die Index-Werke, die Hilite Germany sowie die Leuze-Gruppe. Derzeit sind in der BKK Voralb circa 13.000 Versicherte hauptsächlich aus den Landkreisen Göppingen und Esslingen versichert. Auch die BKK Voralb hat das Kalenderjahr 2024 mit einem Minus in der Jahresbilanz von mehr als drei Millionen Euro Defizit abgeschlossen.
Zusammenschluss muss noch genehmigt werden
Rechtsgrundlage für eine Kassenfusion ist der § 155 Sozialgesetzbuch (SGB V), nach welchem sich Krankenkassen nach entsprechendem Beschluss ihrer Verwaltungsräte vereinigen können. Weiterhin bedarf ein Fusionsbeschluss der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

