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Kinder

Beim Zahnarzt ohne Angst - mit Lachgas

Sedierung ermöglicht erfolgreiche Zahnbehandlung bei Angst und Phobie
veröffentlicht am 26.07.2021 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Sedierung mit Lachgas beim Zahnarzt Sedierung mit Lachgas beim Zahnarzt(c) getty Images / peakSTOCK
Wenn Kinder erste schmerzhafte Erfahrungen beim Zahnarzt machen, reagieren sie oft noch jahrelang mit Angst und Abwehr, was die weitere zahnmedizinische Betreuung und Behandlung erschweren kann. Spezialisierte Kinderzahnarzt-Praxen bieten für diese Kinder eine Sedierung mit Lachgas vor der Behandlung an. Mit Hilfe der Lachgassedierung kann bei ängstlichen oder phobisch reagierenden Kindern meist eine Vollnarkose vermieden werden.

2021-07-26T15:12:00+02:00
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Was genau ist Lachgas?

Lachgas ist eine geruchslose Substanz und besteht chemisch aus Stickstoffmonoxid (N2O). Medizinisch wird es als individuell dosiertes Sauerstoffgemisch eingesetzt. Die Wirkung von Lachgas besteht aus einer für zahnäztliche Behandlungen vor allem von Kindern sehr vorteilhafter Effekte. Lachgas wirkt beruhigend und minimiert sowohl das Schmerzempfinden als auch die Angstgefühle. Wird es vorschriftsmäßig angewendet, treten kaum Nebenwirkungen auf. Zahnärztliche Kinderpraxen bieten Lachgas in verschiedenen für Kinder attraktiven Geruchsrichtungen an, um das Wohlbefinden während der Behandlung zu steigern.  

Anwendung von Lachgas

Das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch wird über eine Nasenmaske vor und während der Behandlung eingeatmet. Kinder bleiben dabei die gesamte Behandlungszeit über bei Bewusstsein und ansprechbar, was eine fortwährende Kommunikation ermöglicht und narkosebedingte Schwierigkeiten ausschließt. Zudem ist der Einsatz von Lachgas während der Behandlung sehr gut kontrollier- und steuerbar, weil es vom Körper schnell aufgenommen und wieder abgegeben wird. Schon nach weniger als einer halben Stunde nach Behandlungsende ist keine Wirkung mehr vorhanden. Vier von fünf Kindern, die zum ersten Mal eine Sedierung mit Lachgas beim Zahnarzt erleben, wollen laut einer wissenschaftlichen Studie auch beim Folgebesuch nicht mehr darauf verzichten.   

Vorteile und Risiken

Lachgas gehört zu den am besten untersuchten Substanzen in der Medizin. Bei korrekter Anwendung ist der Einsatz risikoärmer als bei einer Vollnarkose. Auch sind keinerlei allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Lachgas bekannt. Zu den sehr selten auftretenden unerwünschten Wirkungen gehört Schwindel.   

Vorteile einer Lachgas-Sedierung
  • weniger Schmerzempfinden
  • Tiefenentspannung
  • hohe Behandlungssicherheit
  • gut dosierbar
  • weniger personalintensiv (ohne Anästhesiekraft)

 

Trotz der Vorteile einer narkosefreien Sedierung gibt es sinnvolle Indikationen für eine Vollnarkose. Empfohlen wird diese beispielsweise wenn die Lachgassedierung keine Erfolge zeigt oder eine besonders hohe Zahl an Zähnen behandelt werden muss.
 

Welche Krankenkassen zahlen Lachgas ?

Eine Lachgasbehandlung für ein Kind kostet pro Behandlung circa 40 bis 50 Euro. Lachgasbehandlungen gehören leider nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. 

Die AOK Hessen übernimmt Lachgassedierung bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Umfang bis zu 100 Euro pro Jahr. Die behandelten Personen dürfen dabei nicht älter als 25 Jahre sein.   

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