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Hilfe im Alltag

Hausnotruf – Der Notfallknopf für alle Fälle

Mit Hilfe von Hausnotrufsystemen können Ältere und Pflegebedürftige länger zu Hause wohnen bleiben
veröffentlicht am 10.05.2021 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Hausnotruf per Notfallknopf Hausnotruf per Notfallknopf(c) Monkeybusinessimages / Getty Images
Ein Hausnotruf – ein Notfallknopf für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung – bietet Sicherheit und schnelle Hilfe im Alltag. Welche Anbieter gibt es und welche Kosten übernehmen die Krankenkassen?

2021-05-10T15:50:00+02:00
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Zu Hause alt werden

als Senior selbstbestimmt zu Hause lebenals Senior selbstbestimmt zu Hause leben(c) BUKET TOPAL / getty Images
Im Jahr 2018 haben in Deutschland laut Statistischen Bundesamt 16,9 Millionen Menschen alleine in Ihrer Wohnung gewohnt. Davon war jede dritte Person über 65 Jahre alt. Es ist ein häufiger Wunsch von älteren Menschen, in ihrer vertrauten Umgebung zuhaue zu bleiben, auch wenn Haushalts- und alltägliche Tätigkeiten schwerfallen. Damit dieser Wunsch - Zuhause alt werden - umgesetzt werden kann, ist neben einer barrierefreien Wohnung, der Sicherstellung von Betreuungs- und Pflegepersonal auch die zuverlässige Hilfeleistung in Notsituationen eine Voraussetzung. Denn es kann schnell mal ein Sturz passieren oder ein Schwächeanfall auftreten. Genau dafür gibt es ein Hausnotrufsystem, einen Notfallknopf für alle Fälle.

Tag und Nacht erreichbar

Ein Hausnotruf – ein Notfallknopf für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung – bietet Sicherheit und schnelle Hilfe. Dadurch kann eine 24-Stunden-Sicherheit jeden Tag gewährleistet werden, auch wenn Sie, Ihre Eltern oder Großeltern allein Zuhause sind. Durch einen einfachen Knopfdruck kann die hilfsbedürftige Person rund um die Uhr einen Notruf absenden. Dieses Signal wird - je nach Anbieter – an eine Notrufzentrale weitergeleitet. Innerhalb von kurzer Reaktionszeit wird ein Sprechkontakt zu den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hergestellt. Danach wird ein Bereitschaftsdienst, eine Vertrauensperson oder der Rettungsdienst alarmiert.

Hausnotruf ohne Kommerz: DRK, Malterser & Johanniter 

Der Notrufknopf wird von verschiedenen Anbietern bereitgestellt. Diese liefern das Notrufsystem direkt zu Ihnen oder Ihren Angehörigen nach Hause und installieren es auch. Wir möchten Ihnen drei nicht-gewinnorientierte Organisationen und Wohlfahrtsverbände vorstellen, die eine Installation des Hausnotrufes bereitstellen. DRK, Johanniter und Malteser senden meistens kostenfrei Fachleute vor Ort für die Installation. Die jeweilige technische Voraussetzung in der Wohnung, die für eine Installation notwendig sind, unterscheiden sich bei den Anbietern nur sehr geringfügig. Die wichtigsten Voraussetzungen sind ein Telefonanschluss und eine dauerhafte Stromversorgung.

Rettungsdienste wie der DRK bieten Notrufsysteme mit Notfallknopf Rettungsdienste wie der DRK bieten Notrufsysteme mit Notfallknopf(c) Germany Photography / Pixabay / CC0
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet einen Hausnotruf zum Basistarif für 23 Euro an. Dieses Paket beinhaltet unter anderem einen Handsender, ein Basisgerät sowie dessen Installation und Wartung. Das Basispaket der Malteser kostet monatlich circa 26 Euro. Die einmaligen Anschlusskosten liegen bei 10-50 Euro. Der Basispreis der Johanniter beträgt monatlich ungefähr 27 Euro. Die Anschlussgebühr liegt bei rund 49 Euro. Bei allen Anbietern gibt es zusätzliche Leistungen, beispielsweise Schlüsselverwahrung. Diese Angebote sind jeweils nicht im Basispaket inbegriffen und kosten also extra.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Leider ist der Hausnotrufknopf noch kein offiziell anerkanntes Hilfsmittel. Jedoch gewährt die Pflegekasse der betroffenen Person ab dem Pflegegrad 1 einen Zuschuss. Die Gebühren für eine Nutzung des Notfallknopfes erstatten die Kassen mit bis zu 23 Euro im Monat. Auch die einmalige Anschlussgebühr kann von der Krankenkasse anteilig oder ganz übernommen werden. Auch für anderen Leistungspakete der Anbieter kann die Pflegekasse anteilig die Kosten übernehmen.

Wenn der Pflegegrad anerkannt ist, kann der Zuschuss über einen Antrag für Kostenübernahme genehmigt werden. Die zuständige Pflegekasse wird den Antrag prüfen. Im Falle einer Bewilligung kann ein Anbieter kontaktiert, die technischen Voraussetzungen geprüft und schließen die Installation und Einweisung erfolgen. Falls Sie Fragen zu der Antragsstellung oder allgemein zum Anliegen haben, können sie sich an ihre Krankenkasse oder auch direkt an den jeweiligen Anbieter wenden.

 

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