Hauptregion der Seite anspringen
Finanzen

Zusatzbeitrag 2026: Realer Durchschnitt schon bei 3,1 Prozent

Mehr als 30 Krankenkassen erhöhen - 31 Millionen Beitragzahler betroffen
veröffentlicht am 22.12.2025 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Krankenkassenbeiträge 2026 steigen millionenfach wegen höherer ZusatzbeiträgeKrankenkassenbeiträge 2026 steigen millionenfach wegen höherer Zusatzbeiträgegeneriert mit GPT 5.1
Von wegen stabile Zusatzbeiträge in 2026! Was die Politik unter Gesundheitsministerin Warken (CDU) versprochen hatte, ist an den Realitäten zerschellt. Für mindestens 32 Millionen beitragzahlende Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen erhöhen sich zum Jahreswechsel die monatlichen Beiträge und damit die Abzüge. Auch deren Arbeitgeber werden durch entsprechend höhere Sozialabgaben belastet, was in der angespannten Konjunkturlage kein positives Signal sein dürfte.

2025-12-22T17:17:00+01:00
Werbung

Große gesetzliche Krankenkassen wie die Techniker Krankenkasse, DAK oder HEK, aber auch viele AOKs haben in der Presse der letzten Tage mitgeteilt, dass ihre Verwaltungsräte sich für höhere Zusatzbeiträge entschieden haben. Auf das vom Bundestag in letzter Minute doch noch verabschiedete „Kleine Sparpaket“ der Bundesregierung konnte diese Entwicklung nicht mehr aufhalten.    

Bis zu 63 Euro mehr an die Krankenkasse

Für die mehr als 27 Millionen betroffenen GKV-Mitglieder steigen die monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung ab Januar um bis zu 63 Euro. Für viele Versicherte fallen die Beitragsanhebungen aber auch deutlich moderater aus. Wie hoch die Belastung im Einzelfall wächst, hängt von der konkreten Anhebung des individuellen Zusatzbeitrags der entsprechenden Krankenkasse und vom jeweiligen Brutto-Monatsverdienst ab. Für Selbstständige wirken sich die Teuerungen besonders spürbar aus, weil sie den gesamten Krankenkassenbeitrag allein zu tragen haben.

>> Zusatzbeitrag 2026 ->> JETZT vergleichen

Realer durchschnittlicher Zusatzbeitrag höher

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 wurde vom Schätzerkreis mit 2,9 Prozent festgelegt. Der reale rechnerische Durchschnittswert aller Krankenkassen am Markt bewegt sich aber jetzt schon deutlich darüber bei etwas mehr als 3,1 Prozent. Eine ganze Reihe von Kassen liegt bereits über der Marke von vier Prozent, während es auf der anderen Seite immer noch Kassen mit Zusatzbeiträgen unterhalb von drei Prozent gibt. Die maximale Spanne beim Beitragssatz kann derzeit mit plusminus 2,2 Prozent bemessen werden. Daraus ergibt sich ein monatliches Einsparpotenzial von 63 Euro im Monat für Arbeitnehmer und 126 Euro für Selbstständige.    

Weniger netto vom brutto

Arbeitnehmer zahlen wie ihre Arbeitgeber jeweils den halben Zusatzbeitrag und den halben allgemeinen Beitragssatz. Klettert der Gesamtbeitragssatz beispielsweise wie auf 18,6 %, würden die versicherten Arbeitnehmer dann 9,3 % von ihrem Bruttoeinkommen an die Krankenversicherung abführen müssen. Auch die Lohnnebenkosten der Arbeitgeber erhöhen sich in gleichem Maß.
 

Brutto

ZB
+ 0,2 %

ZB
+ 0,3 %

ZB
+ 0,4 %

ZB
+ 0,5 %

ZB
+ 0,6 %

ZB
+ 0,8 %

ZB
+ 1,1 %

1000 €

+ 2,00 €

+ 3,00 €

+ 4,00 €

+ 5,00 €

+ 6,00 €

+ 8,00 €

+ 11,00 €

2000 €

+ 4,00 €

+ 6,00 €

+ 8,00 €

+ 10,00 €

+ 12,00 €

+ 16,00 €

+ 22,00 €

3000 €

+ 6,00 €

+ 9,00 €

+ 12,00 €

+ 15,00 €

+ 18,00 €

+ 24,00 €

+ 33,00 €

4000 €

+ 8,00 €

+ 12,00 €

+ 16,00 €

+ 20,00 €

+ 24,00 €

+ 32,00 €

+ 44,00 €

5.5812,50 €

+ 11,62 €

+ 17,44 €

+ 23,25 €

+ 29,06 €

+ 34,87 €

+ 46,50 €

+ 63,94 €

Tabelle: monatliche Steigerung der Sozialabgaben für die Krankenversicherung bei steigendem Zusatzbeitrag

 

 

 

Werbung
Kategorien

Folgen Sie uns bei Google News

Folgen Sie uns auf Google News
Bewerten Sie uns 4,8 / 5
https://www.krankenkasseninfo.de

15676 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.