Arzt & Patient

SBK ermöglicht Arztterminvermittlung 116117 jetzt direkt in der Kassen-App

Termine auch ohne Vermittlungscode möglich - auch Kinder unter 15 Jahren
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

einheitliche Rufnummer 116117 - Ärztlicher Bereitschaftsdiensteinheitliche Rufnummer 116117 - Ärztlicher Bereitschaftsdienst(c) Lupo / pixelio.de
Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) hat die Terminvermittlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in ihre App „Meine SBK“ integriert. Nach Angaben der Krankenkasse ist sie damit die erste gesetzliche Krankenkasse in Deutschland, die ihren Versicherten die Buchung von Arzt- und Psychotherapeutenterminen über die Infrastruktur der 116117 direkt innerhalb der eigenen Anwendung ermöglicht.

2026-06-25T12:41:00+02:00

Finden Sie die richtige Krankenkasse

Vergleichen Sie Beiträge und Leistungen und sparen Sie.

Zum Krankenkassenvergleich

Versicherte können ihre Termine suchen, buchen und verwalten, ohne die App verlassen zu müssen. Die Nutzung ist sowohl mit als auch ohne Vermittlungscode möglich. Darüber hinaus können über die Anwendung auch Termine für Kinder unter 15 Jahren vereinbart werden.

Eigenentwicklung der SBK

Wie die SBK mitteilt, handelt es sich um eine vollständig native Integration. Die Krankenkasse hat die Nutzeroberfläche selbst entwickelt und die Terminvermittlung über eine technische API-Schnittstelle an die Systeme der Kassenärztlichen Vereinigungen angebunden. Die eigentliche Terminvermittlung bleibt dabei in der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigungen. Der Datenaustausch beschränkt sich auf die für die Suche und Buchung erforderlichen Stammdaten wie Name und Kontaktdaten. Buchungsinformationen werden weiterhin bei den Terminservicestellen und den jeweiligen Arztpraxen gespeichert.

"Blaupause" für andere Krankenkassen

Für die Siemens Betriebskrankenkasse ist das Projekt ein wichtiger Schritt hin zu einer stärker vernetzten digitalen Gesundheitsversorgung. SBK-Vorständin Gertrud Demmler nannte das Projekt eine „technische und regulatorische Blaupause für andere Kassen“. „Wenn die Terminbuchung perspektivisch in der ePA möglich sein soll, wollen wir längst wissen, was für Versicherte wirklich funktioniert“, so Demmler. 

Terminapp soll andere Systeme nicht ersetzen 

Mit Blick auf die aktuellen Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur stärkeren Verknüpfung von digitaler Ersteinschätzung, elektronischer Überweisung und Terminvermittlung sieht die SBK ihre Lösung als praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung digitaler Versorgungsangebote. Gleichzeitig betont die Krankenkasse, dass digitale Angebote bestehende Zugangswege ergänzen und nicht ersetzen sollen. „Niemand darf von der Versorgung ausgeschlossen werden, weil er die ePA nicht nutzt oder nutzen kann“, so Demmler.

 

Werbung

Folgen Sie uns bei Google News

Folgen Sie uns auf Google News
Bewerten Sie uns 4,8 / 5
https://www.krankenkasseninfo.de

16653 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.