Parodontitis erhöht Risiko für Erektionsstörungen
Möglicher weiterer Zusammenhang mit ProstatakrebsDer medizinische Hintergrund dazu ist, dass bei parodontalen Entzündungen Bakterien und entzündungsfördernde Stoffe in die Blutbahn gelangen und Gefäßschäden verursachen können. Diese Veränderungen ähneln frühen Stadien der Arteriosklerose und können die Durchblutung beeinträchtigen – ein entscheidender Faktor für Erektionsfähigkeit. Auch die Spermienqualität kann laut der vorliegenden Studien beeinflusst sein.
Fokus auf Mundgesundheit
Da viele Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Adipositas sowohl mit Parodontitis als auch mit erektiler Dysfunktion zusammenhängen, empfehlen Expertinnen und Experten, der Mundgesundheit mehr Beachtung zu schenken. Regelmäßiges Zähneputzen mit Fluorid, tägliche Interdentalreinigung und professionelle Zahnreinigung gelten als wichtige Maßnahmen. „Mundgesundheit ist kein Luxus“, betont die EFP. Sie kann nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabeteskomplikationen vorbeugen, sondern möglicherweise auch das Risiko für Erektionsstörungen senken.
Kassenleistung Parodontitistherapie
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen eine zahnmedizinische Behandlung bei einer bestehenden Parodontitis. Voraussetzung dafür ist, dass das Gebiss frei von Zahnstein sowie weiterer Reizfaktoren ist. Weiterhin muss nachgewiesen werden, dass der Patient zur sorgfältigen Mundhygiene angeleitet wurde.
