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Krank im Urlaub - Welcher Anspruch auf Behandlung gilt im Ausland?

29.07.2016


Eine plötzliche Erkrankung im Urlaub ist häufig mit Unsicherheit über den Versicherungsstatus als gesetzlich Versicherter deutscher Staatsbürger im Ausland verbunden. Wer seine Chipkarte mit auf die Reise nimmt, ist damit in den meisten europäischen Ländern grundsätzlich auf der sicheren Seite. Denn die Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte ist einheitlich bei allen Versicherten mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) ausgestattet.

Europäische Versicherungskarte gilt in den meisten europäischen Ländern  

Denn diese gilt nicht nur für sämtliche EU-Staaten, sondern darüber hinaus auch für EU-Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Dazu zählen also beispielsweise auch die Schweiz, Norwegen, Kroatien oder Island. Der alte Auslandskrankenschein auf Papier ist in Ländern gültig, die nicht zur EU gehören und für die ein SV-Abkommen mit Deutschland existiert. Das gilt beispielsweise für die Türkei oder Tunesien.  

Der Versicherungsschutz, der mit der EHIC geltend gemacht werden kann, beinhaltet eine medizinisch notwendige Grundbehandlung zum Standard des Gastlandes. Nicht immer kann mit der EHIC direkt abgerechnet werden. Damit in diesen Fällen die deutsche Krankenkasse die Behandlungskosten später erstatten kann, sollte man auf einer genauen Rechnung bestehen.
 

Auslandsreise-KV entscheidend bei Notfällen mit Rücktransport 

Gänzlich ausgeschlossen sind Rücktransporte nach Deutschland. Diese müssen in jedem Fall mit einer  Auslandsreisekrankenversicherung abgesichert werden, wie sie zahlreiche private versicherer sehr günstig anbieten.