Fusionen als Rettung von Krankenkassen: Diese zwei Kassen verschwinden
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Konkret planen zum einen die bundesweit geöffnete BKK mkk eine Fusion mit der ebenfalls bundesweit geöffneten kleineren BKK Pfalz. Gemeinsam würden sie rund 660.000 Versicherte betreuen und sich damit gemeinsam im Mittelfeld der größten Krankenkassen positionieren. Parallel dazu haben auch die beiden bundesweiten Kassen Salus BKK und die BIG direkt gesund einen Zusammenschluss angekündigt. Diese neue Einheit käme dann auf etwa 650.000 Versicherte.
Anforderungen nehmen permanent zu
Als Hauptgründe für die neuen Fusionen gelten steigende Ausgaben im Gesundheitswesen, zunehmende Anforderungen durch die Digitalisierung sowie ein wachsender Fachkräftemangel. Größere Kassen versprechen sich durch Fusionen effizientere Strukturen, geringere Verwaltungskosten und mehr Handlungsspielraum bei Investitionen.
Für Versicherte bleiben nach einer Fusion kurzfristig zunächst viele Rahmenbedingungen unverändert. Sie werden automatisch Mitglied der neuen Krankenkasse. Dennoch könnten sich mittelfristig Zusatzleistungen und Zusatzbeiträge verändern. In solchen Fällen haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht.
Entwiklung der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen(c) GKV-Spitzenverband
Kassenschwund ist langfristiger Trend
Die Entwicklung ist Teil eines langfristigen Strukturwandels: Während es 1990 noch mehr als 1.100 gesetzliche Krankenkassen gab, ist ihre Zahl inzwischen auf 93 gesunken. Weitere Zusammenschlüsse gelten als wahrscheinlich.
Aufgeheizte politische Debatte
Politisch wird die Debatte um die Anzahl von Krankenkassen zusätzlich befeuert. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte jüngst eine drastische Reduzierung auf etwa zehn Krankenkassen. Er argumentierte damit, dass sich Leistungen kaum unterscheiden und Einsparpotenziale vor allem in der Verwaltung liegen. Kritiker warnen jedoch, dass weniger Wettbewerb auch Nachteile für Versicherte mit sich bringen könnte.
