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Schönheit

Die Nasenkorrektur und ihre Methoden

Chirurgische Korrekturen können ambulant oder stationär erfolgen
veröffentlicht am 11.11.2022 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Nasenkorrektur - OP Nasenkorrektur - OP(c) getty Images / Marina Demeshko
Die Nase ist ein feines Sinnesorgan mit sozialer Funktion. Sie nimmt Duftstoffe auf und ermöglicht ein befreites Durchatmen selbst bei geschlossenem Mund. Zudem kann ihre Ästhetik unser Wohlbefinden bestimmen. Damit prägt die Nase unsere Leistungsfähigkeit, unsere Gesundheit und unsere Selbstwahrnehmung. Bei beeinträchtigten Funktionen empfiehlt sich daher eine Nasenoperation, um die eigene Lebensqualität zu steigern.

2022-11-11T18:08:00+01:00
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Vor jeder Nasenkorrektur (Rhinoplastik) bedarf es sowohl einer genauen medizinischen Untersuchung durch einen HNO-Spezialisten als auch einer Beratung. Abhängig vom Befund stehen verschiedene Techniken zur Auswahl:

  • geschlossene Rhinoplastik
  • offene Nasenoperation

Nasenkorrektur ohne OP

Nasenkorrekturen lassen sich abhängig von der Komplexität des Eingriffs ambulant oder mit stationärem Aufenthalt durchführen. In beiden Varianten erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen anteilig die Kosten für einen funktionellen Eingriff und den Klinikaufenthalt. Allerdings können bei der Kostenübernahme Unterschiede zwischen den Krankenkassen bestehen. Daher lohnt sich ein Krankenkassenvergleich.

Rhinoplastik als geschlossene Technik

Nasenkorrektur Operation Nasenkorrektur Operation(c) getty Images / Yulia Sutyagina
Die geschlossene Technik setzt ausschließlich Schnitte im Inneren der Nasen nahe der Nasenflügel. Darüber erfolgt eine Korrektur der Nase schrittweise, beginnend mit einer Seite der Nase beziehungsweise innerhalb eines Nasentunnels. Aufgrund dieser Technik bleibt der Möglichkeitsrahmen für eine Nasenkorrektur zu korrigieren, eingeschränkt. Ein Vorteil liegt dabei in der Optik. Die entstehenden Narben bleiben durch die Nasenlöcher verdeckt.

Ein weiterer Nachteil dieser Technik liegt darin, dass eine direkte Sicht blockiert wird, beispielsweise auf den abzutragenden Knorpel. Um die gewünschte Symmetrie herzustellen, bedarf es des vorsichtigen und fortwährenden Ertastens bei der OP durch den Spezialisten. Schwellungen, die während eines Eingriffs automatisch entstehen, erschweren es, feine Unebenheiten und Krümmungen auszugleichen. Allerdings weist die geschlossene Technik einen geringeren Grad an Schwellungen auf als die offene Rhinoplastik.

Vor- und Nachteile der geschlossenen OP:

+  Narben bleiben verdeckt
+  Schwellungen bleiben gering
(dafür aber länger andauernd)
-  nicht alle Nasenkorrekturwünsche lassen sich durchführen
-  feinste Asymmetrien können bestehen bleiben











Die offene Technik zur Nasenkorrektur

Die offene Methode beinhaltet neben den Schnitten im Naseninneren einen weiteren im Nasensteg. Dadurch lässt sich die Haut in diesem Bereich anheben. Der Schnitt im Nasensteg gewährleistet eine direkte Sicht auf den zu operierenden Bereich. Die offene Technik sorgt für eine größere Genauigkeit und Handlungsspielraum während einer Operation. Am Nasensteg bleibt nach der OP eine kleine Narbe zurück. Diese kann sich aber fast vollständig zurückbilden.

Nachsorge einer Nasen-OP

Bei chirurgischen Nasenkorrekturen wie auch bei Korrekturen ohne OP treten in den ersten Wochen Folgeerscheinungen auf. Diese erfordern sowohl ein achtsames Verhalten der Patienten als  auch eine Nachsorge durch einen Facharzt. Dazu zählen unter anderem

  • Die Behandlung von Schwellungen im Nasenbereich
  • Das Tragen von Tamponaden oder kleinen Gipsverbänden und Gipsschienen
  • Verzicht von Alkoholgenuss, Nikotin und Sonneneinstrahlung sowie Sport
  • Reduzierung von Mimiken und das Einnehmen einer angewinkelten Schlafposition

Nach einer OP kann es zeitweise zur Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinn kommen. Bei der geschlossenen Technik dauern die Schwellungen meist länger an als bei der offenen Technik.

Ästhetische und funktionelle Nasen-OPs

Gründe für eine ästhetische Nasenkorrektur

Nasenkorrektur ohne OP Nasenkorrektur ohne OP(c) getty Images / Prostock-Studio
Die Nase als zentrales Organ im Gesicht beeinflusst den harmonischen Gesamteindruck unseres Antlitzes. Empfindet man sein Äußeres durch Nasenform und Größe gestört, kann dies zu einem inneren Leidensdruck führen. Behebt eine Nasenoperation ausschließlich das Erscheinungsbild der Nase, spricht man von einer ästhetischen Rhinoplastik. Zu den häufigsten Fällen einer Rhinoplastik aus ästhetischen Gründen zählen die Nasenkorrektur, die Nasenverkleinerung und die Nasenspitzenkorrektur. Oftmals zielen die chirurgischen Eingriffe darauf ab, bestimmte Fehlbildungen zu beheben. Darunter fallen unter anderem:

  • besonders große Nasenflügel
  • enorm breite Nasen in Relation zum restlichen Gesicht
  • ein sich aufwölbender Nasenrücken bzw. Unebenheiten durch Nasenhöcker
  • die Nasenspitze weist stark nach unten oder stark aufwärts
  • der Nasenrücken bzw. die Nasenscheidewand verlaufen auffallend schief

Chirurgische Techniken für die Umformung einer Nase

Bei der ästhetischen Nasenkorrektur kommt es zur professionellen Anpassung der Nasenform an ein gewünschtes Erscheinungsbild. In den meisten Fällen nimmt man eine Nasenverkleinerung vor. Da es sich um eine sehr diffizile OP handelt, bedarf der Eingriff erfahrener Spezialisten. Vorwiegend führt man eine Nasenkorrektur unter Vollnarkose aus. Der Eingriff kann entweder endoskopisch, d.h. über die Nasenlöcher, oder invasiv erfolgen. Dabei ermöglichen kleine Schnitte im Bereich der Nasenvorhöfe das Einführen der OP-Instrumente. Über diese Schnitte lässt sich beispielsweise Knorpel des Nasenhöckerbereichs abtragen. Abhängig von der Größe der Fehlbildung existieren auch Techniken der Nasenkorrektur ohne OP. Dabei kommt das körpereigene Hyaluron zum Einsatz. So lassen sich durch Spritzen, gefüllt mit Hyaluronsäure, Nasenspitzen anheben.

Besonderheiten der OP von Nasenspitzen

Die Nasenspitze lässt sich genauso verkleiner wie vergrößern, absenken und auch anheben. Abhängig vom Änderungswunsch kommen dabei verschiedene Methoden zum Einsatz. Gemeinsam haben alle Methode, dass beim Patienten gutes Knorpelmaterial vorherrschen muss. Soll die Nasenspitze beispielsweise an Größe gewinnen, transplantiert der Facharzt dazu Knorpel aus dem Ohr- oder Rippenbereich des Patienten. Dies macht eine Voruntersuchung durch Spezialisten umso wichtiger.
Zu den Voraussetzungen einer Nasenspitzen-OP zählen:

  • Beratungsgespräch und medizinische Untersuchung durch einen Facharzt
  • Gesunde, unversehrte Haut der Nase
  • Überprüfung des Knorpels im Nasenbereich

Methoden der Nasenschmälerung, der Schiefnasenkorrektur und bei Nasenhöcker-OPs

Eine weitere, häufig durchgeführte Nasenoperation besteht in der Nasenschmälerung. Hierbei tragen die behandelnden Chirurgen Knorpel im entsprechenden Bereich ab. Die Nasenschmälerung bietet sich zudem in Kombination mit weiteren Eingriffen zur Nasenkorrektur an. Krumme bis hin zu s-förmigen Nasenrücken und Nasenknorpel verursachen oft schiefe Nasenformen. Solche Fehlbildungen, vor allem wenn sie die Nasenscheidewand miteinbeziehen, beeinträchtigen zudem die Nasenatmung. Daher lässt sich in solchen Fällen eine Kostenübernahme bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragen. Ähnliches gilt ebenfalls für eine geplante Abtragung des Nasenhöckers. Diese Deformation kann mit einer krummen Nasenscheidewand und engen Nasenlöchern einhergehen und damit das Atmen erschweren.

Kosten einer ästhetischen Nasen-OP

Für jegliche ästhetische Operationen müssen Patienten selbst finanziell aufkommen. Die Kosten können dabei recht unterschiedlich ausfallen und bis in den oberen vierstelligen Bereich vordringen. Je umfänglicher und komplizierter sich die Nasenoperation gestaltet, desto mehr steigen die Kosten.

Weiteren Gründe für unterschiedliche OP-Kosten:

  • Ärzte und Kliniken verlangen verschiedene Kostensätze
  • Fachärzte besitzen bestimmte Spezialisierungen
  • der Nasenzustand verlangt einen höheren Operationsaufwand
  • Methoden für die Nasenkorrektur erzeugen unterschiedliche Kosten
  • Praxen oder Kliniken besitzen besonders modernes medizinisches Equipment

Gründe für medizinisch notwendige Nasen-OPs

Oft greift man bei gestörter Nasenatmung zu Nasentropfen, um Schwellungen der Nasenschleimhaut zu reduzieren. Dies hat meist nur einen kurzfristig positiven Effekt. Um langfristig mehr Gesundheit und Lebensqualität zurückzugewinnen, sollte man eine Nasen-OP in Betracht ziehen und sich mit einem Facharzt beraten. Verantwortlich für die Beschwerden zeigt sich meist eine verkrümmte Nasenscheidewand. In jungen Jahren scheint die Beeinträchtigung der Nasenatmung für die Betroffenen kaum merklich. Erst mit zunehmendem Alter verdeutlichen sich die Beschwerden. Weist die Nase Störungen in ihrer Funktionsweise auf, besteht die Möglichkeit zur Rhinoplastik aus medizinischen Gründen. Diese liegen vor, wenn beispielsweise

  • verkleinerte Nasenlöcher die Nasenatmung erschweren
  • eine verformte Nasenscheidewand zu Schlafproblemen führt
  • chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen auftreten
  • die Atemwege erkranken und dadurch z.B. Asthma und Bronchitis hervorgerufen werden
  • durch die Mundatmung Infektionen der oberen Atemgänge zunehmen
  • Kopfschmerzen auftreten und der Geruchssinn gestört wird

Verlauf einer Nasenscheidewand OP

Zunächst geht der Operation eine Untersuchung durch einen HNO-Facharzt voraus. Oftmals entstehen die Beschwerden durch zwei Faktoren. Erstens behindert die Krümmung das Atmen. Zweitens kann es zur Schwellung und Erweiterung der Nasenmuscheln kommen, wenn diese permanent die Scheidewand berühren. Nach der Diagnose erfolgt eine Begradigung der Nasenscheidewand mittels einer Septumplastik. Bei dieser Methode entfernt der Spezialist behinderndes Material wie Knorpel und Knochen. Anschließend stabilisiert eine Schiene die begradigte Scheidenwand. Tamponaden verhindern darüber hinaus größere Blutungen nach der Operation.

Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse bei einer Nasen-OP

Gesetzliche Krankenkassen zahlen die Kosten einer Nasenkorrektur nur, wenn diese der Behebung gesundheitlicher Probleme dient. Kommt es zu einem Kombinationseingriff aus ästhetischen und funktionellen Gründen, so übernimmt die Krankenkassen die OP Kosten für den medizinisch notwendigen Teil.

Unfälle und Erkrankungen durch einen Tumor können eine Nasenrekonstruktion erforderlich machen, um eine verbesserte Atmung und neue Lebensqualität herzustellen. Hierfür lässt sich eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse einreichen, sofern für die OP eine medizinische Indikation vorliegt. Die Krankenkasse kann dazu eine Einzelfallprüfung durchführen, in der der medizinische Dienst der Krankenkasse ein Urteil erstellt.

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