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PKV / GKV

Rückkehr in die GKV - Wann ist der Wechsel möglich?

Welche Wege gibt es für PKV-Mitglieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?
veröffentlicht am 19.06.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

(c) Fotolia.de / stockWERK
Wer sich für die Private Krankenversicherung entscheidet, geht eine langfristige Bindung ein. Ein "Bäumchen wechsel Dich" hin und her zwischen den beiden Versicherungsystemen ist vom Gesetzgeber nicht erwünscht und dementsprechend erschwert worden. Für den Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung gelten strenge Richtlinien, die in § 5 und § 6 des SGB V festgelegt sind. Wann ist ein Wechsel zurück in die GKVmöglich und wann nicht?

2019-06-19T13:05:00+00:00
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Arbeitnehmer bis 55 Jahre

Arbeitnehmer unter 55 Jahren Arbeitnehmer unter 55 Jahren(c) Tim Reckmann / pixelio.de
Für Arbeitnehmer bis zum Lebensalter von 55 Jahren ist eine Rückkehr in die GKV auf Antrag möglich, wenn die Voraussetzungen dafür regelmäßig bis dauerhaft vorliegen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich das Bruttoeinkommen durch Teilzeit oder Jobwechsel verringert, so dass die Versicherungspflichtgrenze ( Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG ) unterschritten wird. Auch wenn die Entgeltgrenze vom Gesetzgeber angehoben wird, kann dieser Fall eintreten.

Ist das 55. Lebensjahr hingegen bereits überschritten, besteht diese Möglichkeit nur dann, wenn im vorangegangenen Zeitraum von 60 Monaten wenigstens für einen Tag eine GKV-Mitgliedschaft bestanden hat.



Selbstständige

selbststaendigselbststaendig(c) Konstantin Gastmann / Pixelio.de
Selbstständige und Freiberufler unterliegen nicht der Versicherungspflicht und können daher frei zwischen den Versicherungssystemen wählen. Einzige Ausnahme bildet die versicherungsrechtlich gesonderte Berufsgruppe der Künstler und Publizisten. Wer als Selbstständiger privatversichert ist, kann nur dann in die GKV zurückkehren, wenn er im Haupterwerb in ein Arbeitnehmerverhältnis wechselt und sein Jahresverdienst dabei unter der Höhe der Versicherungspflichtgrenze (JAEG ) liegt.

Bewegen sich die selbstständig erzielten Einnahmen unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze von 350 Euro, kann man sich bei bestehenden Voraussetzungen in der beitragsfreien Familienversicherung über den Ehe- oder Lebenspartner wieder gesetzlich versichern.


Studenten

Studenten KrankenkassentestStudenten Krankenkassentest(c) Fotolia.com / goodluz
PKV-Versicherte Studenten sind für die Dauer ihres Studiums an die Entscheidung für die Private Krankenversicherung gebunden. Nach einem Abschluss ist der Wechsel von der PKV zur GKV möglich, wenn entweder eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder eine Beschäftigung mit einem Bruttoeinkomne über der Jahresentgeltgrenze (JAEG) aufgenommen wird. Die private Krankenkasse muss bei nachgewiesenem Studienabschluss eine Kündigung akzeptieren. Einzuhalten ist hier lediglich die vertraglich festgelegte Kündigungsfrist.

Die Rückkehrmöglichkeit in die GKV nach dem Studium wird erst dann versperrt, wenn Absolventen einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen, um in der PKV bleiben zu können, auch wenn Ihr Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze (JAEG) liegt.  

Arbeitslose

(c) Rainer Sturm / pixelio.de
Wer sich als Privatversicherter arbeitslos meldet, kann unter folgenden Voraussetzungen wieder in die GKV zurückkehren:

  • Es besteht ein Anspruch auf ALG I
  • Das 55. Lebensjahr wurde noch nicht vollendet

Diese Regelung nach ( § 5 SGB V) gilt sowohl für Arbeitnehmer, die sich arbeitslos melden als auch für privat versicherte Selbstständige, die ihre Selbstständigkeit aufgeben möchten, um Arbeitslosengeld zu beziehen. Bei letzteren besteht dann Anspruch auf ALG I, wenn unmittelbar vor Beginn der Selbstständigkeit mindestens ein Jahr eine versicherungspflichtige Tätigkeit vorlag oder während der Selbstständigkeit eine Weiterversicherung in der Freiwilligen Arbeitslosenversicherung  laut § 28a SGB III bestanden hat.
Besteht kein Anspruch auf ALG I  und muss daher ALG II ( auch Hartz IV genannt) beantragt werden, verbleiben diese Versicherten in der PKV und wechseln in den meisten Fällen in den PKV-Basistarif.  
 

 

 

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