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2026-06-04T11:24:52+02:00

Krankenkassen-Bonusprogramme im Vergleich

Die besten Bonusprogramme der Krankenkassen Die besten Bonusprogramme der Krankenkassen(c) fotolia.de / DOC RABE Media / setareh
Mit einem Bonusprogramm honorieren die Krankenkassen die Bereitschaft der Versicherten, selbst aktiv für ihre Gesundheitsvorsorge Verantwortung zu übernehmen. Für den Bonus ausschlaggebend sind je nach Krankenkasse und Bonusprogramm zum Beispiel die Kriterien Impfstatus, Zahnvorsorge, Fitness und Sport, Nichtraucher oder ein BMI im Normalbereich. Bonusarten und Konditionen unterscheiden sich von Kasse zu Kasse zum Teil erheblich. Die Vorteile des Bonusprogramms kann ein Kriterium für den Wechsel der Krankenkasse sein.

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Warum Bonusprogramme beim Krankenkassenvergleich wichtig sind
  • 2 Was ist ein Bonusprogramm der Krankenkasse?
  • 3 Rechtliche Grundlage: Warum Krankenkassen Bonusprogramme anbieten
  • 4 Welche Maßnahmen bringen Bonuspunkte?
  • 5 Geldprämie, Sachprämie oder Gesundheitsbudget: Was zahlen Krankenkassen aus?
  • 6 Der große Unterschied: Maximalbonus vs. realistischer Bonus
  • 7 So funktioniert der Nachweis
  • 8 Bonusprogramme im Krankenkassentest
  • 9 Bonusrechner
  • 10 Bonusbeispiele für Versichertengruppen
  • 11 Bonusmodelle oder Wahltarife
  • 12 Häufige Fragen zum Thema Bonusprogramm  
    • 12.1 Wie funktionieren die Bonusprogramme der Krankenkassen?
    • 12.2 Wer kann alles am Bonusprogramm teilnehmen?
    • 12.3 Wie nimmt man am Bonusprogramm teil?
    • 12.4 Wo erhalte ich Infos zu den Bonusprogrammen?
    • 12.5 Sind Geldprämien für die Teilnahme am Bonusprogramm steuerfrei?
    • 12.6 Darf ein Arzt Geld für die Bestätigung im Bonusheft verlangen?
    • 12.7 Hab ich durch die Teilnahme am Bonusprogramm eine verlängerte Bindefrist?
    • 12.8 Welche Krankenkasse hat das beste Bonusprogramm?
    • 12.9 Wie funktionieren Babybonusmodelle?

Warum Bonusprogramme beim Krankenkassenvergleich wichtig sind

Bonusprogramme gehören zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen der gesetzlichen Krankenkassen. Während viele Pflichtleistungen gesetzlich vorgegeben sind, können Krankenkassen bei Bonusprogrammen eigene Schwerpunkte setzen. Für Versicherte bedeutet das: Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, sich impfen lässt, sportlich aktiv ist oder an Präventionskursen teilnimmt, kann je nach Krankenkasse bares Geld, Sachprämien oder Zuschüsse für Gesundheitsleistungen erhalten.

Doch welche Krankenkasse passt zu meinem Alltag und zahlt mir für mein Verhalten tatsächlich etwas zurück? Ein hoher Maximalbonus klingt attraktiv, ist aber nicht automatisch der beste Wert. Entscheidend ist, wie leicht der Bonus erreicht werden kann und welche Maßnahmen im persönlichen Lebensmodell überhaupt realistisch sind.

Dieser Vergleich betrachtet deshalb nicht nur die maximal möglichen Prämien, sondern auch typische Musterfälle. So wird sichtbar, welche Krankenkassen für junge Berufseinsteiger, Studierende, Arbeitnehmer mittleren Alters und Seniorinnen beziehungsweise Senioren besonders attraktiv sein können.

Was ist ein Bonusprogramm der Krankenkasse?

Ein Bonusprogramm ist ein freiwilliges Prämienmodell einer gesetzlichen Krankenkasse. Versicherte sammeln Nachweise für gesundheitsbewusstes Verhalten und erhalten dafür eine Belohnung. Diese kann als Geldbetrag, Gutschein, Sachprämie oder Zuschuss zu zusätzlichen Gesundheitsleistungen ausgestaltet sein.

Typische Bonusmaßnahmen sind zum Beispiel die jährliche Zahnvorsorge, Schutzimpfungen, Früherkennungsuntersuchungen, Sportvereinsmitgliedschaften, Fitnessstudio, Nichtraucherstatus, ein normaler BMI-Wert oder die Teilnahme an zertifizierten Präventionskursen. Einige Krankenkassen setzen zusätzlich auf digitale Elemente wie Apps, Fitnesstracker oder Online-Nachweise.

Wichtig ist: Bonusprogramme sind keine Pflichtleistung im engeren Sinne und nicht bei allen Krankenkassen gleich aufgebaut. Die Regeln, Nachweise, Fristen, Mindestanforderungen und Auszahlungsformen unterscheiden sich teils deutlich. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick in den Vergleich.

Rechtliche Grundlage: Warum Krankenkassen Bonusprogramme anbieten

Die gesetzliche Grundlage für Bonusprogramme findet sich in § 65a SGB V. Danach können Krankenkassen in ihrer Satzung festlegen, unter welchen Voraussetzungen Versicherte für gesundheitsbewusstes Verhalten einen Bonus erhalten. Im Fokus stehen insbesondere Vorsorge, Früherkennung, Schutzimpfungen, Prävention und weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Der Grundgedanke dahinter ist einfach: Wer Krankheiten vorbeugt, Risiken früh erkennt und aktiv etwas für die eigene Gesundheit tut, kann langfristig Kosten im Gesundheitssystem vermeiden. Bonusprogramme sollen deshalb Anreize setzen, vorhandene Vorsorge- und Präventionsangebote tatsächlich zu nutzen.

Für Versicherte ist die Teilnahme freiwillig. Wer nicht teilnimmt oder die Voraussetzungen nicht erfüllt, verliert dadurch nicht seinen Versicherungsschutz. Allerdings kann es finanziell sinnvoll sein, ohnehin geplante Arzttermine, Impfungen oder Gesundheitskurse konsequent für das Bonusprogramm dokumentieren zu lassen.

Welche Maßnahmen bringen Bonuspunkte?

Bild © JiSign - Fotolia.com
Welche Maßnahmen anerkannt werden, legt jede Krankenkasse selbst fest. In der Praxis gibt es jedoch wiederkehrende Leistungsbereiche, die in vielen Bonusprogrammen eine Rolle spielen. Für einige der Bonuskriterien bzw. zu erbringenden Maßnahmen muss man als Versicherter zunächst in Vorleistung treten. Das betrifft etwa Mitgliedschaften im Fitnessstudio oder die Professionelle Zahnreinigung. Andere Kriterien können mit Kassenleistungen erfüllt werden wie zum Beispiel bei Impfungen oder regelmäßiger Zahnvorsorge. 

 

  • Vorsorge und Früherkennung: Zahnvorsorge, Check-up, Hautkrebsscreening, Krebsfrüherkennung und weitere gesetzliche Untersuchungen.
  • Impfungen: Standardimpfungen, Auffrischungsimpfungen, Grippeschutzimpfungen oder bestimmte Reiseimpfungen.
  • Sport und Bewegung: Mitgliedschaft im Sportverein, Fitnessstudio, Sportabzeichen, Laufveranstaltungen oder dokumentierte sportliche Aktivität.
  • Gesundheitsbewusstes Verhalten: Nichtraucherstatus, BMI im Normalbereich, Blutspende oder weitere gesundheitsbezogene Nachweise.
  • Präventionskurse: Kurse zu Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung, Entspannung, Rückengesundheit oder Yoga.
  • Digitale Nachweise: Nutzung von App, Fitnesstracker, digitalen Bonusheften oder Online-Gesundheitsprogrammen.

Für die Bewertung eines Bonusprogramms ist entscheidend, welche dieser Maßnahmen ohne großen Zusatzaufwand erfüllt werden können. Besonders wertvoll sind Programme, bei denen bereits normale Vorsorge, Zahnkontrolle, Impfstatus und regelmäßige Bewegung einen spürbaren Bonus auslösen.

Geldprämie, Sachprämie oder Gesundheitsbudget: Was zahlen Krankenkassen aus?

Bild (c) Stephanie Hofschläger / pixelio.de
Krankenkassen unterscheiden sich nicht nur bei der Höhe des Bonus, sondern auch bei der Art der Auszahlung. Manche zahlen einen festen Geldbetrag aus, andere arbeiten mit Punkten, Gutscheinen, Sachprämien oder zweckgebundenen Gesundheitsbudgets. Für Versicherte ist deshalb wichtig, ob der Bonus frei verfügbar ist oder nur für bestimmte Gesundheitsleistungen eingesetzt werden kann.

Bonusart

Was bedeutet das?

Vorteil

Worauf achten?

Barprämie

Der Bonus wird als Geldbetrag ausgezahlt.

Transparent und frei verwendbar.

Oft gedeckelt und an konkrete Nachweise gebunden.

Sachprämie oder Gutschein

Punkte werden gegen Prämien oder Gutscheine eingelöst.

Einfaches Prämienmodell.

Wert und Nutzbarkeit können schwanken.

Gesundheitsbudget

Die Kasse erstattet bestimmte Gesundheitsausgaben.

Kann rechnerisch höher sein als eine Barprämie.

Meist nur mit Rechnung und für definierte Leistungen nutzbar.

Präventionskurs-Zuschuss

Kurse werden ganz oder anteilig übernommen.

Attraktiv für aktive Nutzer.

Kurs muss häufig zertifiziert oder zugelassen sein.

Digitaler Bonus

Nachweise laufen über App, Tracker oder Online-Konto.

Bequem und schnell.

Datenschutz, technische Anforderungen und Akzeptanz prüfen.

Für den Vergleich sollte deshalb immer zwischen „maximal möglichem Bonus“ und „realistisch nutzbarer Prämie“ unterschieden werden. Ein Gesundheitsbudget kann für sportliche oder präventionsaktive Versicherte sehr wertvoll sein, hilft aber weniger, wenn die versicherte Person die entsprechenden Leistungen gar nicht nutzt.

Der große Unterschied: Maximalbonus vs. realistischer Bonus

Bild (c) designritter / pixelio.de
Viele Krankenkassen werben mit hohen Maximalboni. Diese Werte sind für den ersten Überblick hilfreich, können aber in der Praxis ein verzerrtes Bild erzeugen. Denn der Maximalbonus wird oft nur erreicht, wenn sehr viele Maßnahmen kombiniert werden, bestimmte Altersgruppen profitieren oder zusätzliche Gesundheitsleistungen nachgewiesen werden. Der realistische Bonus ist deshalb die wichtigere Kennzahl. Er zeigt, was eine konkrete Person mit ihren normalen Gesundheitsaktivitäten tatsächlich erhalten würde.

Die Bonusprogramme der Krankenkassen nutzen verschiedene Bonussysteme. Neben den gewährten Bonusarten ( Geldprämie oder Gesundheitsleistungen) ist die Anzahl und Ausgestaltung der zu erbringenen Bonuskriterien entscheidend. Manche Kassen bieten ein Bausteinprinzip an und gewähren für jede einzelne erfüllte Maßnahme einen Bonus. Andere Kassen arbeiten mit Listen oder mit Punktzahlen, die erreicht werden müssen, um einen bestimmten Bonus zu erhalten.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist der Zeitpunkt der Bonuszahlung. Bei den meisten Krankenkassen gilt das laufende Kalenderjahr auch als Bonusjahr. Es gibt aber auch Kassen, bei denen der Bonuszeitraum erst im Folgejahr ausgezahlt wird.

Versicherte mit Familien sollten auch auf die Konditionen für einen Familienbonus oder Bonus für Kinder achten. Bei manchen Krankenkassen kann man mit der gesamten Familie zusammen Bonuspunkte sammeln, andere bieten eigene Bonusmodelle für Kinder, während einige Kassen in ihrem Bonusprogramm die Teilnahme von Familienversicherten komplett ausschließen.

So funktioniert der Nachweis

Damit ein Bonus ausgezahlt werden kann, müssen Versicherte ihre Maßnahmen nachweisen. Je nach Krankenkasse erfolgt das über ein klassisches Bonusheft, eine App, das Online-Kundenkonto oder die direkte Bestätigung durch Arztpraxis, Kursanbieter oder Sportverein.

Typische Nachweise sind Stempel im Bonusheft, Teilnahmebescheinigungen, Rechnungen, ärztliche Bestätigungen, Mitgliedsbescheinigungen des Sportvereins, Impfpass-Einträge oder digitale Uploads. Bei Fitnesstrackern und Apps kommt es darauf an, ob die jeweilige Krankenkasse diese Daten überhaupt akzeptiert und welche Datenschutz- beziehungsweise Teilnahmebedingungen gelten.

Besonders wichtig sind die Fristen. Viele Programme laufen kalenderjährlich. Nachweise müssen dann bis zu einem bestimmten Termin eingereicht werden, häufig im Folgejahr. Wer Fristen verpasst, verliert unter Umständen den Anspruch auf Auszahlung, obwohl die Maßnahme eigentlich bonusfähig gewesen wäre.

Checkliste:

  • Vor Teilnahme prüfen, ob eine Anmeldung zum Bonusprogramm erforderlich ist.
  • Nachweise direkt beim Arzttermin oder Kursbesuch sichern.
  • Einreichungsfrist der Krankenkasse notieren.
  • Bei Kassenwechsel klären, ob bereits gesammelte Boni noch ausgezahlt werden.
  • Bei höheren Bonusbeträgen steuerliche Bescheinigungen aufbewahren.

Das Nachweisheft oder -formular für die Aktivitäten im Bonusprogramm ist nicht zu verwechseln mit dem Bonusheft zum Nachweis über Zahnvorsorge. Neben voll elektronischen Varianten wie der Bonus-App gibt es noch die klassische Variante auf Papier. Viele Krankenkassen versenden den Bonuspass auf Antrag. Einige Kassen bieten den Bonuspass auch als download:    

Krankenkasse Direkter Download Bonusheft / Nachweisbogen
BAHN-BKK Bonussammler 2026 PDF
BARMER Stempelkarte Bonus-App PDF
BIG direkt gesund BIGtionär Maßnahmebogen 2026 PDF
BKK firmus Bonusheft Vorsorge PDF
BKK firmus Bonusheft Gesundheitsbewusstes Verhalten PDF
BKK24 Bonusheft 2026 über 18 PDF
BKK24 Bonusheft 2026 unter 18 PDF
Continentale BKK Bonuskarte / Bonusheft PDF
energie-BKK Vorsorgebonus 2026 PDF
energie-BKK Aktivbonus 2026 PDF
hkk hkk bonusaktiv Merkblatt / Bonusprogramm 2026 PDF
Heimat Krankenkasse Bonuspass Erwachsene PDF
Heimat Krankenkasse Bonuspass Kinder PDF
Salus BKK Sammelpass Erwachsene PDF
Salus BKK Sammelpass Kinder PDF
WMF BKK Bonusprogramm Nachweise PDF
download Bestellung
Bonusformular BKK firmus bonusaktiv-Flyer hkk
Bonuspass HEIMAT Krankenkasse Bonuspass VIACTIV

Bonusprogramme im Krankenkassentest

 

Bild
Im Rahmen des regelmäßig durchgeführten Krankenkassen-Testvergleiches bewerten wir aufgrund der uns vorliegenden Daten die Ausstattung und Qualität der unterschiedlichen Bonusprogramme ( max. 12 Wertungssterne)

 

Die Bewertung unterteilt sich in einzelne Test-Kategorien:  

 

  • Bonus für Selbst-Versicherte
  • Bonus für Familienangehörige
  • Bonus für Kinder

 

 Gesamtbewertung des Bonusprogrammes 

 

  • Gesamtbewertung Bonusprogramme

 


 

Bonusrechner

 

Bild (c) Tony Hegewald / pixelio.de
Die Bonusmodelle der einzelnen Krankassenkassen unterscheiden sich teilweise sehr deutlich voneinander. Nicht nur die Art und Anzahl der Kriterien, sondern auch die Prämienarten und ihre Höhe, Altersgrenzen und Ausnahmen sind verschieden. Eine objektive Übersicht oder Vergleich ist für Versicherte ohne Hilfe kaum möglich.

 

Wir haben die aktuellen Daten und Konditionen der meisten Bonusprogramme im Bonusrechner abgebildet. Mit nur wenigen Klicks können Sie alle Informationen über das Bonusmodell Ihrer Kasse erfahren und es mit den Programmen der anderen Kassen vergleichen. 

 

Zum Bonusrechner

 


 

Bonusbeispiele für Versichertengruppen

 

Nicht jedes Bonuskriterium ist auch für alle Versicherten relevant. Krebsvorsorge-Untersuchungen gelten nicht für Jugendliche, Blutspenden sind unter Umständen für Senioren nicht zu empfehlen. Wir haben alle Bonusprogramme beispielhaft für vier Musterversicherte ausgewertet. Die Tabelle zeigt den jeweils möglichen realen Bonus anhand typischer Kriterien für jede der vier Beispielversicherten. (Stand: September 2022)

 

Bild (c) fotolia.de / Africa Studio
Bonusmöglichkeiten für einen 19-jährigen Berufsstarter: Dieser Musterversicherte hat seine Ausbildung beendet und beginnt sein anschließendes Berufsleben. Als wirksame Bonuskriterien sind relevant: Nichtraucher und BMI im Normalbereich, Nachweis über kompletten Impfstatus und jährliche Zahnvorsorge, Mitgliedschaft in einem Sportverein und zusätzlich in einem Fitness-Club, Nachweis über eine Blutspende

Bild (c) Julien Christ / pixelio.de
Bonusmöglichkeiten für eine 24-jährige Studentin: Diese Musterversicherte ist aktive Blutspenderin, raucht nicht und ist sportlich aktiv in einem Sportverein sowie Mitglied in einem Fitness-Center. Als weitere Bonuskriterien macht sie geltend: Teilnahme an einer Früherkennungsuntersuchung zur Krebsvorsorge, BMI im Normalbereich, Nachweis über alle empfohlenen Schutzimpfungen und jährliche Zahnvorsorge, Nachweis über eine Blutspende  

Bild (c) Tim Reckmann / pixelio.de
Bonusmöglichkeiten für einen 45-jährigen Angestellten: Dieser Musterversicherte hat die Check-Up-Untersuchung, einen Sehtest beim Augenarzt, die jährliche Zahnvorsorge sowie eine Krebs-Früherkennungsuntersuchung und ein Hautscreening absolviert. Weiterhin wies er eine Blutspende, einen Nichtraucher- und einen vollständigen Impf-Status sowie einen normalen BMI nach. Als überzeugter Kletterer ist er Mitglied in einem Alpenverein und hat einn Kurzurlaub in einem Gebirgskurort als anerkannte Gesundheitsreise nachgewiesen. 

Bild (c) Rainer Sturm / pixelio.de
Bonusmöglichkeiten für eine 65-jährige Seniorin: Diese Musterversicherte ist Nichtraucherin, hat ihren Check-Up, alle empfohlenen Schutzimpfungen und Krebsvorsorgeuntersuchungen inklusive Hautscreening absolviert. Sie geht zur jährlichen Zahlvorsorge und hat an einem Yogakurs für Senioren teilgenommen und einen Sehtest beim Augenarzt durchführen lassen. 
 

 

 

Krankenkasse


 
max. Bonus
Barprämie
max Bonus
Gesundheits-
leistungen
Sach-prämien-
als Bonus
19-jähriger
Berufsstarter
24-jährige
Studentin
45-jähriger
Angestellter
65-jährige(r)
Senior(in)
AOK Baden-Württemberg 120 € 60 €   40 € 40 € 40 € 40 €
AOK Bayern      x        
AOK Bremen/Bremerhaven      x        
AOK Hessen 100 €     100 € 100 € 100 € 100 €
AOK Niedersachsen 50 €       50 € 50 € 50 €
AOK Nordost 375 €     75 € 90 € 90 € 30 €
AOK NORDWEST 480 €    x 15 € 30 € 30 € 30 €
AOK PLUS 180 €     60 € 65 € 70 €  
AOK Rheinland/Hamburg      x        
AOK Rheinland-Pfalz/
Saarland
50 €    x 50 € 50 €    
AOK Sachsen-Anhalt 200 €     50 € 60 € 80 € 60 €
Audi BKK 60 €     40 € 50 € 60 € 60 €
BAHN BKK 150 €     90 € 120 € 120 € 90 €
BARMER 100 €     30 € 30 € 30 € 50 €
BERGISCHE Krankenkasse              
Bertelsmann BKK 100 €     55 € 65 € 45 € 35 €
BIG direkt gesund 100 € 200 €   90 € 100 € 100 € 50 €
BKK Akzo Nobel Bayern 75 €     75 € 75 € 75 € 75 €
BKK Diakonie 150 €     50 € 100 € 150 € 100 €
BKK Dürkopp Adler 100 € 130 €   30 € 50 € 45 € 45 €
BKK EUREGIO   100 €  x 100 €* 100 € * 100 € * 100 € *
BKK exklusiv 100 €     50 € 60 € 90 € 60 €
BKK Faber-Castell &
Partner
100 € 150 €   60 € 60 € 90 € 60 €
BKK firmus 60 €     60 € 60 € 60 € 30 €
BKK Freudenberg 200 €     200 € 200 € 200 € 200 €
BKK Gildemeister
Seidensticker
150 € 200 €   30 € 60 € 60 € 30 €
BKK Herkules 200 €     125 € 125 € 140 €  
BKK HMR 120 €     40 € 40 € 40 € 40 €
BKK Linde 90 €     60 € 60 € 60 € 30 €
BKK Mobil Oil (Mobil Krankenkasse) 90 € 250 €   30 € 30 € 60 € 100 €*
BKK PFAFF 100 €     60 € 80 € 100 € 100 €
BKK Pfalz 120 €     60 € 80 € 100 € 100 €
BKK ProVita 120 € 200 €   100 € 120 € 120 € 150 €*
BKK Public 150 €     150 € 150 € 150 € 150 €
BKK Scheufelen 185 €     45 € 65€ 85 € 30 €
BKK SBH 200 €     80 € 80 € 80 € 80 €
BKK Technoform 150 €     65 € 80 € 125 € 80 €
BKK Textilgruppe Hof 100 €     25 € 75 € 100 € 100 €
BKK VBU (mkk BKK) 130 €     100 € 100 € 100 € 70 €
BKK VDN 130 € 250 €   30 € 50 € 70 € 60 €
BKK VerbundPlus   50 €   50 €* 50 €* 50 €* 50 €*
BKK Werra Meißner 60 €     60 € 60 € 60 € 60 €
BKK Wirtschaft & Finanzen 100 €     100 € 100 € 100 € 100 €
BKK ZF & Partner 140 €     40 € 50 € 60 € 60 €
BKK24 160 €     120 € 130 € 130 € 130 €
BOSCH BKK 215 €     60 € 60 € 80 € 45 €
Continentale BKK 120 €     50 € 60 € 90 € 60 €
DAK-Gesundheit 60 € 72 €   15 € 25 € 45 € 40 €
Debeka BKK              
energie BKK 140 €     50 € 50 € 100 € 70 €
Heimat Krankenkasse 150 €     100 € 100 € 100 € 100 €
HEK Hanseatische
Krankenkasse
100 € 250 €   40 € 40 € 120 € 250 €*
hkk 150 € 250 €   30 € 30 € 150 € 100 €*
IKK Brandenburg
und Berlin
75 €     75 € 75 € 75 € 60 €
IKK Classic 100 € 150 €   100 € 100 € 100 € 100 €
IKK gesund plus 300 €     95 € 105 € 130 € 50 €
IKK - Die Innovationskasse 100 € 150 €   100 € 100 € 100 € 100 €
IKK Südwest 60 € 120 €       60 € 120 €
KKH Kaufmännische
Krankenkasse
50 € 100 €   40 € 50 € 50 € 100 €*
KNAPPSCHAFT 255 €     155 € 170 € 60 € 60 €
mhplus BKK 100 €     30 € 40 € 80 € 60 €
Novitas BKK 260 €     130 € 130 € 130 € 70 €
pronova BKK 60 €     60 € 60 € 60 € 60 €
R u V Betriebskrankenkasse 120 €         60 € 50 €
Salus BKK 200 €     150 € 150 € 200 € 150 €
SBK 100 € 100 €    40 € 50 € 60 € 50 €
SECURVITA
Krankenkasse
600 €   x x   x  
SKD BKK 50 €     50 € 50 € 50 € 50 €
Techniker Krankenkasse 60 € 120 €   33 € 39 € 48 € 84 €*
TUI BKK 150 €     30 € 30 € 60 €  
VIACTIV Krankenkasse 125 €     50 € 50 € 50 €  50 €
WMF BKK 100 €     100 € 100 €    

 

Stand: September 2022
*Dieser Bonus versteht sich als Wert zur Verrechnung einer Gesundheitsleistung  

 


 

Bonusmodelle oder Wahltarife

 

Oft werden die Bonusprogramme mit Wahltarifen verwechselt. Dies sind aber zwei grundsätzlich verschiedene Ansatzpunkte. Bonusmodelle belohnen aktives gesundheitsbewusstes Verhalten und sollen Anreize dafür schaffen, verändern aber nicht das vertragliche Gefüge zwischen Versichertem und Krankenkasse.

 

Wahltarife hingegen integrieren auf vertraglicher Basis bestimmte Aspekte der PKV in die GKV. Wenn die Versicherten zum Beispiel einen Wahltarif mit Beitragsrückerstattung gewählt haben, wird ein Teil der Beitragsgelder in Form einer Prämie zurück erstattet, wenn innerhalb eines Zeitraumes hinweg keine medizinischen Leistungen in Anspruch genommen wurden. ( Ausnahme: Notfälle, Vorsorge und Familienmitglieder).

 

Bei Wahltarifen mit Selbstbehalt verpflichtet man sich als Kunde, Behandlungskosten bis zu einem vereinbarten Betrag innerhalb eines Zeitraumes (1 Jahr) selbst zu übernehmen und erhält dafür im Gegenzug eine Prämie.

 

Wahltarife beinhalten meist eine vertragliche Bindung von ein bis zu drei Jahren, in denen die Versicherten Vertragspartner die Kasse nicht wechseln können. Weil Wahltarife die finanzielle Eigenverantwortung erhöhen, sind sie in erster Linie geeignet für gesunde Versicherte geeignet. Bonusmodelle dagegen sind für alle Versicherten interessant. Ein Sonderfall sind die AOK-Wahltarife Selbstbehalt, die bei einigen AOKn angeboten werden. Diese bieten eine Kombination aus Selbstbehalt-Wahltarif und klassischem Bonusmodell.

 


 

Häufige Fragen zum Thema Bonusprogramm
 

 

 

Wie funktionieren die Bonusprogramme der Krankenkassen?

 

 

Die Krankenkasse schickt Ihnen auf Anfrage ein Bonusheft, in dem durch Stempel und Unterschriften von Ärzten, Vereinen, Sportveranstaltern, Kursleitern usw. die Erfüllung bestätigt werden muss. Bei manchen Punkten reicht es auch aus, dass man die Erfüllung selbst bestätigt (z.B. Nichtraucherstatus). Wenn Sie genügend Punkte gesammelt haben, können Sie das Bonusheft als Nachweis an die Krankenkasse zurückschicken und erhalten dafür eine Geld- oder Sachprämie, bzw können sich dafür Rechnungen von Gesundheits- und Vorsorgemaßnahmen bezahlen lassen.

 

 

 

Wer kann alles am Bonusprogramm teilnehmen?

 

 

Teilnehmen können bei den meisten Krankenkassen alle Mitglieder sowie deren mitversicherten Familienangehörigen. Bei einigen Kassen sind allerdings die mitversicherten Familienangehörigen von der Teilnahme ausgeschlossen bzw. es gibt gesonderte Kinderbonusprogramme.

 

 

 

Wie nimmt man am Bonusprogramm teil?

 

 

In der Regel geht das Bonusprogramm immer über ein Kalenderjahr. Um daran teilzunehmen muss man sich zunächst anmelden. Rufen sie bei Ihrer Krankenkasse an und fragen sie nach. Die Kasse sendet Ihnen alle Unterlagen wie die Teilnahmeerklärung, das Bonusheft ( Bonuspass) und die entsprechenden Erläuterungen dazu zu. Immer mehr Krankenkassen bieten parallel auch eine Bonus-App als elektronische Variante mit einem Bonuskonto an. 

 

 

 

Wo erhalte ich Infos zu den Bonusprogrammen?

 

 

Erster Anlaufpunkt ist natürlich die eigene Krankenkasse. Ob das Bonusprogramm aber wirklich attraktiv für Sie ist oder ob es bei anderen Krankenkassen weitaus bessere Bonusmodelle gibt erfahren Sie am einfachsten, wenn Sie unseren -> Bonusrechner benutzen. Tragen Sie dort die Kriterien ein, die sie erfüllen bzw. erfüllen können und sie erhalten direkt ein Ergebnis.

 

 

 

Sind Geldprämien für die Teilnahme am Bonusprogramm steuerfrei?

 

 

Die im Rahmen von Bonusprogrammen gezahlten Bonusprämien wirken sich nicht auf die Höhe der abzugsfähigen Ausgaben für die Krankenkversicherung in der Steuererklärung aus. Dies bestätigte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz am 28.04.2015 (Aktenzeichen 3 K 1387/14) in einem Musterurteil. Somit sind die gewährten Prämien brutto gleich netto.

 

 

 

Darf ein Arzt Geld für die Bestätigung im Bonusheft verlangen?

 

 

Wenn das Bonusheft dem Arzt in dem Quartal vorgelegt wird, in dem die Vorsorgeuntersuchung stattgefunden hat, sind Stempel und Unterschrift des Arztes kostenlos. Deshalb ist es ratsam, das Bonusheft gleich zum Termin mitzunehmen und direkt nach der Untersuchung um die Unterschrift zu bitten. Dadurch gehen keine Punkte verloren und die Bestätigung durch den Arzt ist auf jeden Fall kostenfrei.

 

 

 

Hab ich durch die Teilnahme am Bonusprogramm eine verlängerte Bindefrist?

 

 

Die Teilnahme am Bonusprogramm bewirkt keine verlängerte Bindungsfrist an die Krankenkasse. Ein Wechsel der Krankenkasse ist auch bei Bonusteilnahme nach 18 Monaten möglich. Wenn die Kriterien für die Bonuszahlung allerdings noch nicht vollständige erfüllt sind erhalten Sie nach dem Wechsel den Bonus nicht mehr ausbezahlt.

 

 

 

Welche Krankenkasse hat das beste Bonusprogramm?

 

 

Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden, dess es kommt dabei auf die persönliche und familiäre Situation an. Für Versicherte, die sehr viele Gesundheitsaktivitäten vornehmen und sich fleißig das Bonusheft abstempeln lassen, sind Modelle mit vielen Bonuskriterien durchaus zu empfehlen. Denn sie können dadurch auch eine höhere Bonusprämie erzielen.

Versicherte, die weniger Stempel nachweisen können und trotzdem einen Bonus erzielen möchten, sind besser bei Krankenkassen  aufgehoben, die ihre Kriterien niedriger ansetzen und dafür auch die Prämie weniger üppig ausstatten.

Wenn man regelmäßig Rechnungen privat bezahlen etwa für Kontaktlinsen, IGeL - Leistungen oder Naturheilverfahren, sollte man eher ein Model nutzen, in dem der Bonus in Form eines Budgets für selbst finanzierte Gesundheits- und Vorsorgemaßnahmen ausgeschüttet wird.

 

 

 

Wie funktionieren Babybonusmodelle?

 

 

Einige Krankenkassen nutzen Schwangerschaft und Geburt, um die Eltern und das Neugeborene an die Kasse zu binden. Dafür gibt es beispielsweise einen so genannten ➔ Babybonus. In der Regel ist die Bedingung für die Auszahlung, dass die werdende Mutter an der Schwangerschaftsvorsorge teilgenommen hat und bei dem Neugeborenen die Kinderuntersuchungen für das erste Jahr vorgenommen wurden. Bedingung ist dann natürlich auch, dass das Neugeborene in der Krankenkasse angemeldet wird. Schauen Sie einfach mal im ➔ Bonusrechner nach, ob Ihrer oder eine andere Kasse ein attraktives Babybonusmodell anbietet. Tragen Sie dazu einfach unter Kinder eine 1 ein und beim Alter 0 oder 1 Jahr.

 

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