Pressemitteilung AOK Bayern

Schlafmangel in Bayern: 71 Prozent schlafen zu wenig

65 Prozent der Befragten nennen Stress als Ursache für schlechten Schlaf
veröffentlicht am 01.10.2026 von Redaktion krankenkasseninfo.de
2026-10-01T09:49:00+00:00

Fünf Prozent geben sogar an, auf weniger als fünf Stunden nächtlichen Schlaf zu kommen. Frauen und Männer unterscheiden sich der Umfrage zufolge kaum darin, wie lange sie schlafen.

Gesunder Schlaf sorgt dafür, dass der Körper sich regeneriert, das Gehirn Erlebtes verarbeiten kann und man morgens erholt aufwacht. Doch vielen Menschen in Bayern gelingt genau das nicht: Sie starten müde, erschöpft oder unausgeschlafen in den Tag. Schlafprobleme sind längst kein Randphänomen mehr.

Frauen häufiger betroffen

Mehr als die Hälfte der Bayerinnen und Bayern (57 Prozent) berichtet in der Umfrage von wiederkehrenden oder anhaltenden Beschwerden innerhalb der letzten drei Monate. Frauen sind dabei mit 62 Prozent häufiger betroffen als Männer mit 52 Prozent. 15 Prozent der Menschen in Bayern gaben an, fast jede Nacht von Schlafproblemen betroffen zu sein, 31 Prozent sind ein- oder mehrmals pro Woche betroffen. Gefragt nach der Art der Schlafbeschwerden gab eine Mehrheit von 81 Prozent Probleme mit dem Durchschlafen an. 49 Prozent sagten, Probleme beim Einschlafen zu haben, 43 Prozent beklagten ein frühes Erwachen.

Jüngere schlafen schlecht ein, Ältere schlecht durch

Die Art der Schlafprobleme verändert sich dabei mit dem Alter: Während die jüngere Altersgruppe von 18 bis 39 Jahren besonders schlecht einschläft (64 Prozent), dominieren ab 40 Jahren Durchschlafprobleme bei über 80 Prozent der Befragten. Die häufigsten negativen Auswirkungen von Schlafproblemen sind laut Umfrage Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit (genannt von 66 Prozent). 45 Prozent fühlen sich in ihrem Alltag wenig belastbar und 42 Prozent geben eine verminderte Leistungsfähigkeit bei der Arbeit oder im Studium an. Nur elf Prozent spüren keine Auswirkungen ihrer bestehenden Schlafprobleme auf Alltag, Gesundheit und Wohlbefinden.

Stress als Hauptursache für schlechten Schlaf

Tatsächlich ist Stress der forsa-Umfrage zufolge die Hauptursache für schlechten Schlaf. 65 Prozent der Befragten gaben diesen sowie psychische Belastungen im Alltag und im Beruf als Grund an, gefolgt von einer unangenehmen Raumtemperatur (43 Prozent) und körperlichen Beschwerden (38 Prozent). „Ob und wie sich Stress auf den Schlaf auswirkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt zum Beispiel von der individuellen Fähigkeit ab, Belastungen zu bewältigen“, so Annette Lutz, Bereichsleiterin Gesundheitsförderung bei der AOK Bayern. „Wichtig ist es, hier auf sich zu achten und zu erkennen, wenn Schlafprobleme zur Belastung werden.“ Ärztliche oder psychologische Beratung bei Schlafproblemen haben bereits 25 Prozent der Betroffenen gesucht. Sechs Prozent nehmen verschreibungspflichtige Medikamente zum Einschlafen ein.

Selbsthilfe und Betriebliche Gesundheitsförderung

Insgesamt haben die Menschen in Bayern ein gutes Wissen über Einflussfaktoren auf eine gute Schlafqualität: So ist 93 Prozent bekannt, dass eine angenehme Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad förderlich ist, ebenso wie eine ruhige Umgebung. Doch Wissen allein führt nicht immer automatisch zu besserem Schlaf. Die AOK Bayern unterstützt deshalb Menschen dabei, langfristig die Schlafqualität zu verbessern. Annette Lutz: „Neben einfachen Maßnahmen wie einer passenden Schlafroutine und einer entspannenden Schlafumgebung, können insbesondere Berufstätige im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Stressabbau und gesünderen Schlaf sorgen.“ Dies sei auch im Interesse der Unternehmen: Ausgeruhte Mitarbeitende seien leistungsfähiger und zufriedener und fielen deswegen weniger häufig aus. Niedrigschwellige Hilfe bietet hier beispielsweise das Online-Programm „Stress im Griff“ der AOK, das aktuell um das Thema Schlaf erweitert wurde.

München, 1. Oktober 2026

 

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