Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin D3: Stiftung Warentest warnt vor Überdosierung bei gekauften Produkten

Im neuen Test können nur zwei Präparate bestehen
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Vitamin D und Gesundheit Vitamin D und Gesundheit(c) Getty Images / Professor25
Die Stiftung Warentest warnt im Zusammenhang mit Vitamin D vor unachtsamem Konsum. Die meisten frei verkäuflichen Produkte seien zu hoch dosiert und könnten bei falscher Einnahme Risiken bergen. Im aktuellen Test können nur wenige Präparate bestehen.

2026-02-03T17:39:00+01:00

Vitamin D ist wichtig für unsere Gesundheit, vor allem für stabile Knochen, Muskeln, den Hormonstoffwechsel und das Immunsystem. Der Körper kann Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung jedoch oft nicht aus, weshalb viele Menschen zu Vitamin-D-Präparaten greifen.

Laut Stiftung Warentest (Ausgabe 1/2026) wurden zahlreiche Vitamin-D-Präparate untersucht – empfohlen werden lediglich zwei Produkte. Ein Hauptproblem ist die Überdosierung, da viele Mittel deutlich mehr Vitamin D enthalten, als der Körper benötigt. Eine dauerhafte Überversorgung kann gesundheitsschädlich sein.

Über die Ernährung allein lässt sich der Vitamin-D-Bedarf kaum decken. Zwar enthalten fettreiche Fische wie Lachs oder Makrele sowie Milchprodukte Vitamin D, doch nur etwa zehn Prozent des Bedarfs werden dadurch aufgenommen. Der Großteil entsteht durch Sonnenlicht auf der Haut. Fachgesellschaften empfehlen, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen – allerdings nur kurz und ohne Sonnenbrandrisiko. Zudem speichert der Körper Vitamin D, sodass Sommerreserven auch im Winter helfen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind 44 Prozent der Erwachsenen in Deutschland ausreichend versorgt. Für sie bringt die zusätzliche Einnahme von Vitamin D keinen nachgewiesenen Nutzen. Auch ein Schutz vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei laut RKI wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Sinnvoll kann eine Einnahme jedoch für Risikogruppen sein, etwa ältere Menschen, Personen mit wenig Sonnenkontakt, dunkler Hautfarbe, Adipositas oder bestimmten chronischen Erkrankungen – insbesondere zwischen Oktober und März. In jedem Fall gilt: Dosierung beachten und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

 

 

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