Vitamin D3: Stiftung Warentest warnt vor Überdosierung bei gekauften Produkten
Im neuen Test können nur zwei Präparate bestehenFinden Sie die richtige Krankenkasse
Vergleichen Sie Beiträge und Leistungen und sparen Sie.
Vitamin D ist wichtig für unsere Gesundheit, vor allem für stabile Knochen, Muskeln, den Hormonstoffwechsel und das Immunsystem. Der Körper kann Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung jedoch oft nicht aus, weshalb viele Menschen zu Vitamin-D-Präparaten greifen.
Laut Stiftung Warentest (Ausgabe 1/2026) wurden 25 Vitamin-D-Präparate untersucht – empfohlen werden allerdings lediglich zwei Produkte. Zum einen ist es Saft der Marke „Rotbäckchen” und zum anderen Tabletten der Marke „GSE”, die als „geeignet” eingestuft werden. 18 weitere hingegen werden als "wenig geeignet" oder "mit Einschränkung geeignet" bewertet, von fünf weiteren rät Stiftung Warentest gänzlich ab. Stiftung Warentest zufolge sind Kapseln beziehungsweise Tabletten der Firmen Hübner, Dekristolvit, Alsiroyal und Sanotact „nicht geeignet”. Die meisten Präparate schnitten im Test schlecht ab, da sie zu hohe Wirkstoffmengen enthalten. Eine dauerhafte Überversorgung kann gesundheitsschädlich sein – besonders für ältere Menschen.
Über die Ernährung allein lässt sich der Vitamin-D-Bedarf kaum decken. Zwar enthalten fettreiche Fische wie Lachs oder Makrele sowie Milchprodukte Vitamin D, doch nur etwa zehn Prozent des Bedarfs werden dadurch aufgenommen. Der Großteil entsteht durch Sonnenlicht auf der Haut. Fachgesellschaften empfehlen, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen – allerdings nur kurz und ohne Sonnenbrandrisiko. Zudem speichert der Körper Vitamin D, sodass Sommerreserven auch im Winter helfen.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind 44 Prozent der Erwachsenen in Deutschland ausreichend versorgt. Für sie bringt die zusätzliche Einnahme von Vitamin D keinen nachgewiesenen Nutzen. Auch ein Schutz vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei laut RKI wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
Sinnvoll kann eine Einnahme jedoch für Risikogruppen sein, etwa ältere Menschen, Personen mit wenig Sonnenkontakt, dunkler Hautfarbe, Adipositas oder bestimmten chronischen Erkrankungen – insbesondere zwischen Oktober und März. In jedem Fall gilt: Dosierung beachten und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Unsere Quellen:
- Stiftung Warentest
- Arzneimittelkommision der Deutschen Ärzteschaft
- Ärzteblatt: Wer sollte Vitamin D einnehmen?
