Werbung

Verletzungsgefahr bei Intimpiercing

26.09.2016

Verletzungsgefahr Intimpiercing

Foto: Maja Dumat / pixelio.de |

Die Gefahr eine Verletzung durch Intimpiercings zu erleiden ist bei Frau und Mann gleich hoch einzuschätzen: Kondome können durch intimen Körperschmuck reißen. Auch Blutungen, Schwellungen und Infektionen können auftreten.

Ein Piercing ist eine offene Wunde

Etwa zehn Prozent aller Intimschmuckträger suchen infolge eines Piercings entstandener gesundheitlicher Beschwerden einen Arzt auf. Je nach Art und Größe des Piercings können Schädigungen von Nerven und Muskeln, Wundinfektionen, Schwellungen und Blutungen auftreten. Zudem kann es zu Empfindungsstörungen und Allergien auf die verwendeten Materialien im Intimbereich kommen. Diese Probleme können auch noch Tage Wochen und sogar Jahre nach dem Einsetzen des Piercings auftreten. Ein Piercing ist eine offene Wunde und stellt ein leichten Angriffspunkt für Bakterien, Viren, Pilze und Keime dar.

Richtige Pflege ist wichtig

Um Entzündungen, Schwellungen und andere Probleme zu vermeiden ist eine gründliche und regelmäßige Pflege des Piercings wichtig. Den Eingriff selbst sollte unbedingt ein professioneller Piercer vornehmen, der auch den Heilungsprozess beraten kann und die richtigen Ringe, Stäbe und Pflegemittel für das Einsetzen führt.

Die Position des Piercingstabs oder Rings muss etwa drei bis viermal täglich verändert werden. Andernfalls droht das Piercing einzuwachsen und kann nur noch durch einen Arzt entfernt werden.

Vaginalpiercing fördert Scheidenpilzrisiko

Frauen mit Vaginalpiercing unterliegen einem höheren Scheidenpilzrisiko. Die entstandene Wundstelle im Intimbereich fördert die Vermehrung von Bakterien und Erregern, die sich leicht auf dem Piercingschmuck oder im Stichkanal ausbreiten. Piercings im Genitalbereich können aber auch bei der Geburt des Kindes stören oder sogar zu Verletzungen führen.